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Türkeiaustausch 2007 II - Besuch in Izmir

Isikkent Egitim Kampüsü

Baden im Meer
Gruppenfoto
Gruppenfoto mit Lehrern
Foto der Lehrer und Schulleiter

Merhaba ,
das Austauschfieber und die Vorfreude auf das Wiedersehen unserer türkischen Austauschpartner - und Familien hat uns schon vor unserem Flug gepackt. Einen kleinen Dämpfer erhielten wir, aber noch ein Tag vor der Abreise, als wir erfuhren, dass unsere Fluggesellschaft den Rückflug - mangels Nachfrage- gestrichen hatte! So wurde uns ein Tag unseres Programms genommen. Auch Versuche den Aufenthalt um einen Tag zu verlängern scheiterten, auch wenn Herr Hörbe sein Einverständnis dazu gab. Doch auch diese kleine Enttäuschung konnte unserer Freude kein Abbruch leisten und so flogen wir nach einem tränenreichen Abschied am 27. 04. 2007 um 00:30 Uhr gen Izmir. Um 4:00 Uhr kamen wir ganz leicht erschöpft am Flughafen in Izmir - is waiting for you - an. Netterweise holte uns der Direktor zu dieser unbarmherzige Zeit mit einem der komfortablen Schulbusse ab. Unser erster Eindruck von Izmir war verschlafen aber aufregend, da wir mit Staunen den Stunts der türkischen Autofahrer zusahen. In den folgenden Tagen sollten wir noch erfahren, wie gefährlich das Passieren einer türkischen Straße sein kann. Nach einer nervenaufreibenden Autofahrt kamen wir nach ca. 30 Min. auf dem Gelände der „Isikkent Egitim Kampüsü“ Schule an. Uns wurden im kleinen Theater große, blaue Kissen als Nachtlager aufgebaut. Nach ungefähr 2 Stunden Schlaf trafen wir auf unsere Austauschpartner und genossen mit ihnen ein leckeres Frühstück mit türkischen Spezialitäten.

1. Tag

Der erste Programmpunkt war eine 1,5 Stunden Tour durch die Schule, bei der wir deutschen Schüler nicht mehr aus dem Staunen rauskamen, denn die Schule verfügt über topausgestattete Klassenräume, Mensa, Fußball- Basketballplätze, Spothalle mit Tribüne, Amphitheater, großen Theatersaal, Aufenthaltsräume mit Flachbildschirmfernseher, kleines Amphitheater und eine große Schwimmhalle mit Zuschauerraum. Hier bei sollte angemerkt werden, dass es sich hier um eine der besten, teuersten und neusten (da es Sie erst seit 10 Jahre gibt) Privatschule der Türkei handelt! Die Kinder gehen dort vom Kindergarten bis zur 12. Klasse zur Schule. Alle Schüler werden dort morgens von einem Schulbus abgeholt und auch wieder nach Hause gefahren! Der Unterricht beginnt um 08:45 Uhr, wobei sich montags vor Schulbeginn jede Jahrgangstufe versammelt um die türkischen Hymne zu singen. Der Unterricht endet normalerweise um 16:15 Uhr (Mittagspause mit Essen ist natürlich auch enthalten), wobei Freitags der Unterricht aus lockeren Gesprächsrunden und am Nachmittag aus Theatervorstellungen und kleinen Konzerten besteht! Freitags treffen sich alle Schüler vor Unterrichtsschluss im großen Theatersaal um gemeinsam die Hymne zu singen und die Woche zu beenden! Das hat nichts mit übertriebenem Stolz zutun, sondern verstärkt das Gemeinschaftsgefühl, so wie auch die Schuluniformen, die ab der Grundschule getragen werden. An diesem Tag besuchten wir auch eine deutsche Schule in Izmir, wobei sich die Unterschiede zwischen staatliche und private Schule sehr deutlich herausstellten.Abends besuchten wie noch ein Konzert eines berühmten türkischen Jazz-Pianisten an der Schule.

 

2. und 3. Tag (Wochenende)

Das Wochenende verbrachten wir mit unseren Gastfamilien, die alle sehr nett und gastfreundlich waren. Die Familien leben genau so gut wie wir in Deutschland und orientieren sich sehr westlich. Am Sonntag trafen sich alle Austauschfamilien bei einem Brunch in einer Stadt namens Urla. Danach fuhren alle Austauschschüler mit ihren Familien weg und verbrachten den restlichen Tag bei ihnen.

 

4. Tag:

Am Montag besuchten wir für 2 Stunden den Unterricht der 9. + 10. Klassen. Die Schüler werden auf dieser Schule in manchen Fächern (z. B. Mathematik, Chemie) auf Englisch unterrichtet. Sie beginnen bereits im Kindergarten mit dem Sprachunterricht und lernen ab der 5. oder 6. Klasse auch noch Französisch. Nach dem Unterrichtbesuch fuhren wir Deutsche zu einer Stadttour in Izmir. Außerdem besuchten wir einen typisch morgenländischen Basar, wo wir genügend Zeit hatten unsere Shoppinglust zu stillen. Nach dem jeder seine Shisha (unterschiedlicher Größe und Farbe) verstaut hatte, fuhren wir zurück zu Schule, wo bereits eine Grillparty zu unseren Ehren vorbereitet wurde. Das Büffet war durchaus großzügig und sehr lecker. Türkische Musik und Tänzer („Zeybeck“ Name des türkischen, aufgeführten Tanz) trugen zur allgemeinen Erheiterung bei. Schüler, Eltern und Lehrer tanzten auch den typischen Halay Tanz zusammen!

5. Tag:

Wieder erfrischt traten wir am Dienstag eine Ephesustour an. Zuerst besuchten wir das „House of the Virgin Mary“ (zur Verdeutlichung: Die Virgin Mary ist die Mutter Jesu) und tranken das erquickende Heilwasser der Glück-, Lebens- und Gesundheitsquelle. Die Tour in Ephesus dauerte 1,5 Stunden. Wir erfuhren einiges über die 7 Weltwunder der Antike und der Baukunst ihrer Bewohner. Danach fuhren wir zu einem Restaurant und besichtigten nach einem leckeren Mittagessen das Museum, „wie es auch immer heißen möge“. Abends veranstaltete eine türkische Austauschschülerin eine Party bei sich zu Hause.

6. Tag

Mittwoch war Strand angesagt. Wir fuhren diesmal alle Türken und Deutschen zusammen mit dem Bus in den beliebten Badeort Cesme, wo uns eine, nur für UNS gemietete, komfortable Jacht erwartete. Nach einer guten Stunde Fahrt, während der wir uns auf den großen Sonnendeck bräunen ließen, erreichten wir „Donkey Island“. Am Strand von „Donkey Island“ erwartete uns türkisblaues und klares Meerwasser, das geschätzte 16°C kalt war, eine Horde Esel und kleine Babykatzen. Von unserer Jacht aus sprangen bzw. rutschten wir auf der langen Rutsche, die direkt durch das ganze Boot führte, in das erfrischende Wasser und schlugen uns den Bauch mit frisch gegrilltem Fleisch und Spezialitäten voll. Wir traten nach einigen schönen Stunden die Reise zurück nach Izmir an. Ein kleines Erinnerungsstück haben wir im Meerwasser vor Donkey Island zurückgelassen (Es tut ihr mir immer noch leid, Hannes!) Schon am Abend flossen die ersten Tränen des Abschieds, obwohl immer noch nicht feststand, ob wir überhaupt am nächsten Morgen die Heimreise antreten konnten.

7. Tag

Am Donnerstagmorgen besuchten einige unserer deutschen Austauschschüler noch ein letztes Mal die Schule, da leider unsere Heimreise doch wie geplant stattfinden konnte und unsere türkischen Austauschpartner nicht mit zum Flughafen durften, was wir sehr schade fanden. Die Verabschiedung fiel tränenreich aus und allen sehr schwer, da wir uns alle sehr lieb gewonnen hatten! Somit endete ein sehr erfolgreicher und schöner Austausch! Wir hoffen, dass dieser für die nächsten Jahrgangstufen weiterhin stattfinden wird, da es für uns alle eine sehr tolle Erfahrungen war und wir viele neue Freunde dazu gewonnen haben!

„güle güle türkiye seneye görüsmek üzere“

Jessica Jorgas & Stephanie Rodriguez, Begüm Bulut, Klasse 9b