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Gelungener Schüleraustausch der 8. Klassen mit Rouen – Darnétal

Gleich zu Beginn des Schuljahres machten sich 23 SchülerInnen der neu gemischten 8. Klassen wieder in die Ferne auf, zu unseren Nachbarn nach Frankreich oder um genau zu sein, in die Normandie. Nach einer sehr langen Fahrt standen sich dann die französischen und deutschen corres / Partner in der Eingangshalle gegenüber. Ein spannender und lustiger Moment, denn nicht alle erkannten sich gleich. Soviel zu der Aussagekraft von Fotos!

Madame Cinquin, die engagierte französische Kollegin hatte uns ein interessantes Programm erstellt, d.h. ab dem nächsten Tag ging es an das Kennenlernen. Kennenlernen des quasi nagelneuen Collège Jean-Jacques Rousseau, des Unterrichts, des französischen Kantinenessens, des Fußballplatzes auf dem Schulhof (Am liebsten bei Regen! Tja, unsere Jungs waren hart im Nehmen und eindeutig die besseren Fußballspieler!), Kennenlernen des Klettergartens, von Rouen und sogar Paris, dem Highlight des Austausches, allerdings mit einem Wermutstropfen: Der Eiffelturm konnte wegen Anschlagswarnung nicht besichtigt werden. Aber Montmartre und Sacré-Coeur gefielen uns auch! Am letzten Tag hatte Petrus ein Einsehen mit uns und ließ uns die normannische Küste bei Sonne erleben. Das sehr hübsche Strandstädtchen Honfleur und die berühmten Kreidefelsen von Etretat begeisterten uns, das Meer hatte aber die stärkste Anziehungskraft und so konnten wir, Frau Möckel und Frau Zehentmeier, unsere Schüler nicht mehr bremsen als es in Sicht kam. Hinein in die Fluten – na ja, bis zum Knie - angesichts der eisigen Wassertemperaturen! Am Schluss waren wir uns einig, dass wohl doch dieser Tag der Höhepunkt der Fahrt gewesen war. Klar müssen wir wieder hin! Erstens, um die normannischen Kühe, Apfelbäume und Städte einmal bei Sonne zu erleben und zweitens, weil wir gemerkt haben, dass unser Französisch zwar gut (die Franzosen waren recht angetan von den Sprachkenntnissen unserer Schüler), aber durchaus noch nicht perfekt war. A une autre fois, alors! Auf ein Neues in zwei Jahren!


Petra Zehentmeier (OStRin)


Weitere Berichte:

Le collège et l’accrobanche

Vendredi, 01.10.2010 – Le collège et l’accrobanche

Nachdem wir am Donnerstag eine 13-stündige Busfahrt und anfängliche Schwieriegkeiten überwunden hatten, fuhren wir am Freitag morgen mit unseren Corres zur Schule. Ob mit dem Bus, dem Auto oder „à pied“, um 8 Uhr trafen wir uns in der Schule. Während die Franzosen also über ihren Schulbüchern saßen, wurden wir durch eine Schulführung (natürlich auf Französisch) mit dem gerade einmal drei Jahre alten Collège Jean-Jaques-Roussau mehr oder weniger vertraut gemacht. Bis zum gemeinsamen Mittagessen „à la cantine“ mussten wir uns durch zwei französische Unterrichtsstunden kämpfen, die trotz der Bemühungen der sehr freundlichen französischen Lehrer größtenteils unverständlich waren. Als Mittagessen wurde uns in der riesigen Mensa ein komplettes Menü aus wahlweise einer Vorspeise oder einem Salat, einem Hauptmenü und einem Dessert serviert. Nachdem wir (das heißt, hauptsächlich die Jungen) noch ein weinig gebolzt hatten, ging es im Bus mit den Franzosen in den Klettergarten. Der Bus hielt an einem kleinen Hügel, den wir erklimmen mussten, um uns danach noch durch Unterholz zu kämpfen. Dann, endlich waren wir am Klettergarten. Wir teilten uns nach Erfahrung in Gruppen ein und nach einer französisch-deutschen Einweisung des Besitzers persönlich durften wir losklettern. Die in den Bäumen hängenden Parcours waren in unterschiedliche

Schwierigkeitsstufen gegliedert. Beim recht einfachen Tarzan-Parcours musste man sich (natürlich gesichert) an einem Seil in ein Netz schwingen und sich dann dort festhalten. Ein anderer Parcours („ Le parcours bleu „) bestand aus verschiedenen Netz-, Holz-, und Seilbahnelementen, die es zu bewältigen galt. Man musste sich über Abgründe hangeln und, in Netze stürzen oder von einem Holzbrett zum anderen hüpfen. So, oder so ähnlich waren alle Wege durch die Kronen der Bäume aufgebaut. Als jeder bereits zum zweiten Mal in den Bäumen hing, fing es zu unser aller Bestürzung zu regnen an. Das machte es nicht gerade einfacher, da man nun auch noch mit dem Problem kämpfen musste, dass das Holz und Metall rutschig waren. Nach weiteren zehn Minuten hatten wir dann das Gefühl, die Sintflut müsse einsetzen. Doch wir kletterten unerbittlich weiter. Alle Parcours wurden eifrig beklettert, außer der schwierigste, der „Parcours noir“. Den schafften nur einige von uns. Wer partout nicht mehr wollte, konnte sich bei den Lehrern einen kleinen Snack und etwas zu trinken holen und später auch bereits zum Bus zurück gehen. Nach und nach trudelten alle klitschnassen Kletterer wieder ein, was den Bus natürlich auch durchnässte (nicht sehr zur Freude unseren Busfahrers Oskar, oder auch „Ossi“). Wir wurden wieder zurück zu Schule kutschiert, verabschiedeten uns von unseren deutschen Freunden und Freundinnen, von den französischen Corres, fuhren mit dem jeweiligen Austauschpartner in unsere Gastfamilien und freuten uns schon auf den nächsten Tag.


Sandra und Rachel.

Tag am Meer

Tag am Meer

Nachdem wir uns um 8 Uhr morgens am Collège Jean-Jaques Rousseau getroffen hatten und uns von unseren Austauchpartnern verabschiedet hatten, fuhren wir mit unserem Bus los. Es war sozusagen der letzte Tag für uns in Frankreich, da wir am nächsten Morgen zurück nach Deutschland fahren sollten. Mit von der Partie waren an diesem Donnerstag also wir, die deutschen Schüler, unsere Lehrerinnen, Frau Zehentmeier und Frau Möckel, und natürlich Ossi, unser netter Busfahrer.
Nach einer eineinhalbstündigen Fahrt kamen wir schließlich in Honfleur an.
Honfleur ist eine kleine Hafenstadt, liegt an der normannischen Küste und man kann von dort aus sehen wie die Seine bei Le Havre in den Atlantik (Ärmelkanal) mündet.
Dort steht eine ganz außergewöhnliche Kirche, die komplett aus Holz im Jahre 1430 erbaut worden war (kurz nach dem Hundertjährigen Krieg)und - ein Wunder - noch nicht verbrannt ist. Bleibt die Frage, wieso aus Holz? Zu dieser Zeit war Stein so teuer, dass man beschloss mit Holz zu bauen. Die Kirche besteht aus zwei Schiffen. Das erste Schiff ist der ältere Teil, danach wurde in einem sicherem Abstand der Glockenturm errichtet. Im sechzehnten Jahrhundert wurde dann das zweite Schiff errichtet.


Nachdem wir ausgestiegen waren, erklärten uns die Lehrerinnen wo wir uns befanden und erzählten uns ein bisschen etwas von Honfleur. Wir machten ein paar Fotos und liefen danach zur Holzkirche (Église Sainte-Catherine). Anschließend liefen wir einen Berg hoch, von dem man eine schöne Aussicht auf Honfleur und vorallem darauf hatte, wie die Seine in den Atlantik mündet. Dort auf dem Berg stand auch eine schöne Kapelle(Chapelle Notre-Dame de Grâce).
Auf dem Berg haben wir kurz die Aussicht genossen und sind wieder runtergelaufen. Unten angekommen gaben und die Lehrer eine Dreiviertelstunde Freizeit. Jeder nutzte die Zeit, um sich was Leckeres zu Essen zu kaufen und natürlich auch ein paar Souvenirs für Zuhause.
Nachdem wir uns wiedergetroffen hatten, stiegen wir in unseren Bus ein und fuhren los. Die Fahrt ging nach Étretat.
Aber bevor wir dort ankamen, fuhren wir über den bekannten "Le pont de Normandie". Die Brücke der Normandie ist eine Schrägseilbrücke, die mit 856m die größte Spannweite Europas besitzt. Sie überquert die Seinemündung und verbindet Le Havre (Haute-Normandie) auf dem rechten Ufer im Norden mit Honfleur (Basse-Normandie) auf dem linken Ufer im Süden. Die Brücke wurde in den Jahren 1988 bis 1994 gebaut.
Étretat ist ein französisches Seebad und vor allem bekannt durch die "Elefantenfelsen", die oft schon von bekannten Künstlern gemalt worden sind.
Als wir alle am Strand waren, waren wir überwältigt von dieser Schönheit. Es war ein Kieselstrand. Kaum angekommen, zogen alle ihre Schuhe aus und liefen mit den Füßen ins Wasser.Wir hatten bei all diesem Spaß die Zeit vergessen und fuhren danach mit einem strahlendem Gesicht wieder zurück zu unseren Gastfamilien. Das war ein wunderbarer letzter Tag, endlich auch bei Sonne!!!!

von Margarita & Michelle.

 
 
 
 
 
 

Wort des Tages

Wort des Tages

Was wir im Realitätstest des Frankreichaustausches an interessanten Wörtern gelernt haben

Oeuf de Pâques,

Osterei, weil ich mit der Mütze, die ich mir gekauft hatte, aussah wie ein Osterei

Des moustiques,

weil überall im Zimmer Stechmücken waren

Dépendant,

weil Tim immer an der Konsole hing


Accrobranche,

weil es im Klettergarten so schön war!

Schlinguer,

müffeln, weil es das ab und zu tat

La foire à tout,

weil wir zum Flohmarkt gingen

Faire du ricochet,

weil wir Steine auf dem Wasser springen ließen

Connard,

weil man auch mal jemanden beschimpfen muss (Blödmann, Arsch)

Le pain d’épice,

weil ich die Lebkuchen in meine Familie mitbrachte

La manifestation,

weil es dauern Streiks um die Rentenerhöhung auf 62 Jahre gab, als wir in Darnétal waren

Le timbre,

weil ich natürlich Briefmarken brauchte

Le trottoir,

weil man doch wieder mal merkt, wieviele französische Wörter ins Deutsche übernommen wurden

Les raleurs,

weil immer Leute etwas zu nörgeln / meckern haben

Amoureux,

weil alle französischen Mädels auf Tilman standen

Contrôle de police,

weil wir in Paris doch tatsächlich aufgrund der verschärften Sicherheitskontrollen angehalten und gar nicht freundlich behandelt wurden and der Conciergerie

La banane,

weil das nicht nur eine Obstsorte, sondern auch eine praktische Bauchtasche für Ausflüge ist

Vomir,

sich übergeben, weil das in den ersten Tagen unseres Aufenthaltes ein Hauptproblem einiger deutscher Schüler war

Faire des courses,

weil wir trotz des vollen Programms noch einmal Zeit zum Shoppen fanden

Ouistiti,

weil die Franzosen eben nicht „smile“ sagen und wir dabei einen so gutgelaunten Lachmund bekamen. Genau genommen ist das ein Pinselaffe bzw. im übertragenen Sinn ein „komischer Vogel“, un drôle de ouistiti

A tes souhaits,

Gesundheit!!!, weil „unsere Kranken“ verstärkt durch das Regenwetter soviel niesen mussten

L’infirmière,

weil in französischen Schulen eine Krankenschwester fest arbeitet und es ein Krankenzimmer für „leidende“ Schüler gibt

La discipline,

weil die Schüler an französischen Schulen viel disziplinierter sein müssen

L’éléphant,

weil uns die besonderen Kalksteinfelsen in Etretat an einen Elefantenkopf erinnerten

Dommage,

weil es so schade war, wieder zu fahren ……..



…. Und noch einige andere jugendgefährdende Wörter, die hier nicht wiedergegeben werden!