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Austausch 2019

Bereits zum zweiten Mal fand unser Austausch mit dem Gymnasium 887 in Moskau statt. Auch dieses Mal war es für 11 Schülerinnen und Schüler des Willstätters und ihre 11 russischen Austauschpartner zunächst eine erlebnisreiche Woche in Nürnberg und kurze Zeit später eine eindrucksvolle Reise nach Moskau.

Unsere russischen Partner in Nürnberg

Der 15. Februar: ein fast normaler Freitag, an dem nach der vierten Stunde alle ihre Halbjahres-Zeugnisse bekamen. An diesem Nachmittag passierte jedoch etwas Unvergessliches für 11 Schüler des Willstätter-Gymnasiums Nürnberg und für 11 Schüler der Schule Nr. 887 in Moskau: Wir trafen zum ersten Mal unsere Austauschpartner, mit denen wir dann auch die ganze nächste Woche verbrachten und zusammen, manche das erste Mal Deutschland genossen!

Am selben Tag gab es einen Begrüßungsabend mit allen beteiligten Lehrern, Schülern und Eltern. Unsere Austauschpartner hatten für uns ein russisches Märchen übersetzt und führten es uns vor. Wir hatten den Songtext von Dschingis Khans „Moskau“ auf „Nürnberg“ umgeschrieben und sangen alle zusammen im Chor.

Die zwei Tage am Wochenende hatten wir Zeit, uns besser kennenzulernen und haben diese Zeit auch dafür genutzt. Am Sonntag zum Beispiel waren wir mit einer großen Gruppe im Palm Beach.

Am Montag fing dann die Schulwoche an. Nach der ersten gemeinsamen Unterrichtsstunde sind unsere Besucher zum Schloss Faber-Castell gefahren und hatten dort eine Führung durch die Fabrik, natürlich auf Deutsch. Im Anschluss trafen wir uns wieder in der Schule und machten mit unseren Partnern eine Stadtrallye. Danach durften alle einen Krapfen in der Sonne genießen – passend zur Faschingszeit.

Der Dienstag war für die Schüler aus Moskau genauso schön, wie der Montag. Zunächst lernten sie auf einer russischen Führung die Stadt kennen. Nach der gemeinsamen Mittagspause mussten wir uns jedoch wieder von unseren Partnern trennen, da für sie eine Führung durch das Dürerhaus auf dem Plan stand und wir wieder in den Unterricht mussten.

Am folgenden Tag durften unsere russischen Freunde dann die ersten beiden Unterrichtsstunden auch mit uns verbringen. Danach machten sie sich auf dem Weg ins Doku-Zentrum und lernten dort bis zum Mittag etwas über den Nationalsozialismus. Der restliche Tag stand für uns zur freien Verfügung und wir verbrachten die Freizeit miteinander.

Der Donnerstag war ein anstrengender aber schöner Tag, da wir alle zusammen den ganzen Tag Ingolstadt besichtigt haben. Das Wetter war auf unserer Seite, es war angenehm warm und sonnig. Einen Teil der Zeit verbrachten wir in der Audi-Fertigung, wo und uns alles über diese Autos erzählt wurde. Es war ein interessanter Vortrag mit vielen neuen Informationen.

Aber eine Sache hat uns alle an dem Tag trotzdem belastet, und zwar dass die Woche schon fast vorbei war und wir uns am nächsten Morgen für einen Monat voneinander verabschieden mussten.

Am Freitag fuhren unsere russischen Freunde nach Hause. Aber diese Rückreise verlief für sie nicht ohne Abenteuer, denn bei der Ankunft am Flughafen erfuhren sie, dass es in Moskau gerade sehr stürmisch war, sodass der Flug um einige Stunden verschoben wurde. Letztendlich sind sie dann aber um 19 Uhr deutscher Zeit in Russland gelandet. Die Extrazeit im Flugzeug konnten sie dazu nutzen in Erinnerungn an Nürnberg zu schwelgen. Es war eine sehr schöne und auch lustige Woche für uns alle.

Valeria Borisova (9d) & Jegor Katrechko (9c)

11 Willstätter in Moskau

Am Freitag den 29.03.2019 begann unsere Reise schon früh morgens am Nürnberger Flughafen. Trotz Müdigkeit packte uns alle die Vorfreude auf die Metropole und das Wiedersehen mit unseren Austauschpartner/-innen. Nach einem Zwischenstopp kamen wir dann endlich gegen Nachmittag in Moskau an, wo sie uns abholten und in unser neues Zuhause für die nächste Woche brachten. Das Wochenende stand uns zur freien Verfügung und wir nutzen die Gelegenheit, um uns schon einmal die tolle Stadt anzusehen. Dank unserer russischen Freunde bekamen wir einen ersten Einblick in das russische Leben und versuchten, uns in Moskau einzuleben.

Am Montag startete unser Programm in einem Teil unserer Partnerschule, in dem man uns die vielfältigen Zusatzkurse für Kinder zeigte. Ob Töpfern, Tanzen, Theater oder Tiffany (Glaskunst), wir durften alles ausprobieren und konnten am Ende jedes Kurses Souvenirs mit nach Hause nehmen, wie z.B. einen Glasschmetterling, den wir selbst geschliffen und zusammengelötet hatten. Anschließend stand eine von einer Geschichtslehrerin unserer Partnerschule durchgeführte Stadtführung durch Moskau auf dem Programm, bei der wir in zügigem Tempo und bei Schneeregen zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Roten Platz oder die Basiliuskathedrale sahen und die dazugehörige Geschichte erklärt bekamen. Nach einer kleiner Eispause im berühmten Einkaufszentrum GUM, besuchten wir dann das Historische Museum.

Am nächsten Tag schnupperten wir in einige Unterrichtsstunden hinein, wie zum Beispiel in den Sportunterricht, in dem wir gegen die russischen Schüler ein Volleyballmatch bestreiten durften, welches wir am Ende sogar knapp gewinnen konnten. Anschließend führten uns Grundschüler kleine Theaterstücke auf Englisch vor, welche uns sehr gefallen haben. Nachmittags wurden wir durch den Kreml, sowie die Rüstenkammer mit all ihren Schätzen geführt.

Am Mittwoch stand bei uns der gemeinsame Ausflug mit unseren Austauschpartnern an, bei dem wir ein Freilichtmuseum besuchten und anschließend in einer alten Holzhütte die russische Gastfreundschaft erleben und „Blintschiki“ (russische Pfannkuchen) zu essen bekamen, die uns allen sehr geschmeckt haben.

Am letzten Tag zeigte man uns, wie man selbst ohne Nadel traditionelle russische Puppen aus Stoff machen kann, die wir dann auch mit nach Hause nehmen durften. Nach dem Frühstück in der Schule besuchten wir die berühmte Tretjakow-Galerie und waren begeistert von den Gemälden der russischen Künstler und deren Deutung, die uns unsere fachkundige Museumsführerin erklärte. Im Anschluss konnten wir in Vierergruppen in einem Quiz unser neuerworbenes Wissen über die Tretjakow-Galerie beweisen.

Als Abschluss unseres tollen Austauschprogramms veranstaltete unsere Partnerschule einen Abschiedsabend, bei dem wir nach kleinen Theater- und Gesangesdarbietungen gemeinsam Pizza, Kaviar und andere Leckereien aßen und uns über die tolle Woche austauschten.

Umso trauriger war am nächsten Tag der Abschied am Flughafen, als wir wieder nach Nürnberg fliegen sollten. Da echt tolle Freundschaften untereinander entstanden sind, fiel uns allen der Abschied natürlich umso schwerer und bei dem Großteil von uns flossen auch einige Tränen. Wir haben in Moskau eine sehr schöne Zeit erlebt und vielen Erinnerungen mitgenommen, und wir können es wirklich nur jedem ans Herz legen an diesem Austausch teilzunehmen.

Sophia Schneider (9a) & Emilie Labutin (9b)