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Unser Schulmotto:

"Et Musis Et Vitae"
"Den Künsten und dem Leben zugewandt"

An der Schwelle einer Schule kommt so mancher ins Grübeln. Eltern wollen wissen, was das denn für eine Anstalt ist, der sie für geraume Zeit ihre Kinder anvertrauen. Und kaum einem Schüler werden die Fragen fremd sein: Warum so viele Fächer? Weshalb gerade diese? Wozu so detailliert?
Die Erbauer des Schulgebäudes und durch sie die Pädagogen der Nachkriegszeit geben auf diese Fragen eine wahrhaft lapidare Antwort, denn über den Haupteingang am Inneren Laufer Platz meißelten sie in den Buntsandstein der Fassade die hehren Worte: „Et Musis et vitae“ – „Sowohl den Musen als auch dem Leben“. Und wir fügen als Ergänzung an: „dient dieses Gymnasium“.
Ohne Zweifel wollten sie damit zum Ausdruck bringen, dass ihre Schule, die damals noch bezeichnenderweise „Realgymnasium“ hieß, sich zwei großen Zielen widmen sollte: den Schülern die Schönen Künste näherzubringen und sie zugleich auf die Erfordernisse des Lebens vorzubereiten.
Mit Überzeugung bekennt sich auch das heutige Willstätter-Gymnasium zu dieser Bildungsidee. Neben einem immer intensiveren Bemühen Schule und Berufswelt in Kontakt zu bringen legen wir wie ehedem größten Wert auf künstlerische Betätigung, auf Schulkonzerte, Theater und Projekte der bildenden Künste, generell auf jegliche Form der Auseinandersetzung mit den Grundfragen des Menschsein. Wir glauben allerdings, dass die „Musen“ nicht gesondert neben dem „Leben“ stehen, als anmutige Kletterpflanze, die den harten Bau der Erwerbstätigkeit verkleidet, sondern als integraler Teil des Lebens.
Denn um als Erwachsene ein erfülltes Leben führen zu können, werden unsere Schüler nicht nur wirtschaftsrelevante Kompetenzen und die Fähigkeit zu planvoller, regelmäßiger Arbeit benötigen; zum Leben gehört genauso, mündiger Staatsbürger zu sein, in verlässlicher Partnerschaft zu leben, sich sozial zu engagieren und - nicht ganz unerheblich - , seine Freizeit sinnvoll nutzen zu können.
In diesem weiten Sinn wollen wir unser Schulmotto heute verstanden wissen: als Warnung gegen jeden Versuch den Menschen auf seine praktische Verwendbarkeit zu reduzieren und als Verpflichtung, jeden Schüler als eigene Persönlichkeit zu sehen, um deren Entwicklung wir uns bemühen.