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FLL-Wettbewerb 2010: Body Forward

Spiel, Denksport und Wissenschaft – der LEGO-Mindstorms-Roboterwettbewerb


Anfang Oktober begannen die Schüler Simon Schneider (8c), Martin Sauer (8d) und Janik Pflumm (7d) mit den Vorbereitungen zum FLL-Roboterwettbewerb.


Beim FLL Robot-Game muss ein selbstgebauter LEGO-Mindstorm-Roboter auf dem FLL Spielfeld verschiedene Aufgaben erfüllen. Jedes Team erhält zur Vorbereitung auf den Wettbewerb ein FLL Spielfeld, das aus einer ausrollbaren Spielfeldmatte (2350 x 1150 mm) und den LEGO Aufgabenmodellen besteht.
Nachdem das ganze Spielfeld zusammengebaut und auf einer eigens im Baumarkt besorgten Spanplatte platziert wurde, erfolgten in den nächsten Wochen die Planung und der Bau des Roboters. Der entwickelte Roboter musste dann „nur“ noch so programmiert werden, dass er möglichst viele der Aufgabenstellungen aus dem medizinischen Bereich erfüllt, um dadurch in einer festgelegten Zeit möglichst viele Punkte zu sammeln.

Es standen 15 Aufgaben zur Wahl, wie z. B.

  • Herzfehler reparieren:
    Bringt den Flicken mit Herzzellgewebe ins Herz. (Flicken angebracht = 20 Punkte)
  • Gipsverband (einfache Knochenreparatur):
    Richte den Armknochen (wie in der Markierung auf dem Spielfeld vorgegeben) aus und bringe den blauen Gips an. Der Gips muss nach unten gerichtet sein und die Bruchstelle komplett abdecken. (Gips angebracht = 25 Punkte)

Die Aufgaben gestalteten sich jedoch erheblich schwieriger als gedacht. Neben den zu findenden Lösungsstrategien und deren Umsetzung, mussten die Jungs sich mit den Problemen abmühen, die das Spielzeug LEGO-Mindstorm ihnen stellte: nachlassende Batterien beeinflussten die Funktionsfähigkeit des Roboters; unterschiedliche Kabellängen bewirkten ein abweichendes Fahrverhalten; einfache Gummibereifung bzw. –ketten sorgten für einen unpräzisen Drehwinkel des Roboters; u. v. m.
Nach der Überwindung einer Vielzahl der Probleme schaffte man es schließlich einen konkurrenzfähigen Roboter auf die „Ketten“ zu stellen. Allerdings lag noch eine weitere Hürde vor den Schülern.
Der Wettbewerb besteht neben dem eigentlichen Roboterwettbewerb noch aus einem Forschungsauftrag, in dem die Schüler zu einem selbst gewählten Projekt aus der Medizin eigene Lösungsvorschläge ausarbeiten und am Wettbewerbstag einer Jury vorstellen müssen.
Nach langen Recherchen im Internet wurde schließlich auch die geforderte Präsentation auf die Beine gestellt.


Am 20. November 2010 war es dann so weit: FLL Regionalwettbewerb in der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg. Die „WGNRobos“, also unsere drei Jungs, zogen los, um sich die Siegerkrone zu holen. Bei den anstehenden Prüfungen wurden sie tatkräftig von ihren begeisterten Vätern und einigen Mitschülern unterstützt. Die Forschungspräsentation bildete dabei den Anfang und wurde hinsichtlich der kurzen Vorbereitungszeit wirklich gut absolviert. Im Weiteren erfolgten zwei Prüfungen. In der ersten wurde die Teamfähigkeit unserer WGNRobos beurteilt und in der zweiten hinterfragte die Jury das Vorgehen und die Umsetzung beim Bau des Roboters.
Nachdem nun drei Prüfungen absolviert waren, folgte nun der eigentliche Roboterwettstreit. In der ersten Runde zollten die WGNRobos allerdings ihrer eigenen Nervosität Tribut und erreichten durch zu viele Strafpunkte eine Negative Punktebilanz. Doch die weiteren Runden sollten erheblich mehr Punkte bringen.

v. links: Schlez, Janik P., Martin S., Simon S.

Schließlich erreichten Simon, Martin und Janik zusammen insgesamt einen wirklich beachtlichen 8ten Platz, wenn man die im Vergleich zu anderen Teams kurze Vorbereitungszeit berücksichtigt. Die drei Schüler waren zu jeder Zeit begeistert bei der Sache, sammelten eine Menge Erfahrung und stärkten ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen, die sie im Alltag und z. B. bei weiteren Wettbewerben sinnvoll einsetzen können.

Schlez