1831902
Besuche insgesamt, 2 Besucher online
cleargif
Sie sind hier: Startseite » Schulleben » Veranstaltungen » Willstätter Preis » Archiv » Willstätter-Preis 2013
Druckansicht
Auftritt des Mittelstufenchors
Die Festrednerin Frau Prof. Dr. Merklein
Die Träger des zweiten Preises
Erster Preisträger Evgeny Golubtsov

Willstätter-Preis-Verleihung 2013

Auch  2013/14 stellte die Preisverleihung wieder einmal ein erstes wichtiges Highlight im noch jungen Schuljahr dar. Geladene Gäste wie der frühere Schulleiter Herr Roth, auf dessen Anregung diese Preisverleihung zurückgeht, oder Herr Thumann, der Vorsitzende des Freundeskreises der Schule, waren neben Lehrern, Eltern und Schülern Teil des Publikums, das in der Pausenhalle der Schule zum Festakt am 10. Oktober 1013 zusammen gekommen war.
Nach einer Darbietung des Mittelstufenchores unter Leitung der Musiklehrerin Frau Pröll, die diesen am Klavier begleitet, begrüßt der Schulleiter Dr.Steuer die Anwesenden. Besonderen Dank spricht er dabei der Festrednerin Frau Prof.Dr. Marion Merklein aus, die gemeinsam mit ihrem Mann gekommen ist. Bei einem ersten Kontakt im Frühjahr hatte sie bereits spontan ihre Zusage zur Teilnahme an der Preisverleihung ausgesprochen. Als ehemalige Schülerin und jüngste Preisträgerin des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises, der als höchstdotierter Preis im Bereich der Ingenieurswissenschaften unter Wissenschaftlern als deutscher Nobelpreis gilt, sei sie die ideale Rednerin für diesen Anlass. Weiterhin lobt der Schulleiter die Einsatzbereitschaft der vielen ausgezeichneten Schüler, die eben nicht Vertreter der viel gescholtenen Null-Bock-Generation seien. Im Anschluss übernimmt Herr Thumann das Rednerpult. Auch er beginnt mit einem Dank an die teilnehmenden Schüler, die sich durch besonderes Engagement ausgewiesen haben. Besonderer Dank gelte aber auch dem Freundeskreis, dessen Mitglieder durch ihre Beiträge und Mitwirkung an der Preisträgerfindung einen unverzichtbareren Bestandteil bildeten. Um diesen Kreis zu erweitern, wirbt Herr Thumann um weitere Mitglieder, dies könne jederzeit online über die Schul-Website geschehen. Als Überleitung zur Festrednerin weist er auf deren Abiturjahrgang 1992 hin, der als besonders ambitionierte Generation die Neuanschaffung von Optikkästen in der Physik nötig gemacht hätten- finanziert durch eben den Freundeskreis. Diesem Jahrgang gehörte auch die Schülerin Marion Falkner an, der als Frau Professor Merklein nun nach einem Solo auf der Querflöte des Schülers Philipp Oft, Q11, die Bühne gehöre.
Die erste Dekanin der technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen in deren 47-jähigen Geschichte nimmt mit einem mittels Beamer projizierten Foto ihres Abiturjahrgangs am WGN den einen Anlass ihrer Einladung auf, der andere Anlass- der Leibnizpreis- wird im Laufe ihrer professionellen Powerpoint-Vortrages immer wieder eine Rolle spielen. So, wenn sie betont, dass dieser Preis nicht ihr allein gebühre, sondern ihrem hervorragendem Team. Ausführlich stellt sie bei ihrem durch zahlreiche Bilder und Grafiken gestützten Vortrag zunächst die Universität in Erlangen, die gerade beim Shanghai-Gutachten zu den drei besten Unis Deutschlands gekürt wurde, vor, die als zweitgrößter Arbeitgeber der Metropol-Region und 35.000 Studenten eine wesentliche Rolle spiele. Der von ihr geleitete Lehrstuhl der Fertigungstechnologie ist, neben der vorrangigen Lehre mit Vorlesungen, Übungen und Praktika, auch der Forschung verschrieben. Mit unterhaltsamen Videos zu Auto-Crash-Tests leitet sie zu ihrem hauptsächlichen Themengebiet hin, das ihr den Leibnizpreis eingebracht hat: der Blechumformung und Werkstoffmodellierung. In den B-Säulen der Autos werden solche wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt. „Damit hat sie bereits jetzt maßgeblich dazu beigetragen, dass die Umformtechnik als ressourcen- und energieeinsparende Fertigungstechnologie stetig an Bedeutung gewonnen hat und weiter gewinnen wird.", lautet ein Teil der Begründung der Deutschen Forschungsgemeinschaft für die Wahl Merkleins zur Leibniz-Preisträgerin.
Mit ihrem Motto „Aus Ideen zu Lösungen für die Zukunft kommen“ will sie zum Ende ihres Vortrages Schüler ermutigen, eigene Ideen zu verfolgen und auch durchzusetzen.
Ein Auftritt der Jazz-Combo unter Leitung und Mitwirkung des Musiklehrers Herrn Aschmoneit beendet den Redenteil und leitet zu der Verleihung des Willstätter-Preises 2013 über.


Dieser wird in diesem Jahr an folgende Schüler verliehen:
Der dritte Preis geht an zwei Preisträger, an Leon Schlaffer als bayrischen
Meister in seiner Altersklasse im Säbelfechten und Michael Privalov als
bayerischer Vizemeister und nordbayerischer Meister in seiner Altersklasse im Judo, außerdem ist er Landessieger im 15. Landeswettbewerb Mathematik.

Der zweite Preis wird einer aus dem Schulalltag nicht wegzudenkenden Gruppe, der Technikgruppe unter Leitung des Lehrers Herrn Herold, zugedacht. Die ausgezeichneten Schüler sind Simon Schneider, Paul Tatucu-Ertel und Felix Schüssler für ihre langjährige aktive und eigenverantwortliche Unterstützung der Schule bei zahlreichen Schulveranstaltungen wie eben auch dem Willstätter-Preis.

Den ersten Preis schließlich bekommt Evgeny Golubtsov, der mit seiner Arbeit „Spinner im Wasser“ Regionalsieger im Fachbereich Physik wurde und der für seine Präsentation auf Landesebene den Sonderpreis für Strömungsmechanik der Hermann Gutmann Stiftung und ein Forschungspraktikum am Munich-Centre for Advanced Photonics erhalten hat.

Danach wird es zunehmend voller auf der Bühne, da nun die besonderen Schülerleistungen wie ein Einserschnittt im Zeugnis oder der Einsatz in verschiedenen IGs gewürdigt werden. Aber auch das Mitwirken an der Schülerzeitung oder der Einsatz bei Mediatoren, Tutoren und Schulsanitätern oder als Schülersprecher werden mit einer Urkunde und einem Buchgutschein belohnt.
Im Anschluss an den Festakt lädt die Schule zu einem kleinen Umtrunk ein.

Doris Schmid, OStRin

Fotos: StR Stefan Herold