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Abenteuer Türkei

Am Sonntag sollte es also losgehen. Abenteuerlustig standen wir, mit Sommersachen & Gastgeschenken vollgepacktem Gepäck, am 6. Juni am Nürnberger Flughafen. Unsere im Ganzen angenehme Reise endete dann am Abend mit der Begrüßung durch unsere Gastfamilien, die wegen der Verspätung länger auf uns warten mussten. Danach verstreuten wir uns in ganz Izmir, um entweder bei einem türkischen Essen willkommen geheißen zu werden oder mal ganz spontan bei Burger King vorbeizuschauen.

In gemütlichen Schulbussen und begleitet von neugierigen Blicken (da wir als einzige keine Schuluniform trugen) ging es am nächsten Tag- dem Montag in die Isikkent Schule zu einem leckeren Frühstück. Zwar haben wir das Mischen des Tees nicht wirklich verstanden, aber die Türken haben uns ja liebevoll versorgt. Darauf folgte eine Einführung in das türkische Schulsystem durch Kamil Bey, den Leiter der High School, und eine sehr interessante Schulbesichtigung, die glatt neidisch machen könnte.

Der Nachmittag begann mit der Fahrt mit einem alten Aufzug (Asansör), der zwei Stadtviertel von Izmir verbindet, und einer kleinen Stadtführung, bei der wir einen kurzen Halt am Meer machten und den berühmten Uhrenturm bewunderten; und das trotz Müdigkeit. Daraufhin wurde der traditionelle Basar von Kemeralti von uns durchstöbert und wir mussten uns leider über den unangemessenen Verkauf von lebenden Tieren und das häufig zu junge Alter der Verkäufer wundern.

Doch es war eine ganz neue Art des Shoppens und einfach nur aufregend anders. Für das perfekte Ende des Tages sorgte der Willkommensabend mit viel türkischem Essen. Also schlugen wir uns die Bäuche voll, obwohl man nicht wusste, ob man sich auf das Essen oder die Musikeinlage konzentrieren sollte.

Am Dienstag stand Ephesos auf dem Besichtigungsplan. Vor Ephesus wurden wir schon gewarnt. Zu heiß, so viel Laufen... Doch zunächst ging es mit dem Bus auf einen Berg, wo wir den Wallfahrtsort der Jungfrau Maria besuchten und uns entscheiden mussten, aus welcher Quelle (Liebe, Gesundheit, Geld) wir trinken. Aber davor ärgerten wir uns über die Damen, die sich zwei Flaschen füllten um ihren Freundinnen etwas „Liebe" mitzubringen. Ephesus war bei leichter Bewölkung nicht ganz so anstrengend, aber interessant. Den Rest des Tages verbrachten die meisten mit Shopping oder mit der Familie, in der sich die Omas mit Vorliebe auf türkisch mit uns unterhielten.

Den Mittwoch verbrachten wir fast ganz in der Schule. Abgesehen von einer Unterrichtsstunde hatten wir die freie Wahl in dem, was wir machen möchten. Das Schwimmbad war am beliebtesten, doch die Sporthalle war auch nicht
schlecht. In der Schule war eigentlich für jeden was dabei. Von Tieren über Fernsehschauen bis zu Computer spielen....

Am Donnerstag ging es von Izmir etwa 80 Kilometer in den Badeort Çeşme, auf das haben wir uns alle gefreut. Sonne, Strand und Meer. Aber erst chillten wir uns durch eine Shoppingstraße und aßen dann am Meer Kumru, eine Spezialität, die auch wirklich gut war. Ein Stück weiter lag dann auch schon der Strand. Er war wundervoll, nicht überlaufen und das Meer war  türkis. Gut, das Duschen war etwas problematisch durch das Tröpfeln aus dem Duschkopf, aber das störte uns wenig, obwohl der Sand richtig hartnäckig war. Das mit der Sonne war so eine Sache, manche kamen ganz ungeschoren davon, andere waren rot wie eine Tomate.

Der Freitag begann mit einer Keramik-Stunde, die damit endete, dass jeder sein „Kunstwerk“ zu einem Batzen formte und den kleinen Batzen auf einen großen Batzen draufklatschte. Etwas frustriert waren wir schon, aber das änderte sich schnell, da wir danach in eine riesige Einkaufspassage (das Forum Bornova) fuhren. Am Abend gab es eine langersehnte Feier in der Schule, die Pearl Night, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob die Party von Barbaros, einem türkischen Austauschschüler, nicht noch ersehnter war. Viele flüchteten schon am Anfang der Pearl Night auf die Party, von deren Verlauf ich nicht ausführlich erzählen werde. Der Samstag wurde in den Familien unterschiedlich gestaltet. Jedoch waren die meisten Schüler müde und zu größeren Unternehmungen nicht richtig fähig. Zum Essen gehen hat es jedoch meistens noch gereicht.

Und schnell war die Woche am Sonntag auch schon wieder vorbei. Etwas froh waren wir schon, aber vermisst haben wir Izmir auch, als wir im Flugzeug saßen. Der Flug war sehr angenehm und der Empfang durch die Familien natürlich wunderschön.

Andrea Mlnarik, 9.Klasse