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China-Bericht '09- eine aufregende Reise

Freitag, 23.10.09:

Jetzt geht’s loooos!!! China wir kommen!!!

Während unsere Mitschüler in ihrer dritten Stunde an diesem Freitag sitzen und fleißig lernen, treffen wir uns mit Frau Moldovan am Rathenauplatz, um dann gemeinsam zum Flughafen zu fahren.

So fing unser gemeinsamer „Trip to China“ an.

Dort angekommen, warteten auch schon Herr Dr. Steuer und Herr Peschel mit einigen anderen von uns am Flughafen. Nachdem wir das Einchecken und das Warten am Gate überstanden hatten, durften wir endlich unsere erste Etappe nach China antreten. In Frankfurt gelandet, mussten wir, dank einiger Komplikationen am Flughafen, leider einige Zeit verstreichen lassen ohne dass wir auch nur 1 km näher an unser Ziel gekommen wären. Wir starteten um ca. 17.20 Uhr, um dann nach 9 Stunden Flug endlich in Peking zu landen.

Samstag,24.10.09:

Wir sind in China!!!

Wir konnten es fast noch gar nicht fassen!! Ein bisschen verschlafen und zerzaust stiegen wir aus der großen Maschine. Dann mussten wir auch gleich durch die tollen Temperaturkontrollen - es hätte ja sein können, dass wir die Schweinegrippe aus Deutschland mitbringen. Den Koffer neu eingecheckt und auch schon ein wenig Geld gewechselt machten wir uns mit einer kleinen Bahn auf zur anderen Seite des Pekinger Flughafens, um dann noch ein wenig Zeit zum Schlafen, Indiaca spielen oder Ähnlichem zu nutzen. Unsere letzte Etappe nach Qingdao verging im wahrsten Sinne des  Wortes wie im Flug und wir waren endlich da!!  Voller Vorfreude holten wir unsere Koffer und machten uns auf den Weg hinaus aus dem Flughafen. In der Eingangshalle des Flughafens angekommen, wurden wir sehr herzlich von zwei Lehrern unserer Partnerschule empfangen. Nach den ersten Fotos fuhren wir mit einem kleinen Bus zur Qingdao No.58 Middle School, unsere Partnerschule. Wir kamen uns wie irgendwelche Promis oder berühmte Persönlichkeiten vor, als wir an der Schule vorfuhren. Unsere Austauschpartner standen vor der Schule und klatschten für unseren Empfang, während wir einfuhren. Wir stiegen aus dem Bus und wussten erst einmal nicht, was denn da eigentlich vorging. Doch es ging alles so schnell, dass wir, bevor wir uns versehen hatten, auch schon zusammen mit unseren Austauschpartnern in deren Autos saßen. Zu Hause bei den jeweiligen Gastfamilien verbrachte jeder von uns seinen ersten Abend in China mit seiner Familie anders. Die einen gingen erst einmal gleich ins Bett, andere aßen oder machten noch einen kleinen Spaziergang am Meer.

Sonntag, 25.20.09:

Es ist Wochenende und auch die Chinesen müssen am Sonntag nicht in die Schule. Somit verbrachte jeder seinen Sonntag mit der Gastfamilie woanders. Manche trafen sich, um gemeinsam auf einen Berg zu steigen, andere gingen zum Strand oder man durfte eine chinesische Hochzeit miterleben. Jeder von uns hatte andere Aktivitäten, die auf verschiedene Art und Weise große Erlebnisse waren und uns bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

Montag, 26.10.09:

Heute mussten wir alle sehr früh aufstehen, da wir zum ersten Mal mit unseren Partnern in die Schule gingen. Da Montagmorgen war, versammelte sich die ganze Schule auf dem großen Sportplatz, um die „Flag-Raising-Ceremony“ mit zu erleben. Äußerst diszipliniert standen die chinesischen SchülerInnen in zwei Blöcken, um den Reden über Vaterlandsliebe zu lauschen. Und auch wir standen mit unseren Austauschpartnern in Zweierreihen zusammen. Die ganze Zeremonie, die aus Reden und Flagge Hissen bestand, wurde von dem schuleigenen Fernsehen gefilmt, da es ja nicht alltäglich ist, dass deutsche SchülerInnen mit anwesend sind. Nach einem kurzen Zwischenfall, der einigen unserer Gruppe Bauchschmerzen verursachte, gingen unsere Austauschpartner in den Unterricht und wir wurden in einen Raum geführt, der für unsere Zeit in China unser Aufenthaltsraum wurde.

Dort wurden wir von dem Direktor der No.58 Middle School herzlich willkommen geheißen und bekamen jeder ein kleines Geschenk der Schule. Anschließend wurde uns die Schule gezeigt, die wesentlich größer ist als unsere. Neben Chemieräumen, interessanten Geographieräumen, großen Klassenzimmern, in denen ca. 60 SchülerInnen Platz haben müssen, sahen wir auch die große Mensa und die dazu gehörigen Küchen und sogar die Schlafräume der SchülerInnen, die in der Schule über die Woche wohnen und nur am Wochenende nach Hause kommen. Danach hatten wir Chinesisch-Unterricht, in dem wir ein paar Worte lernten wie zum Beispiel Ohr = bízi, und Kalligraphie-Unterricht, wo wir uns im Malen von Schriftzeichen versuchten. Beides hat uns sehr viel Spaß gemacht.

Um ca. 12 Uhr gab es dann Mittagessen, danach hatten wir unsere Mittagspause, die wir auf verschiedene Weise nutzten. Die einen tauschten Erlebnisse und Erfahrungen vom Wochenende aus und die anderen spielten mit ca. 15 Chinesen Indiaca und bauten Bekanntschaften aus. Anschließend durften wir uns beim Kung Fu sportlich betätigen, während uns die Chinesen schmunzelnd zuschauten. Außerdem hatten wir an diesem Tag noch die Möglichkeit, einige chinesische Instrumente kennen zu lernen und auch selber, unter Anleitung chinesischer SchülerInnen natürlich, zu spielen. Gegen 17.40 Uhr war dann der erste Schultag vorüber und wir wurden von unseren Austauschpartnern abgeholt. Den restlichen Abend verbrachten wir mit unseren Gastfamilien und waren schon auf den nächsten Tag gespannt.

Dienstag, 27.10.2009:

Am Dienstag trafen wir uns erst einmal in der Schule. Wie uns die Chinesen mitgeteilt hatten, wurde das Programm von Dienstag und Donnertag vertauscht, da Herr Peschel und Herr Dr. Steuer vom Schulleiter zum Wandern eingeladen worden waren und sonst unser „Get-together“ verpasst hätten. Also war heute die Tour durch Qingdao dran. Im Bus begann ich gleich, den anderen Snacks anzubieten, denn meine Gastfamilie war wohl der Meinung, ich könnte bis zum Mittagessen verhungern und hatte mir eine noch größere Tasche als am Montag mit interessanten „Leckerbissen“ voll gestopft. Unsere Stadtbesichtigungstour begann im deutschen Viertel. Wir liefen am Strand entlang und machten sehr viele Fotos. Weiter ging es mit einem interessanten Haus, in dem einmal ein deutscher Gouverneur gewohnt hatte. Es war sehr schön eingerichtet mit europäischen Möbeln der damaligen Zeit und gut erhalten. Beim Versuch, ein Gruppenbild vor dem Haus zu machen, nahmen einige Chinesen gleich die Gelegenheit wahr, um sich mit unserer Gruppe fotografieren zu lassen. Danach fuhren wir zum Fernsehturm, in dem wir ganz oben zu Mittag aßen. Man hatte einen fantastischen Ausblick über die Stadt und das Essen war auch sehr gut. Nach dem Mittagessen besuchten wir noch ein kleines Gässchen, in dem uns die seltsamsten Sachen angeboten wurden. Die meisten von uns verspürten dann auch gleich auf einmal den Drang, einen Spieß mit knusprig gegrillten Insekten zu probieren. Ich konnte mich nicht überwinden, aber die anderen versicherten mir, dass es ganz gut geschmeckt hätte. Danach schauten wir uns die Pier an und weil der Strand uns so gut gefallen hatte, fuhren wir noch einmal dorthin. Besonders auffällig an diesem Strand waren die vielen Brautpaare, die alle versuchten, die besten Plätze am Meer zu ergattern, um dort Hochzeitsfotos zu machen. Wir setzten uns einfach nur in den Sand oder spielten Indiaca. Zum Schluss fuhren wir noch zu dem Ort, wo die olympische Segelregatta ausgetragen wurde und schauten uns die riesige olympische Fackel an. Danach ging es zurück zur Schule, wo unsere Austauschschüler uns bereits erwarteten. Den Abend verbrachte jeder mit seiner Gastfamilie.

Mittwoch, 28.10.2009:

Am nächsten Tag trafen wir uns wieder in der Schule. Nach einer kurzen Wartezeit im Lehrerzimmer wurden wir in den Bus verfrachtet. Heute war Wandern angesagt! Deswegen fuhren wir zum Laoshan, einem bekannten Berg in China. Dort angekommen, stiegen wir in eine Seilbahn, die uns zu einem Plateau brachte. Dann ging es los mit dem Wandern – oder eher dem Treppensteigen. In China gibt es nämlich auf jedem Berg statt Wanderwege nur Treppen. Bereits nach den ersten Stufen waren die meisten schon sehr kaputt, aber letztendlich schafften es alle nach oben. Der Ausblick war toll! Oben angekommen liefen wir dann einen Rundweg und aßen dann auch irgendwann unser mitgebrachtes Mittagessen. Ein paar Fleißige haben übrigens gezählt, wie viele Stufen wir an diesem Tag gestiegen sind: 6805! Danach fuhren wir mit der Seilbahn wieder nach unten zum Parkplatz und mit dem Bus zurück zur Schule.

Donnerstag, 29.10.2009:

Am folgenden Tag hatten wir in der Schule Kunstunterricht. Die Lehrerin zeigte uns, wie man ein Eichhörnchen und einen Panda malt. Unsere Ergebnisse ließen leider eher zu wünschen übrig. Daraufhin hatten wir noch einmal Chinesischunterricht, und unsere Lehrerinnen dachten sich chinesische Namen für jeden von uns aus.

Anschließend hatten wir Zeit, für unser Get-together zu proben. Während der Probe kamen auch Herr Peschel und und Herr Dr. Steuer wieder. Am Abend fand dann das Get-together in unserer Partnerschule statt. Sina und Kathi zeigten eine Präsentation über Nürnberg, wir sange und spielten ein kurzes selbst ausgedachtes Theaterstück. Die Chinesen zeigten unter anderem einen Fächertanz, eine Kung Fu Vorführung und Hip Hop Tänze. Danach ging jeder zu seiner Gastfamilie nach Hause.

Freitag, 30.10.2009:

Am Freitag fuhren wir, wie jeden Tag, morgens zuerst in die Schule und haben, bevor wir mit dem Bus unsere Lehrer vom Hotel abholten, auf dem Sportplatz Basketball gespielt. Zusammen mit unseren Lehrern fuhren wir dann zu einer Brauerei und nahmen dort an einer Führung durch ein Neben- und das Hauptgebäude teil.

Besonderen Spaß hatten wir in einem speziellen Raum, in dem man das Gefühl bekommt, betrunken zu sein. Am Ende durften wir alle noch das „Tsingtao Bier“ probieren.

Danach fuhren wir zu einer Passage mit Illiusionsmalerei. Die Gestaltung war nämlich so gehalten, dass man das Gefühl hatte, sich in Freiluft aufzuhalten.
Während des Mittagessens in einem kleinen Restaurant fanden wir auf einem Teller eine Made, die dann nach anfänglichem Eckel von zwei Schülerinnen auch gleich verspeist wurde.

Nach dem leckeren Essen hatten wir 2,5 Stunden Zeit in einem sehr großen Kaufhaus zu shoppen. An den Ständen diskutierten wir heftig mit den Verkäufern um die Preise. Insgesamt waren die Shoppingtouren sehr erfolgreich. Nachdem wir unsere Lehrer im Hotel wieder abgeliefert hatten, fuhren wir in die Schule zurück, wo wir dann von unseren Gastfamilien abgeholt wurden und zusammen mit allen anderen in ein Restaurant fuhren. Dort trafen wir unsere Lehrer wieder und hatten auch neben dem Essen sehr viel Spaß…

Samstag, 31.10.2009:

Am nächsten Morgen trafen sich alle mit Gepäck und Austauschpartner im Theaterraum der Schule, wo sich noch einmal alle von unseren chinesischen Freunden verabschieden konnten.

Im Bus ging es dann zum Flughafen und von dort zurück nach Peking, wo uns noch 3 Tage Aufenthalt erwarteten. Anschließend aßen wir auch gleich zu Mittag.

Danach fuhren wir durch Peking und besuchten den „Temple of heaven“ und das Stadion „Bird`s nest“, die einen bleibenden Eindruck bei uns hinterließen. Nach diesem Besuch kamen wir endlich ins Hotel zurück und aßen nach  einem kurzen Aufenthalt auf den Zimmern in einem kleinen, sehr gewöhnungsbedürftigen Restaurant zu Abend.

Zunächst konnten wir dann ein bisschen Zeit auf dem Zimmern verbringen, während wir auf den Schneider warteten, der unsere chinesischen Kleider und Oberteile anfertigen sollte.

Jedoch zog sich das Warten bis spät in die Nacht und als der Schneider endlich da war, wurde noch viel über Stoffe, Farben und Schnittmuster diskutiert, bis wir endlich zum Schlafen in unsere Betten kamen.

Sonntag, 1.11.2009:

Heute mussten wir früh aufstehen und nach einer kurzen Busfahrt die chinesische Mauer bei starkem Schneefall und Kälte besteigen. Die Gelegenheit zu einer Schneeballschlacht zwischen dem Erklimmen der steilen Treppen wurde von uns natürlich sofort genutzt.

Trotz der beeindruckenden Aussicht auf der Mauer kamen wir völlig erfroren und durchnässt am Bus an, mit dem wir dann zu einem sehr leckeren Mittagessen fuhren.

Hierauf folgten nun zwei weitere Shoppingtouren. Zunächst wurde, wenn nötig, noch Geld gewechselt und dann hatten wir in 2 verschiedenen Kaufhäusern noch einmal jeweils zwei Stunden Zeit, um einzukaufen.

Etwas erschöpft von dem vielen Herumlaufen ging es dann zum Abendessen und zurück ins Hotel. Im Hotel wurden sehr viele Karten an Familie und Freunde geschrieben. Es folgte eine wieder sehr lange Wartezeit auf den Schneider, der etwas zu spät kam, um dann die halbfertigen Kleidungsstücke anzupassen und evtl. noch Änderungen vorzunehmen. Und jetzt ab ins Bett!

Montag, 2.11.2009:

Noch müde vom Vorabend standen wir auf, um uns mit dem Rest der Mannschaft in der Lobby zu treffen.

Ominöserweise wurde, während sich alle in ihren Zimmern fertig machten, eine Schülerin von einem Mitschüler, der sich mit einer Tüte Schnee bewaffnet Zugang zu ihrem Zimmer verschaffte, überfallen und auf unmenschliche Art und Weise von ihm eingeseift.

Während dieses Vorgehens stand die Mitbewohnerin des Zimmers untätig, aber Zähne putzend, herum.

Anschließend fuhren wir mit dem Bus zum Sommerpalast und besichtigten diesen ausgiebig, woraufhin wir in Richtung verbotene Stadt aufbrachen. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch den Platz des himmlischen Friedens, wo wir auch zu Mittag aßen.

Jetzt ging es weiter zur verbotenen Stadt, deren zahlreiche Höfe wir intensiv besichtigten.

Zu Abend aßen wir in einem sehr guten Pekinger Restaurant, in dem wir gezeigt bekamen, wie man eine Peking-Ente isst, was wir auch gleich selbst an einer schmackhaften Ente ausprobieren durften. Daraufhin fuhren wir in unser Hotel zurück und stellten uns auf eine längere Wartezeit ein, bis der Schneider ankommen würde.

Als er da war. folgte die letzte Anprobe und  Übergabe der Kleidungsstücke.

Dienstag, 3.11.2009:

Gleich nach dem Aufstehen fuhren wir mit gepackten Koffern zum Flughafen, wo unser Schneider kurz vor dem Einchecken noch zwei etwas verspätete Kleider nachlieferte.

Um 11.30 Uhr flogen wir nach Frankfurt los. Auf dem mehrstündigen Flug wurden einige Personen unserer Gruppe von Tränen überwältigt, während wir den ergreifenden Film „Die Frau des Zeitreisenden“ im Bordfernseher anschauten.

In Frankfurt kamen wir um ca. 14.45 Uhr deutscher Zeit an und hatten bis zum Start unseres Flugzeugs nach Nürnberg um 17.40 Uhr Aufenthalt.

In Nürnberg kamen wir um 18.30 Uhr mit etwas gemischten Gefühlen an. Natürlich waren wir alle froh, wieder zu Hause zu sein, doch trauerten wir auch unserer tollen und unvergesslichen Zeit in China ein bisschen hinterher….
Zum Glück wurden wir aber alle von unseren Familien und  Freunden am Flughafen schon sehnsüchtig erwartet!

Julia Funke, Katrin Scipio, Katharina Eichelsdörfer, Q 11