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China-Austausch 2013

Als ich am Flughafen stand, war ich so sehr aufgeregt. Ich hatte tausend Fragen. Wie wird meine Gastfamilie sein? Wo werde ich wohnen? Was werde ich alles erleben? Nach 18 Stunden Reise und am anderen Ende dieses Kontinents bekam ich die Antworten.

Vor dem Flughafen in Qingdao war es bereits stockdunkel als wir ankamen, obwohl es erst 6 Uhr war. Ein kleiner Minibus sollte uns in unsere Gastschule bringen. Ungeduldig fuhren wir also durch die nächtliche Stadt, ein Meer aus bunten Lichtern, in unser Abenteuer.

Den ersten Eindruck, den ich von meiner Gastfamilie hatte, war sehr positiv. Alle waren unglaublich lieb und zuvorkommend. Ich schlief in einer sehr kleinen aber sauberen Wohnung. Meine Familie ließ nichts ungetan, um mich wie einen Ehrengast zu behandeln.

Als ich das erste Mal den Schulcampus sah, fiel ich aus allen Wolken. Mich faszinierte diese unglaubliche Größe! Wer hätte gedacht, dass sich hinter diesen Mauern mitten in der Stadt ein derartiges Schulmonster verbirgt? Der Montagmorgenapell spiegelte das wieder, was ich mir unter chinesischer Disziplin vorgestellt hatte. Zweitausend Schüler. Totenstille. Feierlich wurde die chinesische Flagge gehisst. Dieses Szenario: Bei uns undenkbar.

Ich habe so viele Eindrücke von dem Alltagsleben eines chinesischen Schülers bekommen, dass ich Tag für Tag tot in mein Bett gekippt bin. Chinesische Schreibkunst, Kung Fu, Tai Chi, einen chinesischen Basar. Alles das, durfte ich ausprobieren und erleben. Diese Aufzählungen würden allerdings zu lang werden, um alles auflisten zu können…

An unserem letzten Abend in Qingdao wurde uns allen bitter bewusst, was wir hinter und lassen würden. Es gab tolle Tanz-, Gesangs-, Instrumental-, vorstellungen zu unseren Ehren und auch wir gaben mit unseren Beiträgen unser Bestes, um neben so vielen kleinen Talenten nicht schlecht auszusehen. Nach einem tränenreichen Abschied (wir wussten ja, dass wir unsere Chinesen wiedersehen würden, aber trotzdem!) steuerten wir also unser nächstes Ziel an. Peking.

Es grenzt an ein Wunder, dass wir Peking nicht bis nach Nürnberg hören! Das Erste was mir nämlich aufgefallen ist, war das ständige und laute Gehupe. Gleich danach der Smog. Wir hatten Tage, an denen wir direkt in die Sonne schauen konnten. Einige Male mussten wir Sie ernsthaft suchen. Als wir gelandet sind, hieß es raus aus dem Flieger und rein in den Bus. Dann kamen die Sehenswürdigkeiten. Eine nach der Anderen. Zwischendurch immer ein Restaurantbesuch. Ich muss sagen, dass was mich an Peking am meisten fasziniert hat, war die Geschäftigkeit. Dagegen kommt die Verbotene Stadt eher mäßig weg. Am zweiten Tag besuchten wir eine Kung Fu Show. In meinem ganzen Leben, war ich noch nie in einem so tollen Theaterstück. Die Athleten haben Kunststücke auf die Bühne gebracht, die meine Kiefermuskulatur außer Betrieb gesetzt haben. Nach dieser Vorführung, wusste ich, dass sich schon dafür diese Reise gelohnt hatte!

An unserem letzten Tag besuchten wir die chinesische Mauer. Naja, einen nachkonstruierten Teil davon. Stufe für Stufe (Abstände beliebig!), kämpften wir uns auf den höchsten Aussichtsturm, oder zumindest die Unternehmungslustigsten von uns. Oben angekommen wusste ich, dass ich eine derartige Reise mit all ihren schönen Momenten, aber auch kommunikativen Misverständnissen und den komischen Momenten kein zweites Mal erleben würde.

Mara Ludescher, 10c