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Klassiker der Weltliteratur: Don Quijote de la Mancha


Am 07. März 2012 besuchten die Spanischkurse der Q11 von Frau Schübel-Vogel und Frau Hübner gemeinsam die von der American Drama Group Europe aufgeführte Theateradaptation des „Don Quijote“ (natürlich auf Spanisch).

Das Stück handelt, wie der Name schon sagt, vom armen Ritter Don Quijote, welcher die Hauptfigur des weltbekannten Romans „El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha“ von Miguel de Cervantes Saavedra darstellt, und seinem treuen Begleiter, Sancho Panza.
Schon seit langer Zeit hatten wir uns auf die Theatervorstellung des “Ritters von der traurigen Gestalt“ gefreut. Solche Aktivitäten sind wirklich nützlich und gut für den Unterricht, denn sie sorgen für Abwechslung und verschaffen einen interessanten Einblick in wichtige Werke der Weltliteratur. Don Quijote de la Mancha ist ein umfangreicher Roman in zwei Teilen (1605/1615), und die Begegnung mit diesem Werk im Theater ist natürlich ganz anders als das - schon einige Zeit zurückliegende - Lesen des Buches, und so konnte ich jetzt viele neue Einzelheiten bemerken.
Nach der Ankunft im Theater begegneten wir einer nur sehr kleinen Gruppe von Schauspielern. Die Aufführung fand in spanischer Sprache statt, und die Dialoge entsprachen dem Original - und das, obwohl die meisten Schauspieler nicht in Spanien geboren wurden. Es muss wirklich anspruchsvoll sein, vor dem Publikum in anderer Sprache aufzutreten, denn auf den ersten Blick war ihre Herkunft nicht zu bemerken - sie sprachen einen perfekten Akzent. Die Schauspieler erbrachten eine besonders gute Leistung.

Jeder von uns war logischerweise darauf eingestellt, den typischen Kampf mit den Windmühlen und weitere Abenteuern Don Quijotes zu sehen. Als die nur vier Schauspieler gleich am Anfang uns wie Gefangene behandelten und uns aufforderten, sofort aufzustehen, waren wir leicht überrascht.  Auch in anderen Augenblicken war unsere Mitarbeit erforderlich. Außerdem wurden die berühmten Szenen aus dem Roman viel humorvoller und ironischer, als anfangs erwartet, vorgespielt.
Der erste Teil Don Quijotes hat uns allen sehr gut gefallen und es war möglich, obwohl einige spanische Wörter unbekannt waren, der Handlung einigermaßen leicht zu folgen. Nach der kurzen Pause wurden Ausschnitte aus dem zweiten Teil des Romans aufgeführt, welche sich eindeutig als zu ausführlich und etwas komplizierter herausstellten.

Was uns an dieser Aufführung besonders gefallen hat waren die Schauspieler: 4 Personen haben alle Figuren der Geschichte dargestellt, ihre Stimme waren jedes mal eine andere, das Umkleiden oder Austauschen der Requisiten dauerte nur kurze Augenblicke und gelang trotz ganz einfacher Requisiten. Ebenfalls war das Bühnenbild überraschend gut gemacht. Dadurch habe ich mich wie im Mittelalter gefühlt, die Vorstellung war voller interessanter Effekte und witziger Überraschungen.
Das Schönste an dem Stück war, dass trotz manchmal eingeschränkten Spanischkenntnissen die Geschichte Don Quijotes in einer witzigen und nicht zu nüchternen Art klar wurde und man nicht unbedingt jeden Satz verstehen musste.
Schließlich hat die Tatsache, dass das Stück auf Spanisch und nicht auf Deutsch aufgeführt wurde, den spanischen Roman viel authentischer vermittelt.

Insgesamt hat uns die Zusammenfassung in zweieinhalb Stunden sehr gut gefallen.


Kristina Noskova, Juliet Richardson (Q11)