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Vokalensemble goes Hammelburg

Die (fast) ganze Truppe
Frau Magerl nach getaner Arbeit
Wer gut sein will, muss üben!

Am 21.5.2010 war es endlich soweit: Das Vokalensemble des Willstätter Gymnasiums machte sich mit frisch geölten Stimmbändern auf zu ihrer Probenstätte, der Musikakademie Hammelburg, dem Mekka der Sänger. Schon die Zugfahrt versprach ein fulminanter Auftakt zu einem amüsanten Wochenende zu werden, nicht zuletzt dank Sören und Kien. Sie sollten nicht die Letzten bleiben, die von unserer stimmlichen Leistung überzeugt werden konnten. Angekommen in Hammelburg ging’s zuerst - wie soll’s auch anders sein- zum Abendessen und das hatte einiges zu bieten. Überzeugen konnte der freundliche Tischservice genauso wie das hervorragende Essen. Die geleerten Platten türmten sich vor allem am Jungstisch bis in schwindelerregende Höhen hinauf, und schon nach kurzem Bezug der Zimmer (Ein Bad, in dem man Samba tanzen könnte) fingen wir alsbald zu proben an. Tja, so macht man das ja bei einem Probenwochenende.

Nach der späten Probe gingen wir noch auf einen kleinen Absacker ins hauseigene Bierstüberl, wo wir nach ein paar Runden Kartenspiel auch bald den Heimweg antraten. Besonders cool: Die mega modernen Türöffner, bei denen so mancher ohne fremde Hilfe nicht mehr reingekommen wäre! Die erträglichen Frühstückszeiten (8.30 Uhr) machten es möglich, dass wir am nächsten Tag frisch, munter und gut gestärkt (ich sag nur Mordsbuffet und tighter Kaffee) pünktlich zur Probe erscheinen konnten. Auf dem Programm standen zwei wunder¬schöne spirituelle Lieder und ein brasilianischer Samba, passend zu unseren Bädern. Auch der Himmel ließ sich durch unseren südamerikanischen Gesang aufheitern, so dass wir beschlossen nach dem Mittagessen in der Mittagspause mal ins Dörfchen Hammelburg zu wandern und Möglichkeiten zu suchen um das Championsleaguefinale Bayern – Inter Mailand live miterleben zu können. Von der Musikakademie läuft man so circa 15 Minuten vorbei an idyllischen Wiesen und Seen, bis man schließlich den kleinen Stadtkern erreicht. Natürlich läuft bei uns so eine kleine Wanderung nicht ohne ein paar fröhliche Melodien ab, weshalb wir nun stadtbekannt sein dürften. Nachdem wir die geeignete „Location“ für das abendliche Fußballspiel gefunden hatten, hieß es auch schon zurück zur Akademie (der Kaffee und Kuchen ließ nicht auf sich warten). Die restliche Zeit bis zum Abendessen verbrachten wir mit proben, proben, proben nicht dass das hier in Vergnügen ausartet.

Immerhin musste ein Sommerkonzert vorbereitet werden und so sangen wir den „König der Löwen“ und den „Parkplatzregen“.

Zum Glück hatten wir den gut geprobt, am Abend mussten wir nämlich in der Kneipe dieses Lied vor begeistertem Publikum zum Besten geben. Wir ließen uns unsere Laune nicht von dem suboptimalen Ausgang des Fußballspiels verderben und schlossen noch Freundschaften mit anderen „Musikern“, die uns später auch noch zu einer kleinen „Jamsession“ im Bierstüberl besuchten, praktisch, dass in so einer Musikakademie überall Klaviere rumstehen. So verbrachten wir unseren letzten Abend in einer sehr netten Runde, bestimmt von lautem Gesang und Rap und wilden Ausdruckstänzen. Aber so sind sie halt diese „Musiker“. Ein kleiner Capoeiratanz war auch noch drin bevor wir uns letztendlich alle in unsere Betten verabschiedeten, am Sonntag sollte ja auch noch kräftig geprobt werden.

Manch einer kam am nächsten Tag besonders tief runter und wir ließen uns auch aufklären, dass man nach einer Halben viel besser singen könne, da dann die Stimmbänder besonders gut arbeiten könnten. Das konnten wir leider nicht mehr ausprobieren, da die Zeit drängte und wir noch einmal alle Lieder durchsingen wollten. Auch wenn wir alle traurig waren so hieß es bald noch die letzte Portion Spätzle reindrücken und dann auf zum Zug, der uns über kleine Etappen zurück nach Nürnberg bringen sollte. Fazit? Ein tolles Wochenende, an dem wir endlich mal viel proben konnten und an dem wir uns alle besser kennengelernt haben. Ich wünsche mir, dass wir ab jetzt jedes Jahr so eine Fahrt veranstalten können und sei es an einem Ferienwochenende (Tja, schlecht gelaufen, Fr. Magerl!)

In diesem Sinne, Good night sweethearts,
I love to go!
Jessica Jorgas, K12