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"Jugend forscht" 2013 - „Spinner im Wasser“

 

Die Gewinner des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ Bayern stehen fest. In der Straubinger Joseph-von-Fraunhofer-Halle wurden die Landessieger in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik im Beisein von Staatssekretär Bernd Sibler, Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus, und Thomas Barth, Vorstandsvorsitzender des Patenunternehmens E.ON Bayern, gekürt. Evgheny Golubtsov aus Nürnberg wurde für seine Projektarbeit „Spinner im Wasser“ im Fachgebiet Physik ausgezeichnet. Er erhielt den Sonderpreis für Strömungsmechanik der Hermann Gutmann Stiftung und ein Forschungspraktikum am Munich-Centre for Advanced Photonics.


Der 17-jährige vom Willstätter-Gymnasium Nürnberg hat sich bei seinem Projekt mit der physikalischen Mechanik und der mechanischen Strömungslehre, die sich mit den Kräften, die auf verschiedene Spinner wirken, beschäftigt. Spinner sind Fischköder, bei denen ein Blechblatt derart um eine Metalldrahtachse befestigt ist, dass sich das Metallblatt frei um diese Achse drehen kann. Beim Ziehen mit der Angel wird ein akustischer und optischer Reiz für Raubfische ausgelöst. Hierdurch können die Fische den Köder im Wasser erkennen. Der Jungforscher hat bei seinem Projekt sinnvolle Zusammenhänge verschiedener Größen, zum Beispiel die Reibungskraft in Abhängigkeit der Geschwindigkeit, untersucht. Außerdem leitet er aus einem Strecke/Zeit-Diagramm, das er mit Cassy durch einen speziellen Versuchsaufbau erstellt hat, die Geschwindigkeitskurve der ungleichförmigen Bewegung mit Hilfe der Mathematik ab. In seiner Arbeit hat der Schüler die Grundlagen für den Bau eines Spinners erforscht. Als nächstes will er die „Winkelgeschwindigkeit des Spinners“ und den „Winkel des Spinnblattes zur Metalldrahtachse in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit“ untersuchen.


Unter www.2013.jugend-forscht-bayern.de sind weitere Informationen zu Preisträgern und Projekten abrufbar.


Für Kultusstaatssekretär Bernd Sibler sind die vielen Anmeldungen ein Beweis dafür, dass an Bayerns Schulen Forschergeist und Kreativität besonders gefördert werden: „Die beeindruckend hohe Anmeldezahl belegt: An unseren Schulen wird die Freude am Experimentieren und Forschen großgeschrieben.“ Das bayerische Kultusministerium unterstütze die Idee, Schülerinnen und Schüler verstärkt zum Forschen zu animieren, und stelle für die Wettbewerbsrunden von „Jugend forscht“ in Bayern sowohl personelle als auch finanzielle Mittel zur Verfügung. „Viele Schülerinnen und Schüler haben sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften Gedanken zu Fragen des 21. Jahrhunderts gemacht. Sie haben hier in Straubing innovative Projekte und beeindruckende Lösungsansätze vorgestellt“, gratulierte der Staatssekretär den Teilnehmern. Den Landessiegern wünschte er großen Erfolg für den Bundeswettbewerb.


Der Vorstandsvorsitzende des Patenunternehmens E.ON Bayern, Thomas Barth, betonte die gesellschaftliche Tragweite der Jugend forscht-Idee: „Erfolge und Fortschritte bei Forschung und Entwicklung sind in allen Lebensbereichen unverzichtbar. Um das zu gewährleisten, brauchen wir Forschergeist.“ So stehe E.ON Bayern aktuell vor der Aufgabe, die Energiezukunft in Bayern mit zu gestalten. Das Zusammenspiel von Stromnetzen und dezentraler Energieerzeugung sei der Schlüssel für die Energieversorgung von morgen. Von daher arbeite das Unternehmen intensiv an Fortschritten in der Netztechnologie. Die Aufgabe, Zukunft zu gestalten, sei allgegenwärtig. E.ON Bayern stelle sich dieser Aufgabe auch mit einem umfangreichen gesellschaftlichen Engagement. Barth: „Mit unseren Aktivitäten wollen wir junge Menschen fördern und das Interesse für Neues wecken. Deshalb sind wir gerne Patenunternehmen für Jugend forscht Bayern.“


Der Wettbewerb „Jugend forscht“ ist der größte europäische Jugendwettbewerb für Naturwissenschaften und Technik, der besondere Leistungen und Begabungen in diesen Bereichen fördert. 2013 findet dieser Wettbewerb zum 48. Mal statt. Veranstalter ist die Stiftung Jugend forscht e.V. Die Ausrichtung der einzelnen Regional- und Landesentscheide erfolgt zusammen mit Patenunternehmen. Die E.ON Bayern AG ist in diesem Jahr Patenunternehmen des Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ Bayern. Dafür präsentierten bereits bei zehn Regionalwettbewerben mehr als 1.400 Schüler und Jugendliche ihre Projekte unter dem Motto „Deine Idee lässt dich nicht mehr los?“.