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„Auf den Spuren der Reformation in Nürnberg“ – Ökumenische Projekttage am Willstätter-Gymnasium


Am 14. und 15. Februar 2011 machten sich ca. 60 Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe (Religionsklassen von Frau Haubner und Frau Möllenhoff) auf, um in Nürnberg die Spuren der Reformationsgeschichte zu ergründen. Fragen wie:


Wer hat wo in Nürnberg reformatorisch gewirkt?“, „Wo wird Reformationsgeschichte heute im Stadtbild sichtbar?, „Was ist eigentlich typisch katholisch, was ist typisch evangelisch?“ standen dabei im Zentrum der Erarbeitung.

In konfessionell gemischten Gruppen ging es an die Arbeit. Zunächst stand die Recherche wesentlicher Fakten rund um das Thema auf dem Programm.

Durch die Beschäftigung im Unterricht kannten die SchülerInnen bereits die großen Zusammenhänge, die wesentlichen Personen, die wichtigsten Ereignisse rund um Luther und seine Zeit.

Wer war aber die treibende Kraft für die Verbreitung der Luther-Thesen in Nürnberg ?

Ein zu erarbeitender ´Historischer Überblick` verschaffte erste Erkenntnisse.

Andreas Osiander, Philipp Melanchthon, Caritas Pirckheimer – vor allem diesen letzten beiden Namen konnten die SchülerInnen städtische Orte zuordnen.

Aber was haben diese Personen mit der ´reformatorischen Idee` zu tun?

Über einen Geo-Cache konnten die SchülerInnen dieser Frage auf den Grund gehen, und dadurch einiges über das Leben und Wirken Philipp Melanchthons erfahren.

Die Ergebnisse des ersten Projekttages wurden dann auf einer Infowand präsentiert.

´Auf den Spuren der Reformation` ging es am zweiten Projekttag in das Germanische Nationalmuseum. Unter dem Titel „Reine Glaubenssache – Ablasshandel und protestantische Lehre“ wurde den Schülerinnen und Schülern unter fachkundiger Führung an einigen Ausstellungsstücken des Museums deutlich gemacht, worin sich die katholische von der protestantischen Lehre unterscheidet und zu welchen Konflikten dies im Mittelalter geführt hat.

Ihre Erkenntnisse konnten die SchülerInnen dann mit Hilfe eines ´Evangelisch-Katholisch-Check` in den Innenstadtkirchen zum Einsatz bringen.

In der Kirche St.Clara kam es zu einem Dialog zwischen ´Caritas Pirkheimer und Melanchthon`, der durch Schülerinnen und Schüler vorbereitet worden war; in der Lorenzkirche ging es um die Frage, ob diese Kirche eine ganz ´normale` evangelische Stadtkirche ist; und in der Frauenkirche haben die SchülerInnen durch Referate abschließend etwas über die Hoffnungen und Ängste im Mittelalter erfahren.

An diesen zwei Tagen haben beide Religionsgruppen eine Menge über die jeweils andere Konfession gelernt und erfahren. Damit wurde die Projektidee zu einem kleinen Beitrag zur Ökumene !