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Izmir 2011

Oben am Asansör

Montag:

Nach einer schönen verschneiten Woche mit den Austauschschülern in Nürnberg ging es am 28. Februar 2011 endlich in die sonnige Türkei. 10 Stunden später wurden wir von unseren Austauschschülern am Flughafen in Izmir empfangen. Den ersten Abend verbrachten wir in unseren Familien.

Dienstag:

Heute kamen alle auf einem anderen Weg, per Taxi oder Schulbus, voller Erwartungen zur Isikkent-Schule in Izmir. Die ,,Vor-Unterrichtsstunde“ durften wir mit in den Unterricht, wobei wir feststellen mussten, dass diese 10 Minuten mehr den Schülern galten als dem Lehrer. Auch war das Klima unter Schülern und Lehrern ziemlich gut. Sie duzten sich, fielen sich in die Arme, ... Anschließend machten wir eine Schulführung, bei der wir aus dem Staunen nicht mehr rauskamen. Nicht nur, dass es überall nach Putzmittel roch und man vom Boden essen hätte könne, die Schule hat auch ein eigenes Schwimmbad, ein Amphitheater, einen Vortragssaal, riesen große Wiesen und jede Menge Sportplätze. Danach lernten wir unseren ,,tourist guide“ Ali kennen, der uns in den folgenden Tagen begleiten sollte. Heute standen Asansör (ein Aufzug und Aussichtsturm) und der Bazar an. Mit dem Aufzug, in dem Musik lief, waren wir dann oben auf dem Aussichtsturm angekommen, von wo man sehen konnte, wie krasse Unterschiede in der Bevölkerung herrschen. Von arm in einer ,,Strohhütte“ bis Millionär in einer 1000 m² Villa. Auf dem Bazar gab es wie erwartet unendlich viele Fake-Sachen. Erschreckenderweise konnten die meisten Verkäufer Deutsch und wir wurden von allen und jedem angequatscht, da sie alle wollten, dass wir bei ihnen etwas kauften. Den Abend verbrachten wir erneut in den Familien.

EPHESOS

Mittwoch:

Diesmal ging es schon früh los nach Ephesus mit Ali. Auf dem Weg dahin machten wir einen Abstecher zum Marienhaus, in dem Marias letzte Wohnstätte gewesen sein soll und wo sie letztendlich auch starb. Dort tranken wir aus Brunnen für Glück, Liebe, Geld und Weisheit. Einen weiteren Zwischenstopp legten wir bei einem der sieben Weltwunder der Antike, dem Artemistempel, ein, von dem jedoch nur noch eine Säule steht. Nach weiteren 15 Minuten kamen wir dann in Ephesus an. Die Stadt ist erstaunlicherweise nach all den Jahrhunderten noch ziemlich gut erhalten. Ali erzählte einiges Interessantes über die Stadt an sich, z.B. wer dort gelebt hatte, und zeigte uns die Reste der berühmten Bibliothek und das Amphitheater.


Nachdem wir nun alle sehr geschafft waren und Hunger hatten, gingen wir mit Ali essen.

Donnerstag:

In der Früh ging es zuerst einmal ins Schwimmbad der Schule. Danach arbeiteten wir zusammen am Deutsch-Türkischen-Kochbuch, was wir allerdings bis heute immer noch nicht bekommen haben. Um 12 Uhr gab es dann Mittagessen in der Schulkantine, worauf eine Einführung in die türkische Kunstmalerei Ebru folgte, die uns lustiger weise von einer Türkin namens Ebru erklärt wurde. Nun ging es mit unseren türkischen Freunden ins deutsche Konsulat in Izmir. Der Konsul unterhielt sich mit uns und zum Schluss gab es dann noch Krapfen – es war der Unsinnige Donnerstag. Danach gingen wir alle zusammen shoppen. Jedoch entsprachen die Geschäfte nicht ganz unserer Preisklasse. Schon am Eingang mussten wir durch eine Sicherheitsschranke laufen.

Am Konsulat

Freitag:

Heute ging es zu einer Ausgrabungsstätte neben der Schule, an dem 8000 Jahre alte Überreste einer Siedlung gefunden worden waren, unter anderem mit Grabstätten. Anschließend wurden wir in Lendenschürzen gesteckt und begaben uns auf eine Zeitreise 8000 Jahre in die Vergangenheit. Nachdem wir unsere Handys ausschalten mussten, damit es möglichst realistisch war, buken wir Bort, bekamen Kriegsbemalungen, bastelten Muschelketten, kochten Hartweizen-Suppe, die wir später mit Granatapfelsaft und dem Bort verspeisten. Nach dem Mahl kehrten wir in die Gegenwart zurück. Nach dem Unterricht sang die ganze Schule die türkische Nationalhymne, was das Zusammengehörigkeitsgefühl steigern sollte.

Samstag:

Das Wochenende verbrachten wir mit unseren Austauschschülern bzw. deren Familien mit shoppen, Kino, Firmen der Eltern besuchen, etc.

Am Sonntag ging es schon sehr früh zum Flughafen, wo wir uns tränenreich von unseren Austauschschülern verabschiedeten.


Alina Martin, Elise Puchta, 9. Klasse