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Oberstufentheater

Die Spielleiterin der Oberstufe ist Frau Schlatterbeck.

 

Das Oberstufentheater hat an unserer Schule eine lange Tradition. Seit Jahren hat sie einen guten Ruf in der Schultheaterszene. Dafür sind engagierte Theaterleiter der Vergangenheit verantwortlich, insbesondere Herr Storbeck, von dem ich die Gruppe 2003 übernommen habe. Es waren große Schuhe, in die ich damals zu schlüpfen hatte. Von seinen Produktionen wurde noch sehr lange gesprochen. Aber es ist gelungen, das fortzusetzen, was Jürgen Storbeck und seine Vorgänger geschaffen haben: Es gilt nach wie vor als etwas Besonderes, in dieser Gruppe dabei zu sein. Es sind aber nicht nur die Aufführungen, also das Bühnenerlebnis, der Applaus und der Erfolg, die viele reizen mitzumachen, sondern es hat sich herumgesprochen, dass in einer Theatergruppe eine einmalige Atmosphäre herrscht: Hier wird gemeinsam gearbeitet, diskutiert, gespielt, alle sind gleichberechtigt und werden in ihren Eigenheiten angenommen und geschätzt, man darf Kluges und Banales von sich geben, mal schlecht gelaunt sein, Kummer haben oder albern sein – alles wird von der Gruppe getragen. Irgendwann traut sich jeder alles – und wo kann man das schon im normalen Leben? Und so entstehen Stücke, hinter denen alle stehen, mit denen sich alle identifizieren und den Zuschauern etwas mitteilen möchten.

Bei allem, was wir auf die Bühne bringen, fragen wir uns, was das mit uns zu tun hat. Authentizität ist oberstes Gebot. Daher spielen wir nicht einfach ein Stück im Wortlaut, sondern eignen es uns auf unsere Weise an. Ergiebig sind klassische Stoffe wie die Nibelungensage, Dantes „Divina Comedia“ oder Homers „Odyssee“. Mit Gregor Samsas Geschichte in Kafkas „Verwandlung“ verbanden wir viel Eigenes aus unserem Leben. Manchmal, wie zuletzt, bauen wir ein ganz eigenes Stück nach unseren Ideen mit unseren Texten. Bilder und Bewegung, vom Tanz bis zur Akrobatik und eine sparsam eingerichtete Bühne sind zunehmend wichtig für uns geworden und eine Art Markenzeichen. Oft kommt auch die Musik nicht vom Band, sondern wird live ins Geschehen integriert. Meistens arbeiten wir, zumindest in einer Phase des Entstehungsprozesses, mit freien Künstlern und Theatermachern zusammen, die dem Stück noch einmal eine besondere Note verleihen, tolle Ideen haben oder bestimmte Techniken wie z. B. das Clownsspiel oder Akrobatik vermitteln. Dafür sind wir natürlich auf finanzielle Förderung angewiesen. Diese aufzutreiben ist oft nicht einfach, aber wir freuen uns z. B. in diesem Jahr über eine Spende des Freundeskreises.

Legendär und ein Höhepunkt im Theaterjahr sind die Probentage auf Burg Feuerstein. Wenn jemand noch nicht gesehen hat, wie hart, diszipliniert und lustvoll Schüler arbeiten können, dann soll er mal vorbei kommen. Und wenn dann kurz vor Mitternacht endlich die Proben vorbei sind, dann wird noch Improtheater gespielt, ein absolutes Muss.

Mit unseren Produktionen waren wir schon mehrmals auf den mittelfränkischen und bayerischen Schultheatertagen. Auch in diesem Jahr sind wir auf den bayerischen Schultheatertagen in Schwabach mit unserem Stück „Lucy. Oder so. Keine Ahnung.“ vertreten. Wer das noch nicht gesehen hat, hat also noch einmal am 26. Juli um 21.00 Uhr am Adam-Kraft-Gymnasium in Schwabach im Markgrafensaal die Gelegenheit dazu.

Theater in der Schule? Ja! Theatergruppe ist magic!