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Besuch einer Ausstellung des Bundesamtes für Verfassungsschutz

Am 14. November 2014 unternahmen die Klassen 9a, 9c und 9d im Rahmen des Geschichtsunterrichts mit den Lehrkräften Herrn Gernandt und Herrn Glaser eine zweistündige Exkursion in die Ausstellung „Die Braune Falle“. In dieser Ausstellung, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz organisiert wird, ging es um die „rechte Szene“ in der heutigen Gesellschaft…


Zuerst gab es einen spannenden Vortrag von mehreren Beamten des Verfassungsschutzes über die Gefahren des Rechtsextremismus. Dabei wurde das Thema anhand der fiktiven „Karriere“ des Mario S. veranschaulicht. Bei diesem handelt es sich um einen jungen Menschen, der auf der Suche nach Orientierung und Akzeptanz unwillkürlich in die rechte Szene gerät. Dies erfolgt, indem Mario sich zunächst über Musikveranstaltungen oder Internetplattformen mit Rechtsextremen anfreundet und so mit deren Einstellung in Kontakt kommt. Nachdem er sich mehr und mehr mit diesen Leuten angefreundet hat, beginnt er sich mit der nationalsozialistischen Thematik vertraut zu machen und schließt sich mehreren rechten Organisationen an, die ihn als willkommenes Mitglied aufnehmen. In der folgenden Phase entwickelt sich Mario S. zunehmend zu einem gewaltbereiten Randalierer. Damit hat er den Höhepunkt des Rechtsextremismus erreicht und festigt somit auch seine Stellung innerhalb der Gruppe. Nach einiger Zeit jedoch beginnt er seine Einstellung in Frage zu stellen und möchte austreten. Doch genau das ist nicht so leicht, da die anderen Gruppenmitglieder drohen, seine Verbrechen öffentlich zu machen und ihm Gewalt anzutun. Mario S. scheint nun gefangen in der „rechten Szene“.


Aus diesem Grund bietet das Bundesamt für Verfassungsschutz ein Aussteigerprogramm an, das den Betroffenen ein neues Leben ermöglicht. Außerdem erläuterten die Beamten ausführlich die Aufgaben und Vorgehensweisen des Verfassungsschutzes und erklärten anhand von Beispielen, dass die „rechtsextreme Szene“ in Bayern nicht so viel Einfluss habe, aber dennoch vorhanden und deshalb nicht zu unterschätzen sei.


Nach dem Vortrag konnten sich die Schülerinnen und Schüler in der Ausstellung noch einen eigenen Eindruck von der momentanen Ausprägung der „rechtsextremen Szene“ verschaffen. Hierzu fanden sich Infotafeln mit Informationen zu rechtsradikalen Vereinigungen, deren Aussehen und Kleidung, Videos mit Interviews von ehemaligen Rechtsradikalen, sowie Spiele und rechtsradikale Artikel aus anderen Ländern, wie zum Beispiel eine Weinflasche aus einem italienischen Supermarkt, die mit einem Bild von Adolf Hitler bedruckt war. Auch Hörstationen mit rechtsradikalem Rock, Metal und auch HipHop veranschaulichten die Methoden, wie die „rechtsextreme Szene“ versucht, auf Jugendliche einzuwirken, sie für sich zu gewinnen und in die „Braune Falle“ zu locken.


von Marco Härtl (Klasse 9c)