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China Austausch 2008/2009

Ni Hao!

Am 17.10.2008 war es wieder soweit: der China-Austausch zwischen dem Willstätter-Gymnasium Nürnberg und der Qingdao No.58 High School begann mit der Reise nach China. Das Interesse war dieses Jahr am Austausch höher als in den vorherigen Jahren, aber letztendlich wurden 15 SchülerInnen ausgewählt, die an diesem einzigartigem Erlebnis teilnehmen durften.

Wir waren 10 Mädchen und 5 Jungen aus der 10.,11. und 12. Klasse, die gespannt auf das Leben der Chinesen waren. Der Austausch dauerte insgesamt 10 Tage, davon verbrachten wir 7 Tage mit unseren Gastfamilien in Qingdao und die restlichen 3 Tage in Peking, wo wir die Großstadt näher kennen lernen durften.

Drei Schülerinnen berichten:

Sa

Samstag, der 19. Oktober 2008

Nach langer Anreise kamen wir endlich um 16:00 Uhr chinesischer Zeit in Qingdao am Flughafen an und wurden von zwei Lehrern herzlich empfangen. Die Ankunft wurde natürlich von einem schuleigenen Kameramann gefilmt! Wir wurden von Herrn Peschel zwar schon vorgewarnt, dass es so kommen würde, und die Lehrer hatten sich schon in weiser Voraussicht verabschiedet, doch niemand hätte erwartet, dass es so schnell gehen würde, dass wir nämlich sofort nach der Ankunft in der Schule von unseren Austauschpartnern und unseren Gasteltern ins Auto verfrachtet werden würden, um dann zu unserem neuen Zuhause für die nächste Woche zu fahren.

Ich wurde von beiden Elternteilen abgeholt und es war ein komisches Gefühl, im Auto zu sitzen und sich vorzustellen, dass ich eine Woche bei dieser Familie wohnen würde. Doch meine Gastfamilie war sehr bemüht, es mir so gemütlich wie möglich zu machen. Als wir da waren, wurde sofort das Essen von meiner Mutter gemacht und ich fing an, meinen Koffer auszupacken. Das Essen war echt lecker und ich hatte auch keine Probleme mit Stäbchen zu essen. Mein Vater erzählte mir dann, dass, wenn ein guter Freund zu Besuch kommt, man Nudeln macht und bei der Abreise Dumplings (Dumplings sind mit Gemüse oder Fleisch gefüllte Teigtaschen). Ich wurde dann gefragt, ob ich müde sei, und da ich im Flugzeug geschlafen hatte, war dies natürlich nicht der Fall, und meine Familie schlug vor, einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Ich hatte keine Ahnung wohin und es war auch schon dunkel draußen. Es wurde ein Taxi bestellt und nach 20-minütiger Fahrt stiegen wir aus. Qingdao bei Nacht war echt schön und es war auch nachts lebendig im Gegensatz zu deutschen Städten.

Viele alte Leute machten Tai Chi oder Dehnübungen. Wir guckten uns das Wahrzeichen des neuen Qingdaos an und mein Vater zeigte mir ein Regierungsgebäude, in dem er arbeitet.

So

Sonntag, der 20. Oktober 2008

Am nächsten Morgen sollte ich eigentlich um 8 Uhr aufstehen, doch ich war anscheinend müder als ich gedacht hatte und habe gleich mal verschlafen, da ich meinen Wecker überhört hatte. Meine Gasteltern ließen mich jedoch schlafen, bis ich schließlich von selbst irgendwann aufstand, und es war mir ganz peinlich, denn jeder wartete schon darauf, dass ich aufstehe. Die Oma war da und ich wurde rasch vorgestellt, frühstückte und ehe ich mich versah, saßen wir wieder im Taxi. Mit meiner Austauschpartnerin und ihrem Vater besichtigten wir jetzt Qingdao bei Tag: so das alte Pier, eine Einkaufspassage, den Bahnhof und den Strand.

Es war ein langer Tag, ich machte viele Bilder und nach dem Abendessen wurde mir ein lächelnd Wecker gegeben, damit ich nicht wieder verschlafe. Um 22:00 Uhr ging ich erschöpft von den Eindrücken des Tages ins Bett, während meine Austauschpartnerin noch Hausaufgaben machen musste, denn der nächste Tag sollte schon sehr früh beginnen.

Mo

Montag, der 21. Oktober 2008

Um 6:00 Uhr klingelte der Wecker und ich war sofort wach, denn ich hatte die Nacht wegen des Jet-Lags nicht so gut geschlafen und auch, weil ich mich auch darauf freute, die anderen aus meiner Schule wieder zu sehen, obwohl das Wochenende mit meiner Gastfamilie schön war.

Um 7 Uhr kamen wir bereits an der Schule an und meine Partnerin erklärte mir, dass montags immer um 7:10 Uhr die „Flag-Raising-Ceremony“ begann, die die Schulwoche einleiten sollte. Es wurden die Namen der besten SchülerInnen der letzten Woche vor allen SchülerInnen und LehrerInnen vorgelesen, eine Rede über Schule und Disziplin gehalten, die Nationalflagge gehisst und die Nationalhymne gesungen. Es war ein eigenartiges Gefühl zu sehen, wie sich alle Schüler in Reih und Glied stellten und dem zuhörten, was gesagt wurde.

Nach der Zeremonie gingen die Chinesen in ihren Unterricht und wir trafen uns mit unseren Lehrern im Lehrerzimmer, das uns für diese Woche zur Verfügung gestellt worden war. Kurz darauf kam der Schuldirektor, hieß uns herzlich willkommen und wir bekamen jeder ein Geschenk von der Schule.

Anschließend wurde uns die Schule gezeigt und ich merkte, wie groß sie im Gegensatz zu unserer ist: Es gab so viele Gebäude, eine Mensa, ein kleine Theaterbühne, einen Schulladen usw. Wir durften sogar die Schlafgemächer der Schüler anschauen, die während der Woche im Internat wohnten und nur am Wochenende nach Hause fuhren. Anschließend hatten wir Chinesisch- und Kalligraphie-Unterricht, der uns sehr viel Spaß machte.

Um 12 Uhr gab es dann Mittagessen in der Lehrerkantine, wobei das Essen für einige von uns etwas gewöhnungsbedürftig war. Von 12 Uhr bis 14 Uhr hatten wir dann Mittagspause und verbrachten die Zeit im Lehrerzimmer und tauschten Erfahrungen vom Wochenende miteinander aus.

Anschließend lernten wir Kung Fu, während die Chinesen auf dem großen Sportplatz Sport hatten. Außerdem lernten wir an dem Tag noch einige chinesische Instrumente kennen, wie Guzheng oder Erhu und durften sie unter Anleitung chinesischer SchülerInnen sogar selbst einmal spielen.

Um 17:30 Uhr war der lange Schultag vorbei und wir waren alle ganz schön geschafft. Den Rest des Abends verbrachten wir in unseren Gastfamilien.

Di

Dienstag, der 22. Oktober 2008

Um 7:20 Uhr trafen wir uns wieder im Lehrerzimmer, nur unsere Lehrer fehlten und sie tauchten auch nach einer halben Stunde noch nicht auf. Wir warteten vergeblich auf sie, bis wir von einem chinesischen Lehrer zum Chinesisch-Unterricht gebracht wurden und Wörter wie Nase, Ohren, Backen lernten. Anstatt Kalligraphie hatten wir heute chinesisches Malen und die Kunstlehrerin zeigte uns, wie man typische Bilder ganz einfach malt. Endlich tauchten auch Frau Moldovan und Herr Peschel auf und begutachteten unsere Zeichnungen. Sie durften - im Gegensatz zu uns - ausschlafen!

Da heute ein Treffen deutscher und chinesischer SchülerInnen stattfinden sollte, bei der sich die SchülerInnen beider Schulen etwas vorführen, machten wir uns in der Mittagspause daran, etwas auf die Beine zu stellen, da wir in Deutschland nur kurz besprochen hatten, was wir aufführen wollten, es aber bis dahin noch nicht geprobt hatten. Zwei Schülerinnen hatten sich bereit erklärt, eine kleine Powerpoint-Präsentation über Nürnberg zu halten. Außerdem hatten 5 chinesische und 5 deutsche Schülerinnen am Montag zusammen eine kleine Aufführung mit Fächern geübt.

Wir entschieden uns noch zwei Lieder zu singen („Probier's mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch und „Hit the Road Jack“ von Ray Charles) und, da wir auch noch Tänzer dabei hatten, den ChaChaCha zu tanzen. Das mit dem Singen klappte am Anfang gar nicht gut, weil wir entweder zu hoch sangen, die Jungs immer dazwischen redeten oder es einfach schief klang, doch am Ende haben wir es ganz gut hinbekommen. Um 17:00 Uhr fing die Aufführung an und die Chinesen hatten wirklich viel zu bieten: Gesang, Kung Fu und Hip-Hop-Tanz. Alles in allem war es eine schöne Darbietung, aber wir waren doch ein wenig froh, als wir es hinter uns gebracht hatten.

Am Abend wurden wir wieder von unseren Gastfamilien abgeholt und nach Hause gebracht.

Mi

Mittwoch, der 22.Oktober 2008

Wir trafen uns wie gewohnt um 7.20 Uhr in unserem Raum in der Schule. Da es Hannahs Geburtstag war, aßen wir erstmal alle ein Stück leckeren Kuchen, den Ines für sie bzw. uns besorgt hatte.

Danach stiegen wir in den schuleigenen Bus. Nach ungefähr einer Stunde fahrt kamen wir in den Laoshan - Bergen an. Wir fuhren mit dem Lift auf eine Art Plattform, um dann von dort aus eine „kleine Wanderung" zu machen, das heißt, Treppen zu steigen. Der Aufstieg dauerte ca. 1,5 Stunden, aber die vielen Stufen hatten sich gelohnt.

Oben angekommen machten wir noch eine Art Rundgang und besichtigten ein paar kleine, liebevoll verzierte Tempel. Dann ging es wieder hinunter. Da wir etwas spät dran waren, mussten wir uns beeilen, damit uns der letzte Lift nicht vor der Nase wegfuhr, denn sonst hätten wir den ganzen Weg hinunter laufen müssen und das hätte uns noch einmal 1 - 2 Stunden Zeit gekostet. Schließlich ging es mit dem Bus wieder zurück zur Schule, wo wir unsere Austauschpartner trafen.

Den Abend verbrachten wir wieder mit unserem Gastfamilien.

Do

Donnerstag, der 23. Oktober 2008

Unser heutiges Programm fing mit einer Besichtigung des Olympiageländes an (Qingdao war der Austragungsort für die Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele 2008). Zuerst hatten wir die Möglichkeit, ein paar Olympia - Souvenirs in einem kleinen Shop zu kaufen. Dann ging es durch eine Art Ausstellung mit verschiedenen olympischen Figuren: von Speerwerfern, über Skifahrer bis hin zu Marathonläufern und Seglern hatte die Ausstellung so ziemlich alles zu bieten. Der Weg brachte uns schließlich auf einen Steg, der zum olympischen Feuer führte. An den Seiten hingen die Flaggen aller Länder, die an den olympischen Spielen teilgenommen hatten.

Nach einem kleinen Spaziergang an der Küste kamen wir zum Wahrzeichen von Qingdao: Es sieht ziemlich modern und abstrakt aus, denn es besteht aus vielen roten Kreisen und in der Mitte befindet sich eine Kugel.

Zum Mittagessen ging es dann in den TV Tower, der stolze 260m hoch ist. Die Aussicht war wirklich atemberaubend und den meisten von uns wurde erst jetzt klar, wie groß die „Kleinstadt" Qingdao mit ihren 7 Millionen Einwohnern wirklich ist.

Anschließend brachte uns unser Bus in das sogenannte „Deutsche Viertel", in dem wir das Haus des ehemaligen deutschen Gouverneurs besichtigten (Qingdao war um 1900 eine der wenigen deutschen Kolonien), indem auch schon Mao gewohnt hat. Beeindruckend war die Größe des Hauses und vor allem, dass alle Bestandteile so gut erhalten sind. Das Haus hatte diverse Zimmer und im Keller sogar eine kleine Bar mit einer Lounge und einem Piano.

Wieder an der Schule angekommen, erwarteten uns bereits unsere Austauschpartner. Ich ging mit meiner Austauschpartnerin und ihren Klassenkameraden in der Nähe der Schule kurz etwas zu Abend essen. Viel Zeit blieb uns an diesem Abend leider nicht für Unterhaltungen, da die chinesischen Schüler sehr viel lernen müssen und das oft bis spät in die Nacht.

Fr

Freitag, der 24. Oktober 2008

Der erste Programmpunkt des heutigen Tages war eine ausgedehnte Shoppingtour in ein mehrstöckiges Einkaufszentrum, das vorwiegend aus Ständen und Händlern bestand. Wir bildeten rasch Gruppen und los ging es. Die Stände hatten so ziemlich alles zu bieten, was unsere Herzen begehrten: Schuhe, Taschen, Kleidung, Schmuck und Souvenirs. Da waren die drei Stunden schnell vergangen! Man muss jedoch dazusagen, dass es nicht immer einfach war, sich in einem Einkaufszentrum dieser Größe zurecht zu finden, da die Stände und auch die Händler sich alle ziemlich ähnelten.

Nach dem Essen ging es noch einmal kurz zum Händewaschen und dann wieder in den Bus. Da das Tsingtao - Beer sehr bekannt ist und das nicht nur in China, besuchten wir natürlich auch das Biermuseum.

Eine Fremdenführerin erzählte uns, dass es die Deutschen waren, die das Bier nach China brachten. Wir bekamen eine ausgedehnte Führung durch das Museum, das viele interessante Einblicke offenbarte: z.B. gab es eine Art videoüberwachten Raum mit einem schiefen Boden, der den Betrunkenheitszustand eines Menschen simuliert. Die meisten von uns, vor allem die Jungs, wollten aus diesem kleinen Raum gar nicht mehr raus. Also standen wir Mädels draußen und beobachteten über einen Bildschirm, wie sie da drinnen versuchten, aufrecht stehen zu bleiben. Zum Schluss gab es dann noch eine Runde Freibier für alle und wieder einmal einen Souvenirshop. Das Freibier floss aber nicht in Strömen, da es sich unsere Lehrer „erlaubten“, den Konsum jedes einzelnen Schülers stark einzuschränken!

Anschließend ging es zurück zur Schule, wo unsere Austauschpartner bereits auf uns warteten, um uns zu einem letzten, gemeinsamen Abendessen abzuholen. Alle Familien, SchülerInnen und LehrerInnen aßen in einem Hotel zu Abend, dass ich schon kannte, da der Vater meiner Austauschpartnerin sein Büro dort hatte. Das Buffet war reichhaltig an verschiedensten Gerichten und Nachspeisen. Doch damit kam auch der Moment des Abschieds: Es begann ein riesengroßes Fotoshooting, da jeder ein Bild von jedem, aber vor allem auch ein Bild mit jedem haben wollte.

Schließlich flossen viele Tränen und wir tauschten Email-Adressen aus und verabschiedeten uns fürs erste. Der Rest des Abend klang dann individuell in den Gastfamilien aus.

Sa

Samstag, der 25. Oktober 2008

Nachdem wir uns am Morgen in Qindao unter Tränen von unseren AustauschpartnerInnen verabschiedet hatten, gings auf im Bus Richtung Flughafen. Nächster Halt: Peking. Für unsere Verhältnisse war Qingdao mit 7 Millionen Einwohnern schon riesig, aber Peking war mit 15 Millionen Einwohnern dann doch ganz schön heftig! Was für ein Gewusel!

Als wir ankamen, wurden wir mittels Bus zu unserem Hotel gebracht. Auf der Fahrt dorthin bekam man gleich einen ersten Eindruck von Peking, wobei ich sagen muss, dass sich Peking im Vergleich zu Qingdao nicht wesentlich unterscheidet. Peking ist eben noch größer, die Hochhäuser sind noch höher und es gibt noch mehr Menschen. Am "Tianlun Dynasty Hotel" angekommen, ging alles ganz rasch: Zimmerverteilung, Gepäck hochbringen, noch schnell die wichtigsten Sachen einpacken und schon gings weiter. Das Programm für den ersten Tag hieß: „Temple of Heaven“.

Der „Temple of Heaven“ war eine riesige Anlage mit verschiedenen Tempeln, die der Opfergabe für die Götter, der Erntedanksagung und zu Versammlungszwecken diente: atemberaubend! Am Abend gings in ein schickes Restaurant mit typisch chinesischem Essen. Inzwischen hatten schon alle durch einwöchige Übung in Qingdao das „Stäbchenessen“ raus und man sah schon fast keinen Unterschied mehr zu „echten“ Chinesen. Fast! Nach einem anstrengenden ersten Tag in Peking kamen wir abends müde zurück in unser Hotel.

So

Sonntag, der 26. Oktober 2008

Am nächsten Tag stand auf der Tagesordnung: Besichtigung des „Tian'an Men Square“ (zu deutsch: „Platz des himmlischen Friedens"“) und der „Verbotenen Stadt“ und der Sommerpalast. Die „Verbotene Stadt“ ist noch größer, als die Anlage des „Temple of Heaven“, sie ist umgeben von Mauern und beinhaltet typische chinesische Baukunst aus früheren Dynastien.

Im Inneren kann man es sich wie kleine Höfe vorstellen, die von Mauern umgeben sind und man wandert praktisch von Hof zu Hof. Jeder Hof hat seinen eigenen Zweck und seine eigenen Tempel. Nach zwei Stunden Besichtigung und rauchender Köpfe (von so viel Informationen) hatten alle die Orientierung verloren und man hatte das Gefühl, die Stadt nehme kein Ende mehr. Als unser chinesischer Begleiter uns dann nach drei Stunden, oder noch mehr doch noch zum Ausgang geführt hatte, machte sich allgemeine Erleichterung breit und es war höchste Zeit zur „Raubtierfütterung“.

Also statteten wir dem Restaurant von gestern einen zweiten Besuch ab. Was es gab? Hähnchen mit roter undefinierbarer Soße, Mangoldgemüse, Eiersuppe, Zwiebelfleisch, Fisch paniert und zum Dessert Honigmelone. Danach gab Fatma noch eine Runde "Weissagerin" und prophezeite uns anhand ihres chinesischen Spiegels die Zukunft ... (Allerdings sehr fragwürdig! =) )

Dagegen hatte Max sich während unserer Busfahrten von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten als hervorragender Entertainer, Dolmetscher und Organisator qualifiziert, da unser Reiseführer zwar viele Geschichten und Informationen erzählen konnte, es aber um sein Englisch leider nicht zum Beste stand. So übernahm Max die Aufgabe, sich bei ihm alle wichtigen Informationen zu erfragen, um sie an uns unterhaltsam weiterzugeben.

Danach statteten wir dem Sommerpalast noch einen Besuch ab. Ebenfalls wunderschön an einem See gelegen und mit Architektur aus ganz China. Hier genossen wir den Sonnenuntergang, ehe wir wieder zur Nahrungsaufnahme, diesmal in ein anderes Restaurant, fuhren.

Auf der Fahrt dorthin bekamen wir von Nicki eine Gruselgeschichte erzählt. Uuuh!

Mo

Montag, der 27. Oktober 2008

An diesem Tag ging es auf zur großen Mauer. Genauso, wie man es von Fotos kennt. Dazu hatten wir genialstes Wetter und ein tolle Aussicht, wer bis nach ganz oben gelaufen ist.

Den restlichen Tag verbrachten wir dann mit Einkaufen. Was am meisten Spaß gemacht hat, war das Feilschen mit den Chinesen. Das lief ungefähr so ab: Man zeigt dem Verkäufer den Gegenstand, den man kaufen möchte, der Verkäufer holt seinen Taschenrechner und tippt den Preis ein, den er dafür haben möchte (der übrigens immer das 10-fache vom eigentlichen Preis beträgt). Dann schüttelt man den Kopf und tippt den Preis ein, den man zahlen möchte; und so geht das hin und her, bis am Ende einer nachgibt und man sich geeinigt hat. Wenn nicht: einfach weggehen. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder rufen die Verkäufer einem nach 5 Metern hinterher und verkaufen es doch zu dem von einem gewünschten Preis oder man geht einfach einen Laden weiter, dort wird garantiert das gleiche verkauft, und versucht dort sein Glück noch einmal. Als sich am Ende des "Shopping-Marathons" alle wieder im Bus versammelt hatten, wurde detailliert ausdiskutiert wer den besten Preis „erfeilscht“ hatte.

Di

Dienstag, der 28. Oktober 2008

Jetzt war China fast zu Ende. Doch ein Tag folgte noch: Tag 4. Dieser Tag hatte ein Geburtstagkind zu bieten: Herr Peschel!

Vor der Abreise durften wir noch einen Blick ins Innere des Vogelnests werfen. Wem das nichts sagt: Das Olympiastadion in Peking. Wow! Als treuer Clubfan müsste ich jetzt sagen: „Schön und gut! Aber das ist nichts gegen unser Frankenstadion!“ Doch zugegeben, das Vogelnest hat was.

Ehe wir dann zum Flughafen fuhren, gab es noch ein letztes mal chinesisches Essen und so langsam machte sich Wehmut breit. Das Erlebte ließ man Revue passieren und ehe man sich versah, waren wir wieder im Alltag in Nürnberg.

Abgeholt von Familie und Freunden am Hauptbahnhof war „China - ein Herbstmärchen“ auch schon vorbei. An dieser Stelle nochmal vielen, vielen Dank an Frau Moldovan und Herrn Peschel für die tolle Organisation und dieses unvergessliche Erlebnis. Danke!

Autorinnen: Sabrian Neuner, Isabel Schleupner & Kim Schwanhäußer