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Montag, 26.02.2018

Die Berlinfahrt 2018 fing mehr oder weniger pünktlich um 7 Uhr vor der St. Egidienkirche an. Uns stand nun eine fünfstündige Busfahrt bevor, die die meisten zunächst damit verbrachten, ein wenig Schlaf nachzuholen.

Natürlich hatten viele Schüler ihre Musikboxen mitgenommen, sodass es nie wirklich leise im Bus war. Nach jeweils zwei Stunden hatten wir immer eine kleine Pause gemacht, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Glücklicherweise gab es keinen Stau auf der Autobahn, sodass wir planmäßig um 13 Uhr in Berlin ankamen. Anschließend machten wir eine kleine Tour durch Berlin, bei der uns Frau Schmidt einige Informationen zu bekannten Sehenswürdigkeiten gab.

Nach der Ankunft am Hotel, direkt am Hauptbahnhof mit Blick auf das Regierungsviertel, bezogen wir die Zimmer. Danach ging es aber gleich weiter zum gemeinsamen Abendessen. Nach diesem Programmpunkt war der offizielle Teil vorbei und wir konnten in Kleingruppen selber entscheidenwas wir machen wollten, wobei die Nähe zum Hauptbahnhof sich hierbei als großer Vorteil herausstellte. Das Interesse an Berlin war geweckt!

Dienstag, 27.02.2018

Der Tag fing mit einem gemeinsamen Frühstück an. Gestärkt fuhren wir dann zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, auch bekannt als das „Stasi-Gefängnis“. Und obwohl wir auf unsere Führung warten mussten, hatte es sich gelohnt. So konnte man sogar mit einem Zeitzeugen reden. Zuerst sahen wir einen Film, der uns Grundinformationen über das Gefängnis zu Zeiten der DDR gab. Die anschließende Führung war äußerst informativ. Außerdem konnte man in die Zellen gehen, was einem einen noch tieferen Einblick in das Leben eines Häftlings der Staatssicherheit gewährte. Anschließend teilten sich die Klassen in neue Gruppen auf, um verschiedene Museen zu besuchen, die sie vor der Berlinfahrt ausgewählt hatten. Neben der Gedenkstätte Berliner Mauer und der East Side Gallery, dem Naturkundemuseum, dem Museum in der Kulturbrauerei - Alltag in der DDR, dem Museum für Kommunikation, dem Deutschen Historischen Museum und dem Deutschen Technikmuseum gab es auch eine Fahrt nach Potsdam.

Obwohl es bitterkalt war, schien die Sonne über Berlin, was die Laune steigerte. Dank des schönen Wetters konnte man die Sehenswürdigkeiten in voller Pracht besichtigen. Bei einem Stadtrundgang sahen wir die St. Nikolai-Kirche, das neue Palais sowie das holländische Viertel und andere Sehenswürdigkeiten. Doch der Höhepunkt unserer Führung war die Alexandrowka, eine russische Kolonie mit vielen schönen historischen Häusern, die sehr eindrucksvoll waren und einen Einblick in eine andere Kultur boten.

Später trafen wir uns alle am Hotel und fuhren zum Kabarett „Die Stachelschweine“, um uns das Stück „Die alternative Wahrheit“ anzuschauen. Das Stück war eine lustige Parodie auf den Alltag und aktuell politische Themen. Nach einem so erfüllten Tag waren alle sehr müde und gingen nach kurzer Zeit schlafen. Für uns stand fest, dass es ein schöner Tag gewesen war und wir freuten uns schon auf den nächsten.

Mittwoch, 28.02.2018

Am Mittwoch waren der Besuch des Reichstags und, wie jeden Abend, Theater geplant. Nachdem wir um 7.45 Uhr gefrühstückt hatten, machten wir uns zwischen 10 und 11 Uhr gemeinsam mit unseren Klassenleitern auf den Weg zum Reichstagsgebäude in den Bundestag. In einer kurzen Führung im Plenarsaal wurden uns kurz der Aufbau des Gebäudes und die Sitzverteilung der Parteien erläutert. Um 12.40 Uhr begann die Fragestunde im Plenarsaal, in der diverse Fragen zu Themen wie dem Dieselkonsum, der Schädlingsbekämpfung oder sogar der WM 2018 gestellt wurden. Wir, als Klasse, sahen von der Tribüne aus zu.

In der Pause verließen wir das Plenum, da geplant war, ein einstündiges Gespräch mit der Abgeordneten Gabriela Heinrich der SPD zu führen. Dabei sollten wir die Möglichkeit erhalten, die Abgeordnete persönlich zu ihrer politischen Position und ihrem Leben zu befragen. Jedoch konnte sie aufgrund einer wichtigen Ausschusssitzung nicht erscheinen und deshalb wurden unsere Fragen von ihrem Mitarbeiter beantwortet. Die anderen Klassen waren bei den Abgeordneten Katja Hessel (FDP), Michael Frieser (CSU) und Sebastian Brehm (CSU) zu Gast.

Nach dem Gespräch hatten wir Zeit, um uns auf der Besucherterrasse, auf der sich die bekannte Glaskuppel befindet, umzusehen und Bilder zu machen. Gegen 16 Uhr aßen wir gemeinsam im Besucherrestaurant im Paul-Löbe-Haus. Ab 17 Uhr begann dann unsere freie Abendgestaltung, die jeder in Gruppen für sich nutzen konnte. Um 19 Uhr war dann der Treffpunkt für die beiden Theaterbesuche, jeweils in der Komödie am Kurfürstendamm und im Theater „Distel“.

Donnerstag, 01.03.2018

Donnerstag war der letzte Tag vor unserer Abreise, jedoch änderte das nichts an unserem morgendlichen Ablauf. Wir trafen uns alle gemeinsam um spätestens 7.45 Uhr im Frühstückssaal und machten uns dann fertig für den Tag. Zuerst besuchten wir das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wo uns die Aufgaben dieses Ministeriums erklärt wurden. Später besuchten wir das Mahnmal der ermordeten Juden Europas, das sich ganz in der Nähe des Brandenburger Tores befindet. Der „Ort der Information“, eine Art unterirdisches Museum, dokumentiert die Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden und verschaffte uns Einblicke in die Biografien jüdischer Familien während der Zeit des Dritten Reichs. Die Ausstellung war sehr persönlich gestaltet: Briefe und Postkarten ermordeter Menschen, Biografien und Namen derer, die ermordet wurden, Bilder der jüdischen Familien und ihre Geschichten, erzählt über Audioguides, gingen uns sehr nahe. Am Abend gingen wir wieder ins Theater. Unsere Gruppe sah sich „Inside-IS“ im GRIPS Theater an.

Was manche Mitschüler abseits des Programms so in Berlin unternahmen, ist im Folgenden zu lesen:

„Nachdem wir uns den Vortrag im Ministerium angehört hatten, gingen wir erstmal ins Einkaufszentrum. Anschließend schlenderten wir ins Rausch Schokoladenhaus und sahen uns die beeindruckenden Skulpturen aus Schokolade an. Der Anblick von so viel Schokolade machte uns alle hungrig und deshalb aßen wir das, was man mindestens einmal in Berlin essen muss – Döner. Inspiriert vom Schokoladenhaus, gingen wir zum Laden von Ritter-Sport, da dort jeder von uns eine eigene Tafel Schokolade kreieren konnte. Da man nicht alle Tage bei Ritter-Sport ist, war ein Schokofondue und heiße Schokolade Pflicht. Für 21.00 Uhr hatten wir noch einen Tisch im Hard-Rock-Café reserviert. Abgerundet wurde der Tag mit einem leckeren Essen unter Freunden.“

„Für mich war von Beginn an eigentlich schon ganz klar, wie der Donnerstag für mich aussehen würde: Einkaufsläden zu durchstöbern und die Secondhand-Läden Berlins mit Freunden unsicher zu machen. Nach dem Ministeriumsbesuch hatten ein paar Schüler aus meiner Klasse und ich Lust einkaufen zu gehen und da bot sich die Friedrichstraße um die Ecke doch super an. Abgesehen von den Luxusmarken gab es auch für Schüler preiswerte Kleidung zu kaufen. Die Einkaufstour sollte nach dem „Ort der Information“ eigentlich mit Freunden aus der anderen Klasse fortgesetzt werden, jedoch blieb uns nicht mehr viel Zeit, sodass wir uns spontan am Alexanderplatz trafen. Das war aber nicht weiter schlimm, denn sich mit Freunden in einer fremden Stadt zurechtzufinden, hatte auch etwas Witziges.“

„Wir hatten ein paar Stunden Freizeit zwischen dem Ministeriumsbesuch und dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas, in der wir uns auf den Weg zum berühmten ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie machten. Auf dem Weg zum Denkmal sind wir noch ein letztes Mal am Reichstag, dem Paul-Löbe-Haus und dem Brandenburger Tor vorbeigelaufen, um die letzten Erinnerungsfotos zu schießen. Nach dem Theaterbesuch am Abend verbrachten wir die letzten freien Stunden in Berlin am Alexanderplatz mit der Suche nach Souvenirs, sodass wir uns am Ende des Tages mit einer großen Menge an neuen Eindrücken vom wundervollen Berlin auf dem Weg zurück ins Hotel machten.“

Freitag, 02.03.2018

Am letzten Tag unserer Berlinfahrt mussten wir vor dem Frühstück unsere Zimmer aufräumen. Um 9 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Mödlareuth, wo wir dann nach vier Stunden Fahrt und einer kleinen Pause auch ankamen. Dort bekamen wir einen sehr spannenden Einblick in die Geschichte von „Little Berlin“. Uns wurden Bilder und Videos über den Bau der Grenzanlagen gezeigt und wir erfuhren, dass der kleine Ort Mödlareuth durch die Grenze in zwei Teile geteilt worden war. Auf dem Außengelände hatten wir die Möglichkeit, uns den ehemaligen „Eisernen Vorhang“ noch einmal genau anzuschauen. Man konnte die Grenzzone mit Mauer und Zaun ablaufen. Um 15.30 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zur Schule, die wir ohne Probleme um 16.30 Uhr erreichten. Eine Fahrt also voller neuer Eindrücke.

Klasse 10b