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Physik aus erster Hand

Dr. Schöerner
Dr. Schöerner
Blick in die Klasse
Blick in die Klasse

Am traditionell sprachlich orientierten Willstätter–Gymnasium gehören Leistungskurse in Physik seit langen Jahren eher zu den kleineren und von naturwissenschaftlichen Karrieren erfährt die Schule relativ selten.
Umso erfreulicher ist es dann, wenn sich ein ehemaliger Abiturient an seine „Kinderstube“ erinnert und sich anbietet, der Schule und ihren jetzigen Schülern zur Verfügung zu stehen. Die Fachschaft Physik hat diese Chance dankend ergriffen und lud am 24. 11. 04 interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zu einem Vortrag des ehemaligen Schülers Dr. Thomas Schörner .

Dr. Thomas Schörner besuchte in der Jahren 89/ 91 den Physik LK  und legte im Sommer 1991 das Abitur ab. Nach einem Jahr Auszeit (Jobben, Auslandsreisen) begann er 1992 das Grundstudium der Physik in Hamburg (Zweitstudium der Philosophie), das er schon 1994 mit dem Vordiplom abschließen konnte. An das Hauptstudium in München (Zweitstudium Wissenschaftstheorie und Logik) schloss sich die Diplomarbeit am OPAL-Experiment am CERN an (Suche nach Higgs-Bosonen), die er 1998 vorlegte. In den Jahren 1998 bis 2001 promovierte er am Max Planck Institut für Physik in München. In den Jahren 2001 bis 2003 arbeitete er als CERN Research-Fellow an den Experimenten ATLAS und OPAL , seit 2003 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Hamburg für die Experimente ZEUS und CMS am DESY.

Trotz wissenschaftlicher Karriere hat sich Dr. Schörner eine lockere, aufgeschlossene Umgangsweise mit Schülern bewahrt, was die Präsentation der Inhalte aber auch den Kontakt zu den Schülern stark erleichterte. Es gelang ihm über Aufbau, Durchführung, Probleme aber auch Chancen des Physikstudiums sehr anschaulich zu informieren indem er immer wieder Bezug auf seine persönlichen Erfahrungen nahm. Obgleich die im Überblick dargestellten Forschungsprojekte und – ziele die meisten Zuhörer sicher überforderten, schenkten ihm die 27 interessierten Schülerinnen und Schüler nahezu 90 Minuten lang ihre Aufmerksamkeit.

Besonders eindrucksvoll gelangen die mit dem Beamer projizierten Darstellungen der gigantischen Forschungsanlagen sowie die farbigen Schilderungen der Zusammenarbeit der ca. 350 Physiker, Techniker und Studenten aus 30 Instituten und ca. 15 Ländern.

Schüler und Schule danken an dieser Stelle Dr. Schörner noch einmal für diese sehr informative Präsentation, wünschen ihm weiterhin viel Erfolg und die veranstaltende Fachschaft Physik hofft, dass durch die Ausführungen einerseits Ängste und Vorurteile abgebaut und andererseits Interesse, ja vielleicht sogar Freude am Physikstudium geweckt werden konnte.