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Jugend forscht Regionalwettbewerb 2017

„Die Dynamik des geraden Faustschlags“, „Kunststoff aus Bäumen und Milch“ und „Die Optimierung von Windrädern“


Das sind nur einige der spannenden Themen, mit denen der Forschernachwuchs des Willstätter-Gymnasiums die Jury des Regionalwettbewerbs in Erlangen beeindrucken konnte. Am 24. Februar stellten dort in der Heinrich Lades Halle 140 Jugendliche aus ganz Mittelfranken ihre Projekte vor, an denen sie in den vergangenen Monaten mit viel Enthusiasmus, Findigkeit und Ausdauer gearbeitet hatten.

Das Willstätter-Team hebt ab

Mit drei dritten Plätzen, zwei zweiten Plätzen und einem Regionalsieg war das Willstätter-Team auch in diesem Jahr wieder sehr erfolgreich. Herr Grießhammer bekam für seine langjährige, erfolgreiche Betreuungsarbeit den Talentförderpreis verliehen. Erstmals nahmen am Jugend forscht Wettbewerb auch zwei Schüler teil, die zwar nicht das Willstätter-Gymnasium besuchen, deren Projekte aber zum Teil im Schülerforschungszentrum entstanden waren.

Henri Huhnt und Ben Zöttl:

„Optimierung von Windrädern“

Henri und Ben waren die beiden Youngster im Willstätter-Team. Sie bauten Windräder aus verschieden Materialien, mit verschiedenen Flügelformen und variierten dann sogar die Anzahl der Rotorblätter. Auf diese Weise versuchten sie, mit einem zum Generator umgebauten Elektromotor möglichst hohe Spannungen zu erreichen und stießen auf unerwartete Ergebnisse. Für ihr methodisches Vorgehen und die große Ausdauer bei ihren Messreihen wurden sie mit dem dritten Preis in der Sparte Physik belohnt und bekamen als Sonderpreis von der Firma Schaeffler eine Carrerabahn.

Laetitia Benke, Vanessa Sachs und Dominik Schmidt:

„Untersuchung von Wasserpflanzen auf Sauerstoffproduktion“

Was tun, wenn es im Klassenzimmer mieft und wenn es zum Lüften zu kalt ist. Laetitia, Vanessa und Dominik suchten im Rahmen des Willstätter Schülerkongresses nach sauerstoffspendenden Alternativen zu den Zimmerpflanzen in Klassenzimmern. In luftdicht verschlossenen Aquarien maßen sie mit Sensoren die Kohlenstoffdioxidaufnahme und die Sauerstoffabgabe verschiedener Wasserpflanzen unter variablen Bedingungen.

Nadja Treiber und Marc Breaz:

„Plastik aus Bäumen und Milch“

Lignin ist ein Hauptbestandteil von Holz, welches bei der Papierherstellung als Abfall anfällt. Nadja und Marc haben Monomere der Milchsäure chemisch an die Makromere des Lignin gebunden und auf diese Weise einen biologisch abbaubaren Kunststoff entwickelt. Durch verschiedene Bedingungen bei der Herstellung konnten sie Proben mit sehr variablen Eigenschaften herstellen. Hochaufwändige physikalische Tests dieser Eigenschaften, die an dafür spezialisierten Instituten stattfinden müssen, stehen noch aus. Die entsprechenden Kontakte sind geknüpft. Auch ein Patentanwalt wurde schon konsultiert.
Die Jury hat das Potential des Werkstoffs und das Talent der beiden Nachwuchsforscher erkannt und mit einem Regionalsieg in der Sparte Chemie belohnt. Nadja und Marc werden den Bezirk Mittelfranken beim Landeswettbewerb vertreten.

Anastasia Gossmann:

„Kartierung einer Nürnberger Flussaue“

Soll das Pegnitztal Ost in Nürnberg zum Naturschutzgebiet erklärt werden? Die aktuelle Debatte gab den Anstoß für die Forschungsarbeit von Anastasia Gossmann (Q12). Sie hat eine Nürnberger Flussaue im Pegnitztal Ost botanisch kartiert und über sechzig verschiedene Pflanzenarten bestimmt. Diese hat sie mit einem benachbarten Gebiet verglichen. Für ihre Arbeit hat Anastasia den zweiten Preis in der Kategorie Biologie erhalten.
 

Julia Tillmanns:

„Botanische Kartierung im Naturschutzgebiet Hainberg“

Julia Tillmanns hat Pflanzen auf den Sandflächen des Naturschutzgebietes Hainberg bestimmt und diese verschiedenen Pflanzengesellschaften zugeordnet. Mit ihren Ergebnissen konnte sie Aussagen über den Zustand der untersuchten Flächen treffen. Dafür hat sie einen dritten Preis in der Sparte Biologie sowie den Sonderpreis der Sparkasse Erlangen erhalten.
 

Kerstin Hülz:

„Erfassung der Fledermausartenvielfalt im Nürnberger Stadtteil Laufamholz“

Auch Kerstin Hülz hat im Pegnitztal Ost geforscht. Sie untersuchte dort die Fledermausbestände und verglich sie mit einem Wohngebiet im Nürnberger Stadtteil Laufamholz. Die verschiedenen Fledermausarten unterschied sie dabei mithilfe aufgezeichneter Ultraschallrufe, sogenannter Sonagramme. Sie hat ebenfalls einen dritten Preis im Fachgebiet Biologie gewonnen.
 

Nabil Iftekar:

„Die Dynamik des geraden Faustschlags“

Nabil Iftekar interessierte sich als Kampfsportler für die physiologischen und biomechanischen Grundlagen seiner Sportart. Schnell wurde klar, dass dieses Thema physikalisch so komplex ist, dass er sich auf einen kleinen Bereich beschränken musste. So untersuchte er letztendlich die Kinematik und die Dynamik des geraden Faustschlags mittels Videoanalyse, erstellte mathematische Modelle der Bewegung und versuchte seine Daten mit physiologischen Modellen abzugleichen. Die Jury belohnte Nabils Arbeit mit dem zweiten Preis der Sparte Physik.

Luik Klippel vom Hardenberg-Gymnasium wurde Regionalsieger in der Sparte Mathematik/Informatik, Pius Dischinger von der Peter-Vischer Schule wurde Regionalsieger in der Sparte Physik. Beide sind rege Gäste im VDI-Schülerforschungszentrum-Richard Willstätter.

Auf ein neues Forscherjahr mit motivierten Jugendlichen und mit vielen neuen spannenden Projekten freuen sich

Diethard Grießhammer und Uli Herwanger