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Vendredi, 01.10.2010 – Le collège et l’accrobanche

Nachdem wir am Donnerstag eine 13-stündige Busfahrt und anfängliche Schwieriegkeiten überwunden hatten, fuhren wir am Freitag morgen mit unseren Corres zur Schule. Ob mit dem Bus, dem Auto oder „à pied“, um 8 Uhr trafen wir uns in der Schule. Während die Franzosen also über ihren Schulbüchern saßen, wurden wir durch eine Schulführung (natürlich auf Französisch) mit dem gerade einmal drei Jahre alten Collège Jean-Jaques-Roussau mehr oder weniger vertraut gemacht. Bis zum gemeinsamen Mittagessen „à la cantine“ mussten wir uns durch zwei französische Unterrichtsstunden kämpfen, die trotz der Bemühungen der sehr freundlichen französischen Lehrer größtenteils unverständlich waren. Als Mittagessen wurde uns in der riesigen Mensa ein komplettes Menü aus wahlweise einer Vorspeise oder einem Salat, einem Hauptmenü und einem Dessert serviert. Nachdem wir (das heißt, hauptsächlich die Jungen) noch ein weinig gebolzt hatten, ging es im Bus mit den Franzosen in den Klettergarten. Der Bus hielt an einem kleinen Hügel, den wir erklimmen mussten, um uns danach noch durch Unterholz zu kämpfen. Dann, endlich waren wir am Klettergarten. Wir teilten uns nach Erfahrung in Gruppen ein und nach einer französisch-deutschen Einweisung des Besitzers persönlich durften wir losklettern. Die in den Bäumen hängenden Parcours waren in unterschiedliche

Schwierigkeitsstufen gegliedert. Beim recht einfachen Tarzan-Parcours musste man sich (natürlich gesichert) an einem Seil in ein Netz schwingen und sich dann dort festhalten. Ein anderer Parcours („ Le parcours bleu „) bestand aus verschiedenen Netz-, Holz-, und Seilbahnelementen, die es zu bewältigen galt. Man musste sich über Abgründe hangeln und, in Netze stürzen oder von einem Holzbrett zum anderen hüpfen. So, oder so ähnlich waren alle Wege durch die Kronen der Bäume aufgebaut. Als jeder bereits zum zweiten Mal in den Bäumen hing, fing es zu unser aller Bestürzung zu regnen an. Das machte es nicht gerade einfacher, da man nun auch noch mit dem Problem kämpfen musste, dass das Holz und Metall rutschig waren. Nach weiteren zehn Minuten hatten wir dann das Gefühl, die Sintflut müsse einsetzen. Doch wir kletterten unerbittlich weiter. Alle Parcours wurden eifrig beklettert, außer der schwierigste, der „Parcours noir“. Den schafften nur einige von uns. Wer partout nicht mehr wollte, konnte sich bei den Lehrern einen kleinen Snack und etwas zu trinken holen und später auch bereits zum Bus zurück gehen. Nach und nach trudelten alle klitschnassen Kletterer wieder ein, was den Bus natürlich auch durchnässte (nicht sehr zur Freude unseren Busfahrers Oskar, oder auch „Ossi“). Wir wurden wieder zurück zu Schule kutschiert, verabschiedeten uns von unseren deutschen Freunden und Freundinnen, von den französischen Corres, fuhren mit dem jeweiligen Austauschpartner in unsere Gastfamilien und freuten uns schon auf den nächsten Tag.


Sandra und Rachel.