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Zwei Monate in Montevideo

Zwei Monate Südamerika
Vergangenen Sommer flog ich kurz vor den Sommerferien für zwei Monate nach Südamerika, nach Montevideo, in die Hauptstadt Uruguays. Dort habe ich eine unvergessliche Zeit verbracht:
Am 17.07.2017 begann die große Reise. Nach einem ein wenig traurigen Abschied flog ich das erste Mal alleine einen so langen Weg von Nürnberg über Zürich und São Paulo nach Montevideo. Nach 24 Stunden empfing mich meine Gastfamilie mit Fähnchen, Jubel und Küsschen am Flughafen. Zu Hause angekommen wurde mir zunächst das Haus gezeigt und natürlich auch mein Zimmer.
Am nächsten Tag ging ich das erste Mal in die Schule, die „Deutsche Schule Montevideo“ zusammen mit 50 weiteren deutschen Austauschschülern. In der ersten Schulwoche hatten wir Austauschschüler zunächst gemeinsam Landeskunde-Unterricht. Das heißt, uns wurde die uruguayische Kultur, Musik, Essen, … und natürlich der Fußball, nach dem die Uruguayer verrückt sind, näher gebracht. Außerdem erhielten wir die letzten Informationen über unsere bevorstehende Reise nach Brasilien und Argentinien, die in der darauf folgenden Woche stattfinden sollte.
Mit dem Reisebus fuhren wir ach Foz do Iguaçu/ Brasilien, wo sich unser Hotel befand. Auf dieser Reise realisierte ich, wie riesig Südamerika ist, denn die Strecke war unglaublich lang: nach 24 Stunden erreichten wir unser Ziel! Insgesamt waren wir eine Woche in Brasilien und wir hatten jeden Tag Programm.
Obwohl in Brasilien zur Zeit meines Aufenthalts Winter war, zeigte das Thermometer 25°C. So waren wir am ersten Tag der Reise zunächst auf der argentinischen Seite der Wasserfälle. (Man muss wissen, dass diese Wasserfälle sich in einem Dreiländereck befinden: Brasilien, Argentinien, Paraguay.) Es war zwar sehr warm, aber die Aussicht hat alles entschädigt. Wenn man diese Wasserfälle gesehen hat - die “Cataratas del Iguazu“-Wasserfälle sind die größten Südamerikas - dann kann man sich ungefähr vorstellen, was für eine gewaltige Kraft die Natur hat. Im Laufe der Woche haben wir uns somit die Wasserfälle aus Sicht der drei Länder angeschaut. Man kann die Wasserfälle aus verschiedensten Perspektiven sehen. Einmal sieht man sie von oben, ein anderes Mal von der Seite oder man steht fast unter den Wasserfällen. Dieses Naturspektakel war auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis! Außerdem waren wir innerhalb dieser Woche noch in einem Vogelpark. Und nein, es war definitiv nicht langweilig, wie es sich zunächst vielleicht anhören mag. Dort haben wir wunderschöne, außergewöhnliche Vogelarten gesehen aus allen Teilen des Kontinents und in allen Farben. Dieser einwöchige Trip war etwas ganz Besonderes!
Danach begann der richtige Schulalltag: Ich war jeden Tag in der Schule im Unterricht der 3°C, diese Jahrgangsstufe entspricht ungefähr der 9. Klasse in Deutschland. Die Schüler waren super nett und wir haben uns schnell verstanden. Bis heute habe ich Kontakt mit ihnen. Die Schultage dort sind wesentlich länger als in Deutschland (der Unterricht geht teilweise bis 19 Uhr), aber die Fächer sind größtenteils gleich. Wenn der Unterricht mal nicht so lang dauerte, bin ich nachmittags in den Sportclub gegangen mit meiner Austauschpartnerin Connie. Außerdem bin ich einige Male mit ein paar Freunden durch Montevideo spaziert. Der Haupttreffpunkt der Bewohner Montevideos ist die „Rambla“, dies ist die Küstenstraße. Normalerweise saßen wir dort und haben „mate“ getrunken, das Nationalgetränk Uruguays, das Tee ähnelt aber ziemlich bitter ist. Waren wir aber nicht an der Rambla, haben wir uns meist im „Punta Carretas“, das größte Shoppingzentrum der Stadt, getroffen. Wenn wir uns verlaufen haben oder eine Frage hatten, so haben uns die Montevideaner immer sehr freundlich und offen weitergeholfen. Die Infrastruktur in Montevideo ist nicht zu vergleichen mit der in Deutschland: zwar gibt es öffentliche Busse, diese sind aber chronisch verspätet und fahren rücksichtslos und U-Bahnen und Straßenbahnen gibt es nicht. Montevideo ist eine wunderschöne Stadt. Allein die Palmen, die überall in der Stadt stehen, lassen es so wirken, als hätte man das ganze Jahr über Urlaub.
Außerdem sind meine Gastfamilie und ich Ende August für ein paar Tage nach Buenos Aires/Argentinien gefahren. Diese Stadt ist total schön, einerseits so verschieden verglichen mit Europa andererseits aber auch so ähnlich. Buenos Aires ist eine sehr moderne Stadt, sowohl die Gebäude, als auch die Infrastruktur. Ich hatte mir zunächst nicht vorgestellt, dass Buenos Aires einer europäischen Stadt so ähnlich wäre. Andererseits sind die „Porteños“, so der Name der Bewohner von Buenos Aires, viel fröhlicher und lebenslustiger als Europäer. Hört ein Porteño beispielsweise Musik, gleich ob auf der Straße, zu Hause oder im Café, so tanzt und genießt er und achtet nicht auf die Meinung anderer. Nun, in Buenos Aires haben wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten angeschaut und das populärste Essen gegessen. Wir waren auf der „Avenida de 9 de Julio“, auf der „Plaza de Mayo“, am Hafen, …
Abgesehen von diesem außergewöhnlichen Ausflug war meine Gastfamilie mit mir noch in Punta del Este, einer kleinen Hafenstadt, die im Sommer vergleichbar ist mit der Partystadt Ibiza. Connie hat mich zu Konzerten von bekannten uruguayischen Bands eingeladen, und wir waren bei einer Show vom „Cirque du Soleil“, was unglaublich beeindruckend war.
Nach Beendigung dieses Austausches muss ich sagen, dass diese Reise eine Zeit in meinem Leben war, die ich niemals vergessen werde. Zum einen, weil ich alleine mit 14 Jahren nach Südamerika gereist bin, und zum anderen, da ich so viele Erfahrungen sammeln durfte: So viele neue Leute und diese doch so andere Kultur kennenlernen durfte, die Möglichkeit hatte, mein Spanisch auf so eine interessante Weise zu verbessern, das südamerikanische Essen probieren konnte und einfach einen anderen, neuen Alltag kennengelernt habe.
Und an Jeden, der noch überlegt, einen Austausch oder einfach eine Reise nach Südamerika zu machen: Überlegt nicht länger, macht es! Es lohnt sich!!!  
Rebekka Behring, Q11

Individualaustausch Spanisch

Schüleraustausch: Zwei Monate in Uruguay

Was fällt einem spontan zu Uruguay ein? Das Erste, das einem in den Kopf kommt, ist wahrscheinlich Luis Suárez, und damit liegt man schon gar nicht so schlecht. Das kleine Land ist extrem fußballbegeistert, was ich letztes Jahr bei meinem Aufenthalt dort während der WM auch in großem Ausmaß mitbekommen habe. Die allererste WM überhaupt fand hier statt und damals gewann die Nationalmannschaft von Uruguay sogar. Auch wenn das dieses Jahr (zum Glück) nicht der Fall war, war es etwas Besonderes zeitgleich mit der WM in Uruguay zu sein, denn so hatten wir die einmalige Gelegenheit, das Fußballfieber aus erster Hand mitzuerleben. Zum Endspiel wurden sogar alle deutschen Austauschschüler in die deutsche Botschaft eingeladen und nach dem Sieg der deutschen Mannschaft gab es dort ein großes Fest, das sogar im uruguayischen Fernsehen bei den Nachrichten übertragen wurde.
Aber auch ganz abgesehen vom Fußball ist Uruguay ein wunderschönes Land, mit Landschaften von Strand und Meer bis hin zu grünen Wiesen mit Kühen und Schafen. Die Menschen dort sind unglaublich freundlich und offen, so wie man es sich in Deutschland gar nicht vorstellen kann. Vor allem in der Deutschen Schule Montevideo, mit welcher der Austausch organisiert wird, gibt es so viele nette, offene und hilfsbereite Schüler und Lehrer, die einem sofort das Gefühl geben, willkommen zu sein.
In Uruguay gibt es so viel zu entdecken: neues Essen und Essgewohnheiten, neue Musik, neue Bräuche und Feste und eine komplett andere Art von Menschen. Da die uruguayischen Austauschschüler zuerst nach Deutschland kamen, kannte ich meine Austauschpartnerin schon und wir waren schon sehr gut befreundet. Ihre Familie dann kennenzulernen und Zeit mit ihr zu verbringen, war dadurch sehr angenehm und ich habe es wirklich genossen. Zwei Monate sind zwar eine lange Zeit, aber es ist eine perfekte Zeitdauer, um Montevideo kennenzulernen, sich mit Uruguayern oder anderen deutschen Austauschschülern anzufreunden und viel Neues auszuprobieren.
Die Erfahrung im Schulleben war etwas Besonderes, da ein Schultag dort viel länger dauert als bei uns und es so viele andere interessante Fächer wie Philosophie, Kunstwissenschaft und Musical gibt. Die Deutsche Schule Montevideo bietet außerdem speziellen Unterricht für alle Austauschschüler an, bei dem man Neues über die Kultur, Sprache und vieles mehr lernt, und sie organisiert auch eine Reise zu den Iguazú-Wasserfällen an, die ein absolutes Highlight ist. Bei dieser Reise fahren alle Austauschschüler zusammen mit 2-3 Lehrern der Deutschen Schule zu den atemberaubend schönen Wasserfällen, die zwischen Brasilien, Paraguay und Argentinien liegen und verbringen dort eine Woche zusammen in einem Hotel. Wir besichtigten die  Wasserfälle und konnten mit dem Boot unter ihnen hindurchfahren, es gab Helikopterflüge und wir liefen durch wunderschöne Parks und Regenwälder mit frei herumlaufenden Tieren und exotischen Pflanzen.
In den 2 Monaten, die ich in Uruguay verbrachte, musste ich natürlich „zwangsweise“ Spanisch sprechen, was mich anfangs sehr anstrengt hat, aber ich merkte von Tag zu Tag, wie es flüssiger ging und zurück in Deutschland, war ich mir viel sicherer mit meinem Spanisch und vermisste es, täglich Spanisch sprechen zu können.
Nach 2 Monaten verbinde ich mit Uruguay natürlich jetzt sehr viel mehr als nur Fußball. Bedenken, die meine Familie und ich anfangs hatten, haben sich relativ schnell in Luft aufgelöst und geblieben ist eine Erfahrung, auf die ich nicht verzichten möchte. Als besonders wertvoll empfinde ich die Freundschaften, die sich aus dem Uruguayaufenthalt ergeben haben, die ich immer noch pflege, auch die mit den anderen deutschen Austauschschülern. Ich kann aus meiner Sicht nur jedem, der die Möglichkeit hat, bei diesem Austausch mitzumachen empfehlen, es auf jeden Fall zu tun.

Nadia Rayani, Klasse 10a

Spektakulär: die Wasserfälle des Iguazú
Mit den Schulfreundinnen