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Steigende Teilnehmerzahlen und zwei Regionalsiegerinnen

Beim Jugend forscht Wettbewerb waren in diesem Jahr neun hoch motivierte SchülerInnen des Willstätter-Gymnasiums am Start. Vier weitere TeilnehmerInnen meldeten ihre Arbeiten an, entschieden sich aber kurzfristig, doch noch ein Jahr länger an ihren Projekten zu arbeiten, bevor sie diese dann beim Wettbewerb präsentieren wollen.

Elise Puchta und Duygu Nacar wurden mit ihren Arbeiten jeweils Regionalsiegerinnen in den Sparten Biologie bzw. Physik und vertreten den Bezirk Mittelfranken beim Landeswettbewerb im April im Deutschen Museum in München.

 

Die Untersuchung von Lebensmitteln - wie beispielsweise Fleisch - auf mögliche Rückstände von Antibioitika wird noch überwiegend mit biologischen Testsystemen durchgeführt. Mit Hilfe dieser Systeme werden nicht die Wirkstoffe selbst identifiziert, sondern es wird deren bakterienhemmende Wirkung nachgewiesen. Elise Pucta, Q12 ging der Frage nach, unter welchen Umständen es bei der routinemäßig durchgeführten Fleischkontrolle zu falsch positiven Ergebnissen kommen kann, ob also ein Test positiv erscheint, obwohl die Probe kein Antibiotikum enthält. Elisas Arbeit ist für die Lebensmittelüberwachung sehr relevant, da das Fleisch in solchen Fällen nochmal anderweitig mit sehr teuren Testverfahren geprüft werden muss.

Duygu Nacar, Q12, überzeugte die Jury mit ihrer Arbeit zur „Physik des Headspins“. Da Duygu selbst Hip-Hop Tänzerin ist, lag es für sie nahe, sich in ihrer Seminararbeit im Fach Biophysik mit einem biomechanischen Thema aus dem Tanzbereich zu beschäftigen.
Sie vertiefte sich gründlich in die Dynamik und die Kinematik von Rotationsbewegungen und  stellte dann mathematische Modelle für die Rotation eines Tänzers beim Headspin auf. Diese Modelle versuchte sie zu optimieren, indem sie echte Tänzer beim Headspin filmte, diese Aufnahmen mit einer entsprechenden Software analysierte und die Ergebnisse mit den Modellrechnungen abglich.

 

Auch Florian Kronberger, Q12, machte sein Hobby zunächst zur Seminararbeit und dann zum Jugend-forscht-Projekt. Florian ist Rennradler und erfahrener Jungforscher. Er baute im Schülerforschungszentrum Erlangen aufwändige Apparaturen, um Kräfte auf die Rennradkette zu messen. Damit nahm er Messkurven auf, die Aufschluss über den Zusammenhang von maximaler Kettenkraft und Länge der benutzten Tretkurbeln geben.
Für seine Arbeit wurde er mit einem Forschungspraktikum bei Areva belohnt. Dort darf eine Woche lang in Speziallabors für mechanisch-technologische Materialprüfverfahren über die Schulter von Spezialisten schauen.

Kenan Gündogan, Q12, bastelte und programmierte einen Roboter, der auf einem Billardtisch selbständig einen Ball findet, sich richtig positioniert und den Ball dann in eines der Löcher schlägt. Sein Roboter ist so konzipiert, dass ein unabhängiges Steuersystem durch eine Schnittstelle mit dem Robotersystem kommuniziert. Das Steuerungssystem besteht dabei bisher noch aus einer algorithmisch implementierten Version, das aber noch durch eine neuronal implementierte Version ersetzt werden soll, die den Roboter selbständig lernen lässt. Kenan erhielt als Preis und als Anerkennung seiner Leistung einen Tablet-PC.

Florian erklärt Herrn Steuer seine Arbeit
Kenan mit Roboter und gebanntem Publikum

 

„Abi goes calm“ heißt die nervenberuhigende Teemischung, die Laura Becker, Q12, nach langer, gründlicher Recherchearbeit aus selbst gesammelten und selbst angebauten Kräutern zusammengestellt hat. Einige Probanden konnten die gewünschte Wirkung beim Einsatz im Ernstfall schon bestätigen. Die Jury belohnte Laura für ihr Projekt mit einem Jahresabonnement der Zeitschrift NATUR.

Dominik Noller, Q11, forscht schon lange an einer mobilen Fotovoltaik-Anlage, die ihn im Urlaub mit Strom versorgt. In diesem Jahr hat er sich eine neue Aufgabe gestellt. Um den Wirkungsgrad zu erhöhen sollen durch fluoreszierende Farbe auf den Solarmodulen Wellenlängenbereiche des Sonnenlichts, die für die Solaranlage nicht verwertbar sind, in verwertbare Spektralbereiche verwandelt werden.

Laura bittet die Jury zum Tee
Dominik mit seiner "Energy-Box"

 

Alexander Wiedemann, Hiwa Khamo und Ferdinand Kohler, alle 9d, hatten bei einem Unterrichtsprojekt Feuer gefangen. Die Aufgabe bestand darin, eine Kiste zu bauen, in der - ohne weitere Energiequellen als der Sonne - möglichst hohe Temperaturen erzeugt werden sollten. Mit viel handwerklichem und experimentellen Geschick und großer Ausdauer veränderten sie immer neue Parameter an ihrer Kiste, um sie so zu perfektionieren.

 

Für das kommende Jahr werden schon wieder Pläne geschmiedet. Die Forschungs-AG am Mittwochnachmittag in Raum 111 ist für alle neugierigen Menschen ab Klasse 7 offen. Interessentinnen und Interessenten melden sich bei Herrn Grießhammer oder Herrn Herwanger.


Uli Herwanger