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SPANIENAUSTAUSCH 2014

Seit vielen Jahren nehmen Schüler und Schülerinnen regelmäßig an unserem Austauschprogramm mit Spanien teil. Kurz vor den Osterferien reisen sie nach La Coruña im Nordwesten Spaniens, um die spanischen Austauschschüler und ihre Region besser kennen zu lernen und die in der Schule in eineinhalb Jahren erlernten Sprachkenntnisse zu erproben, gegebenenfalls auch zu verbessern.

Ein großes Lob geht dabei an die diesjährigen Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die sich nicht nur in sprachlicher Hinsicht hervorragend schlugen, sondern deren interessierte und aufgeschlossene Art dem Unbekannten und der einen oder anderen Stadt- oder Museumsbesichtigung gegenüber eine wirklich lobenswerte Angelegenheit war.

 

Hier einige Schülerkommentare:

La Coruña – Wind, Regen, Sonne und unglaublich nette Menschen

Regen oder Wind oder kalt oder alles gleichzeitig – so sieht normalerweise das Wetter in Galizien, ganz im Nordwesten von Spanien, aus. Aber halt! Als wir da waren, meinte es das Wetter gut mit uns, so dass wir auch immer wieder Sonne und wärmere Temperaturen genießen konnten. Am 1.4.2014 begann Teil Zwei des Abenteuers „Austausch-mit-Spanien“ (in Teil Eins waren die Spanier hier in Deutschland) mit dem Flug 20 aufgeregter deutscher Neuntklässler von Nürnberg nach Porto (Portugal). Von dort ging es in etwa drei Stunden mit dem Bus nach La Coruña.

Empfang im Rathaus der Stadt La Coruña

Am nächsten Tag wurden wir im Rathaus der Stadt offiziell durch den Kulturbeauftragten empfangen. Das Gebäude ist sehr schön, die Zimmer sind mit viel Gold verziert und im großen Saal verschönern viele Holzschnitzereien die Bänke der Stadträte. 

 

 

 

 

 

 

Töpferkurs in der Porzellanfabrik O Castro

In Galizien gibt es viel zu sehen: so besuchten wir ein großes Aquarium in der Stadt, ein Museum für moderne Kunst, wo wir selbst unsere eigene Radierung entwarfen und druckten, und eine Keramikwerkstatt, in der wir auch eine Schale töpfern durften.


 

Für unseren (obligatorischen) Kulturanteil besuchten wir „La casa-museo de Picasso“, das ist das Haus in La Coruña, in dem Picasso während seiner Kindheit einige Jahre lebte. Eigentlich war auch eine Fahrt mit den Spaniern an die Küste geplant, aber da an diesem Tag das Wetter wirklich mies war, trat Plan B in Kraft: Ein Ausflug zu einem Thermalbad, also Wasserbecken unter freiem Himmel mit Temperaturen von heiß bis sehr kalt. Somit wurden wir von zwei Seiten (Regen + Wasserbecken) nass. Danach schauten wir uns noch Orense, eine verwinkelte, typisch galizische kleine Stadt, an. 

Auch unsere Spanier organisierten zusätzlich noch einiges für uns. Wir besuchten ein interaktives Museum, in dem es um unseren Körper ging. Dann machten wir die Tour zum „Torre de Hércules“, dem „Turm des Herkules“. Dieser, noch auf römischem Fundament gebaute Turm, ist der einzige Leuchtturm der Antike, der heute noch in Betrieb ist. So oft das Wetter und das Programm es erlaubten, waren wir am Strand. Irgendwie logisch, oder, denn La Coruña liegt auf einer Halbinsel, darum ist es schwer durch das Zentrum zu laufen, ohne früher oder später das Meer zu sehen.

Am letzten Tag vor unserer Abreise kam dann das große Finale: Der Tagesausflug nach Santiago de Compostela mit unseren Austauschpartnern. Die Kathedrale war wirklich beeindruckend, von außen wäre sie aber noch eindrucksvoller gewesen, wenn der eine Turm nicht eingerüstet gewesen wäre. Innen war fotografieren leider verboten, da gerade ein Gottesdienst gehalten wurde. Wir besuchten außerdem noch ein Pilgermuseum (das allerdings nicht so der Bringer war) und hatten dann Freizeit (was uns eindeutig mehr begeisterte). Somit bummelten wir durch die Stadt und deckten uns fleißig mit „Tarta de Santiago“ , einem traditionellen Mandelkuchen, als Mitbringsel ein. Das Wetter wollte uns anscheinend noch mal gebührend verabschieden, wolkenloser Himmel und fast 26 Grad in der Sonne.


Insgesamt war der Austausch für uns alle ein Erlebnis, an das wir uns noch lange erinnern werden und das uns niemand nehmen kann.

J. Haas, 9a





In der Academia de Bellas Artes


Nach einer gemeinsamen Unterrichtsstunde mit unseren spanischen Partnern machten wir uns auf den Weg ins Museo de Bellas Artes, um uns die Radierungen des spanischen Malers Francisco de Goya, der Ende des 17. bis Mitte des 18. Jahrhunderts lebte, anzuschauen. Der Leiter unserer Führung erklärte uns, wie sich Goya von der Stimmung und dem Leiden des einfachen Volkes in Zeiten des Aberglaubens, von Hungersnöten und Inquisition, aber auch französischer Besatzung, beeinflussen ließ und deshalb viele düstere Werke mit oft grausamen Inhalten und scharfer Gesellschaftskritik schuf.

Nach diesem Rundgang durften wir selbst aktiv werden: unter Anleitung erstellte jeder von uns eine Radierung auf einer kleinen Plastikplatte, die wir anschließend auch gleich drucken und mit nach Hause nehmen konnten.

M. Liedel, 9a








Ein wirklich lohnendes Erlebnis


Ich fand den Austausch allgemein sehr schön und ich würde allen Schülern raten, mindestens ein Mal einen Austausch mitzumachen, weil ich finde, dass das einfach eine einmalige Erfahrung ist und man die Kultur des Landes während einer normalen Reise so nicht kennenlernen kann. Das Verhältnis zu den Freunden ist dort viel enger und alle wohnen ziemlich nah bei einander, auch zur Schule dauert der Weg keine 5 Minuten. Vormittags hatten wir immer ein Programm mit unseren Lehrern, wo wir mal in ein Museum oder eine Ausstellung gingen, uns das Aquarium von A Coruña anschauten oder auch die Stadt besichtigten.

 

Am meisten haben mir aber die beiden Ganztagesausflüge, wie der nach Santiago de Compostela oder nach Orense, gefallen. Vor Ankunft in Orense waren wir in den „heißen Quellen“ kurz vor der Stadt baden. Dort war das Wasser ca. 40° – 50° heiß. Beim zweiten Ganztagesausflug in Santiago bei strahlendem Sonnenschein besuchten wir zuerst die Kathedrale und waren dann noch in einem Museum zu den europäischen Pilgerwegen. Danach hatten wir Freizeit, in der die meisten etwas essen gegangen sind, sich die typischen Kuchen (Tarta de Santiago) von dort für Zuhause gekauft haben, oder sich die Stadt noch angesehen haben.

Besuch des Picasso-Hauses

Insgesamt war der Austausch für uns alle ein Erlebnis, an das wir uns noch lange erinnern werden und das uns niemand nehmen kann.

J. Haas, 9a

Begrüßung im Schülercafé des IES Rafael Dieste
In Santiago, ganz modern: La Ciudad de la Cultura
Modell der Kathedrale von Santiago im benachbarten Pilgermuseum