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„Wir machen uns auf den Weg,.......ins Leben!“

 

Der Refrain dieses modernen Kirchenliedes war im zurückliegenden Schuljahr 2010/2011 das Motto unserer religionspädagogischen Arbeit am Willstätter. In vielfältiger Weise haben wir Lehrerinnen und Lehrer uns mit den Schülerinnen und Schülern auf den Weg des Glaubens und damit auf den Weg ins Leben aufgemacht.

Quelle: www.reformkatholiken.de

Am Anfang dieses Weges haben wir gemeinsam einen Schulgottesdienstes in St. Egidien gefeiert. Im Mittelpunkt stand die Beschäftigung mit dem Labyrinth von Chartres. Wir haben uns gedanklich auf den Weg gemacht, zur Mitte dieses Labyrinths.
Der Weg dorthin steht symbolisch für unseren Lebens- und Glaubensweg: für die einzelnen Lebensabschnitte, für den Weg in die eigene Mitte, für den Weg zu Gott. Dieser Weg ist nicht langweilig, sondern er ist spannend. Wir müssen jedoch erst einmal aufbrechen, müssen immer weitergehen und dürfen nicht stehen bleiben. In der Mitte angekommen, verspüren wir dann das Gefühl von Dankbarkeit und Geborgenheit. Wichtiger als der Hinweg wird nun der Rückweg. Wir dürfen ihn weder auslassen noch abkürzen. Die wichtigste Frage, die sich auf dem Rückweg stellt ist: ´Was ist eigentlich meine Aufgabe?`. Der Rückweg ist der Weg zum ´Du`, zu meinem Nächsten. Wir kehren also aus der Mitte kommend in den Alltag zurück.

Der Schulalltag hat zurückliegend viele Möglichkeiten des Aufeinanderzugehens bereitgehalten. Ein Schwerpunkt lag in diesem Zusammenhang auf der ökumenischen Arbeit in den einzelnen Jahrgangsstufen. So haben wir z.B. mit den 5.Klassen im Rahmen des Religionsunterrichts zwei Andachten in der Landauer-Kapelle gefeiert. Bei der ersten Andacht im Oktober 2010 stand das Jesus-Wort „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6) im Mittelpunkt, im Februar 2011 unsere Jahreslosung für 2011 „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Röm 12,21)

Wie schon im letzten Jahr hatten wir auch diesmal wieder im Dezember 2010 zu einem Kreativ-Wettbewerb zur Gestaltung der Jahreslosung 2011 aufgerufen. Unter den vielen tollen Beiträgen konnten wir am Ende vier SiegerInnen gratulieren: Theresia Brennecke (5b), Michelle Traurig (6c), Jakov Shikhmanov (6d) und Carola Fischer (10e)

Auch unser Schaukasten im Flur des Erdgeschosses war in der Adventszeit erneut mit einem Adventskalender der Religionsklasse von Frau Bickel bestückt worden, der für jeden Tag bis Weihnachten eine Überraschung beinhaltete. Neben den aktuellen Informationen rund um den Religionsunterricht und Aktionen der Stadtkirche, fanden im ´Reli-Kasten` auch die Arbeiten der 6.Klässler von Frau Haubner ihren Platz, die Infoplakate zu den jeweiligen kirchlichen Festen gestaltet haben. Diese begleiten uns nun im Verlauf des Kirchenjahres.

Nach der positiven Resonanz des letzten Jahres haben wir auch in diesem Schuljahr einen Gottesdienst vor den Weihnachtsferien gefeiert. „Was würde ich tun, wenn Jesus kommt?“ – unter dieser Leitfrage wurden die Schülerinnen und Schüler eingeladen, sich auf die Bedeutung der Adventszeit und des Weihnachtsfestes einzulassen.


Auf der Suche nach geeigneten liturgischen Formen im Schulalltag haben wir in der Adventszeit zu Morgenandachten eingeladen und haben dies durch eine Andachtsreihe in der Passionszeit fortgeführt. Während es in der Vorweihnachtszeit um die Beschäftigung mit Texten des Propheten Jesaja ging, stand für die Passionsandachten das Hungertuch der Miseror-Fastenaktion 2011 mit dem Thema „Was ihr dem Geringsten tut...“ im Mittelpunkt. In der Vorbereitung und bei der Durchführung der einzelnen Frühandachten haben u.a. die SchülerInnen der 7.Klasse von Frau Haubner und Frau Bickel mitgewirkt. Darüber hinaus hatten wir die Landauer-Kapelle in dieser Zeit in der Mittagspause zur stillen Andacht geöffnet. Die Resonanz von Seiten der SchülerInnen war so positiv, dass die Morgenandachten am Freitag unter Leitung von Frau Haubner bis zum Schuljahrende fortgeführt werden.

Foto: Tobias Stich

Der Besuch von Herrn Nusch vom Verein `Aldea Laura` in den fünften Klassen hat erneut dazu beigetragen, dass die Schüler nicht nur einen guten Einblick in die Projektarbeit erhalten konnten, sondern auch über die Lebenssituation der Kinder in Chocruz/Guatemala vieles erfahren haben. Die SchülerInnen der 5. Jahrgangsstufe haben in diesem Schuljahr einen hohen Betrag an Spendengeldern für unser Schulprojekt gesammelt, dafür ein herzliches Dankeschön !!!!

Darüber hinaus haben wir uns auch im Rahmen der Städtewette „Menschen für Menschen“ der Karlheinz Böhm – Stiftung engagiert. Die 6. Klassen haben im Religionsunterricht bei Frau Bickel und Frau Haubner einen Flohmarkt mit zusätzlichen Aktionen zum Spendensammeln auf die Beine gestellt. Es war insgesamt ein großer Erfolg. Wir danken allen Beteiligten!

Ende Oktober hat die 7.Klasse von Herrn Mehl im Rahmen der Beschäftigung mit dem Islam die Eyüp-Sultan-Moschee in Nürnberg besucht. Die SchülerInnen hatten die Gelegenheit das Mittagsgebet mitzuerleben. Im anschließenden Gespräch mit Herrn Ümit Canlı, dem Bildungsleiter und Dialogbeauftragten der Eyüp-Sultan-Moschee in Nürnberg, haben sie einiges über die Grundzüge des Islams erfahren.

Einiges voneinander erfahren haben auch die Religionsklassen der 8. Jahrgangsstufe von Frau Möllenhoff und Frau Haubner, als sie sich an zwei Tagen gemeinsam „ auf die Spuren der Reformation“ durch Nürnberg begeben haben. Ein Geo-Cache zu ´Philip Melanchthon`, ein Besuch im Germanischen Nationalmuseum, sowie der Besuch der drei großen Stadtkirchen St.Lorenz, St.Klara und der Frauenkirche standen auf dem Programm. Als ein ökumenisches Projekt angelegt, hat es den SchülerInnen einen Überblick über die Zeit und die Auswirkungen der Reformation in Nürnberg vermittelt, und sollte deutlich machen, wo bis heute reformatorische Ausprägungen in der Ausstattung der Kirchen aber auch ganz allgemein im Stadtbild erkennbar sind.

Am Ende unseres Weges stehen auch in diesem Jahr der Schulgottesdienst am letzten Schultag, sowie im Juni der Gottesdienst für die diesjährigen Abiturienten, der in diesem Schuljahr unter Mitwirkung einiger Abiturienten von Herrn Mehl zum zweiten Mal durchgeführt wird.

Mach unseren Herzen Beine, Gott,
und wir machen uns auf den Weg.
Zieh mit uns an einem Strang ,
und wir machen uns auf den Weg.
Bleib du uns auf den Fersen, Gott,
und wir machen uns auf den Weg.
Bau du uns goldene Brücken, Gott,
und wir machen uns auf den Weg.

(nach: Thomas Laubach/ Thomas Quast aus: Ruhama-Liederbuch 1994)

Für die Fachschaft Religion: A. Möllenhoff/ M.Haubner