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Willstätter-Preis 2015

Der alljährliche Willstätter-Preis wurde in diesem Jahr am 23. September verliehen und stellte damit gleich am Anfang des Schuljahres einen Höhepunkt in diesem dar. Diesen Gedanken betont auch der Schulleiter Dr. Steuer in seinem Begrüßungswort,  das auf den schmissigen musikalischen Auftakt der Percussion - Gruppe des WGN unter Leitung von Bernd Aschmoneit folgt.

Dirk von Vopelius

Als wichtigste Veranstaltung im Terminkalender der Schule bezeichnet er diese Würdigung bemerkenswerter Leistungen von Schülern mal nicht durch Noten. Die Sieger in diversen Gruppen erhalten eine Urkunde und einen Kino-Gutschein, erstere solle nach Meinung von Dr. Steuer Bewerbungen z.B.an Universitäten beigelegt werden, da sie von Engagement und Leistung der Schüler zeuge.  Der Schulleiter schließt seine Worte mit einer kurzen Einführung in die Vita des Festredners, in gewohnter Manier ein ehemaliger Schüler des Willstätter. Es ist Dirk von Vopelius, der an der Schule 1975 seine Reifeprüfung ablegte. Seit 2010 ist er nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre unter anderem in Paris und London und der Übernahme und Expansion des großväterlichen Betriebes Präsident der örtlichen IHK. Die Überleitung zum Grußwort des Vertreters des Freundeskreises der Schule, Dr.Holleczek, erfolgt mit dem Hinweis auf den alleinigen Ausrichter des Preises, da sich andere außerschulische Sponsoren leider zurückgezogen hätten.

Dr. Hollezcek betont, dass er in Vertretung des „großen Vorsitzenden“  Herrn Thumann spreche, der leider terminlich verhindert sei. Auch er sieht den Willstätter-Preis als prägendes Ereignis des Schullebens. Drei Wünsche verbinde er damit: zum ersten, dass der Abend ein Erfolg werde, zum zweiten, dass jeder etwas mitnehme (z.B. die Erkenntnis, dass es einen Zusammenhang zwischen Engagement und Ehrung gebe) und zum dritten, dass dem Freundeskreis nie das Geld ausgehen möge, um den Abend noch auf Jahre hinaus finanzieren zu können. Vor der Festrede spielt die Schülerin Julika Winterstein mit ihrem Akkordeon den Walzer Nr. 2 von Schostakowitsch.

Der Festredner Dirk von Vopelius beginnt ein paar launischen Worten zu seiner Schulkarriere, die als G 10 jede Diskussion über die Vorzüge von G8 oder G9 überflüssig mache. Auch an die Unterschriften der damaligen Schulleiter könne er sich auch heute noch recht gut erinnern, war er im Schulstrafen sammeln doch gar nicht unbegabt. 40 Jahre vor diesem Vortrag sei er das letzte Mal in der Schule aufgetreten, angesichts der damaligen Abiturprüfung am heutigen Abend aber deutlich entspannter. Als ehrenamtlicher Präsident des IHK möchte er vor diesem Publikum anfangs vor allem den Stellenwert der Lehre betonen. Ob im dualen Studium parallel oder mit der Abfolge Lehre, dann  Studium konsekutiv, er rate dringend dazu. Als Thema seiner Festrede gibt er dann die Wirtschaftsethik an, ein Thema, das angesichts der aktuellen VW-Krise mehr als aktuell sei.
Er erzählt dazu die passende Anekdote, als einer Journalistin auf die Frage, was er unter Wirtschaftsethik verstehe, mit dem Hinweis auf das bei diesem Gespräch aufgebaute Büffet beantwortet. Dies hatte nämlich eine Kasse, in die das Geld für entnommene Getränke eigenverantwortlich gelegt werden sollte. Dass man dies tue und eben nicht nichts zahle bzw. gar in die Kasse greife, um ihr Geld zu entnehmen, das sei Wirtschaftsethik. Ans anwesende
Publikum gerichtet gibt er drei Dinge zu bedenken:

  1. Wirtschaft, das sind wir alle.
  2. Jeder Teilnehmer ist dabei permanent Versuchungen ausgesetzt, sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.
  3. Soziale Kontrolle ist wesentlich,da Anonymität die Gefahr der Vorteilsnahme verstärke.

Als Fazit nennt er das Funktionieren von Freiheit und Verantwortung als unverzichtbares Grundprinzip der von Ludwig Erhard geschaffenen sozialen Marktwirtschaft. Die von ihm vertretene IHK sehe er dabei als Brückenbauer zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel sei eine Werteerziehung als unverzichtbarer Bestandteil eines Unternehmens. Wesentliche Werte
seien Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung ebenso wie Nachhaltigkeit, Kooperation, Toleranz und Mäßigung. Ein besonderer Wert aber sei das Vertrauen, das nach einem Slogan der Deutschen Bank ja der Anfang von allem sei. Der bekannte Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx  habe gar Vertrauen als entscheidende Produktivkraft des 20. Jahrhunderts bezeichnet. 

Es folgt eine überzeugende Darbietung der IG Tanz, nach der die Verleihung des Willstätter-Preises 2015 stattfindet:

1. Preis Luiza Syderova, Q11  
Außerordentliches Engagement für die Schule im Bereich Tanz.
Eigenverantwortliche Choreographie der Tanzgruppe für den Auftritt beim Festakt 150 Jahre Willstätter-Gymnasium und Leitung der Proben mit den Schülern.Organisation des Schulballs im Januar 2015 Chefredakteurin der Schülerzeitung
2. Preis Martina Schindler, Katharina Knorr-Held, Katharina Helgerth, Kristina Reichert, Q12
Idee, Planung, Durchführung und Verteilung von Willstätter-T-Shirts. Ein Beitrag zur Identifikation von Schüler(innen) mit ihrer Schule.
3. Preis Jana Lemke, 10b  
Jana wurde zum einen Regionalsiegerin beim Jugend-experimentiert-Wettbewerb in der Sparte Physik und erhielt beim Landeswettbewerb Mathematik einen 1. Preis.Außerdem seit 2011 stete Auszeichnungen für hervorragende schulische Leistungen und für erfolgreiche Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben (z.B.: Internat. Känguru-Wettbewerb
und Fürther Mathematik-Olympiade)
Anschließend findet die Würdigung von besonderen Schülerleistungen in verschiedenen Kategorien statt. Nach Beendigung des offiziellen Teils kommt es zu einem regen Gedankenaustausch bei einem kleinen Umtrunk in der Pausenhalle.

Doris Schmid