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Besuch der Ausstellung „Maschinen des Leonardo da Vinci”

Die Klasse 8d, die erste Klasse des naturwissenschaftlich-technischen Zweiges am Willstätter, besuchte am 29. 3. 07 unter Begleitung ihrer Lehrkräfte Helfrich und Behr die Ausstellung im Museum Industriekultur. Diese zeigte an vielen Objekten, die zum großen Teil auch „begreifbar“ waren, das breite Spektrum der Interessen und Tätigkeiten des genialen Künstlers und Wissenschaftlers. Bei einigen Installa-tionen konnten die SchülerInnen durchaus einen Bezug zum Unterricht feststellen: z. B. Flaschenzug, Kugel-lager oder Mikroskop.
Da der Ausstellungskatalog - wie meistens - zum einen teuer und zum andern nicht ganz Schüler gerecht gestaltet war, verdient die Arbeit der Schülerin Sabrina Fikacek besonderes Lob und Dank, die das Wesentliche über das Schaffen da Vinicis für die Homepage der Schule zusammenstellte.

Leonardo da Vinci (*15. April 1452 in Anchiano bei Vinci; † 2.Mai 1519 )war Maler, Bildhauer ,Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker Ingenieur, Naturphilosoph und Erfinder in der Renaissance ; er wird als das italienische Universalgenie bezeichnet.

Leonarado da Vinci war einer der größten Künstler, doch gleichzeitig auch ein genialer Wissenschaftler. Er erstellte viele Gemälde und Skulpturen, die er meistens nie ausgeführt hat. Besonders beeindruckend sind seine außergewöhnlich genauen anatomischen u.a. naturwissenschaftliche Zeichnungen, wobei er Längs- und Querschnitte abbildete, aber auch Draufsichten anlegte. In der Wissenschaft war er ein Pionier, der Entwürfe und Anlagen entwickelte, die seiner Zeit weit voraus in die Moderne ragen.

Er vereinte sein Wissen über Licht und Schatten mit den alten Florentiner Stärken der linearen Zeichnung und des psychologischen Ausdrucks und schuf auf dieser Grundlage seine Meisterwerke. Sein Lebenswerk ist immens. Allein der Versuch, das Verständnis von Licht und Schatten in die Malerei einzubringen, wurde zum wichtigen Thema der Malerei bis in die heutige Zeit hinein.

Seine Notizbücher, Zeichnungen und Skizzen bestehen aus ca. 6000 Blättern. Zu seinen Lebzeiten wurde, insbesondere von seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten, nichts veröffentlicht. Erst im 19. und 20. Jahrhundert fanden sich die Manuskripte in Bibliotheken und privaten Sammlungen. Ihre Bedeutung wurde erst zu dieser Zeit gewürdigt. Sie sind heute unter dem Namen Codex Leicester und Codex Madrid zugänglich.

Leonardo notierte alles in Spiegelschrift. Die Erklärung dafür ist umstritten. Eine Vermutung ist, dass dies ein Ausdruck seiner ausgeprägten Linkshändigkeit war. In Spiegelschrift fällt Linkshändern das Schreiben leichter, weil sie dabei die Feder nicht zu ihrer Spitze hinschieben müssen, sondern sie von rechts nach links ziehen können.

Eine andere Annahme besagt, er habe die Spiegelschrift benutzt, um seine Ideen nicht sofort allgemein zugänglich zu machen. Zu seiner Zeit gab es noch keinen rechtlichen Schutz der Urheberschaft an Erfindungen.

Durch experimentelle Nachbauten wurde erwiesen, dass er in seinen Konstruktionszeichnungen kleine, aber entscheidende Details vertauschte, so dass ein genauer Nachbau des Gezeichneten in der Praxis nicht funktionieren würde.

Seine wenigen erhaltenen Kunstwerke sind weltbekannt. Nach heutigem Wissensstand existieren 12 vollendete Werke und 12, an denen er mitgearbeitet hat. Alle seine Ölbilder wurden mit Röntgenstrahlen oder Infrarot untersucht. Diese Methoden zeigen beispielsweise Grundierungen, Vorzeichnungen, die Maltechnik und spätere Übermalungen und erleichtern die genaue Zuordnung.

Besonders berühmt ist das Porträt der Mona Lisa, welches heute im Louvre in Paris ausgestellt ist.

Fast ebenso bekannt sind die Gemälde „Das Abendmahl“ und „Die Dame mit dem Hermelin“.

Im Laufe der Zeit nahmen seine wissenschaftlichen Forschungen und sein durch Studium angeeignetes Wissen über Naturkräfte, die er zum Nutzen der Menschheit einusetzen wollte, immer mehr an Bedeu-tung zu. Jahrzehntelang entwickelte und optimierte er beispielsweise Skizzen von Fluggeräten, die z.T. den heutigen Hubschraubern gleichen.

 

Biografische Stationen

  • 1452  Leonardo wird am 15. April als uneheliches Kind in Vinci geboren
  • 1469  Ausbildung in der Werkstatt von Andrea del Verrocchio in Florenz
  • 1472  Meister und Mitglied der florentiner Lukasgilde
  • 1473  Die "Arno-Landschaft" entsteht
  • 1476  Wegen Homosexualität angeklagt und freigesprochen
  • 1478  Erste Studienblätter des Codex Atlanticus entstehen
  • 1482  Im Dienst des Mailänder Fürsten Lodovico Sforza
  • 1482  Gründung der "Accademia Leonardi Vinci"
  • 1483  Auftrag für S. Francesco Grande in Mailand
  • 1490  Entwurf des "Kanon der menschlichen Proportionen"
  • 1493  Studien zum Gußverfahren des Denkmals für Francesco Sforza
  • 1495  Beginn der Arbeiten am Fresco "Das Letzte Abendmahl"
  • 1500  Vertreibung aus Mailand, Rückkehr nach Florenz
  • 1502  Militäringenieur im Dienste Cesare Borgias
  • 1503  Arbeiten am Portrait der "Lisa del Giocondo" ("Mona Lisa")
  • 1506  Aufenthalt in Mailand
  • 1513  Auf Einladung des Papstes Leo X. Aufenthalt in Rom
  • 1516  Auf Einladung von Franz I. Reise nach Frankreich
  • 1519  Leonardo stirbt am 2. Mai in Schloß Cloux bei Amboise
Mona Lisa
Mona Lisa
Das Abendmahl
Das Abendmahl
Die Dame mit dem Hermelin
Die Dame mit dem Hermelin
Von seinen Skulpturen ist kein Original vorhanden.
Von seinen Skulpturen ist kein Original vorhanden.
Leonardo da Vinci erfand auch den Flaschenzug, der 6 feste und 7 lose Rollen hatte.
Leonardo da Vinci erfand auch den Flaschenzug, der 6 feste und 7 lose Rollen hatte.
Er erfand auch Kriegsmaschinerien, darunter einen Panzer
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oder eine Schiffsflotte
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Für uns bedeutsamer ist eine andere Erfindung: das Fahrrad
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