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Fachschaft Geschichte

Haus der Geschichte (Bonn)

Fachbetreuer: OStR Dr. Fischer

Übersicht

Jahrgangsstufe 6 7 8 9 10
Stundenzahl 2 2 2 2 1
Buch Forum Geschichte 6 (Cornelsen) Forum Geschichte 7 (Cornelsen) Das waren Zeiten 3 (Buchner) Das waren Zeiten 4 (Buchner) Das waren Zeiten 5 (Buchner)
Jahrgangsstufe 11 12
Stundenzahl 2 2
Schulaufgabenzahl 2 2
Buch Forum Geschichte 11 – Bayern (Cornelsen) Forum Geschichte 12 – Bayern (Cornelsen)
Weiteres Putzger Historischer Weltatlas Putzger Historischer Weltatlas

Angebotene Fahrten

  • Lokalerkundungen (z.B. zur Nürnberger Burg)
  • Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau
  • Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und Memorium Nürnberger Prozesse
  • Historisch-politische Bildungsfahrt der 10. Klassen nach Berlin

 

 

Austauschprogramm

  • Israel
  • Polen

Geschichte - Neueste Artikel

Geschichten der Deutschen Einheit

Die Oberstufenschüler des WGN besuchten am Montag, 21. September 2015 von 18:30 - 20:00 Uhr die Abendveranstaltung "Geschichten der Einheit" der Deutschen Gesellschaft e.V. ...mehr

WGN trifft Westerwelle

Schüler des Willstätter Gymnasiums treffen unseren Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ...mehr

Besuch des Dokuzentrums Nürnberg

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchte die Klasse 9b am 16.07.2019 mit Herrn Dr. Fischer das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände und nahm an dem pädagogischen Begleitprogramm „Führerkult und Volksgemeinschaft“ teil.

Exkursion nach Dachau der 9. Jahrgangsstufe

Ein Ort des Grauens - Exkursion der 9. Klassen nach Dachau

Neriya Bader und Lawinia Mazur, 9b

Am 10.04.2019 besuchten  wir, die neunten Klassen des Willstätter-Gymnasiums Nürnberg, die am Ostrand von Dachau liegende KZ-Gedenkstätte, welche  am 5. Mai 1965 als Mahnstätte und Erinnerungsort auf dem ehemaligen Häftlingsgelände des Konzentrationslagers errichtet worden ist. Aufgrund der Verspätung des Busses war unser Zeitplan relativ beschränkt, weswegen wir uns gut organisieren mussten. Um die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse nachvollziehen zu können, wird ein Einführungsfilm angeboten, welchen wir leider nicht ansehen konnten. Dennoch schafften wir es, in kurzer Zeit die wichtigsten Informationen selbst zusammenzustellen. Im Museum erhielten wir tiefgründige und bewegende Einblicke in die Geschichte des Ortes des Grauens, vor allem durch die Erfahrungsberichte von Häftlingen. Auch verdeutlichten persönliche Gegenstände von deportierten Personen die Nähe  der Ereignisse und boten einen Einblick in ihr Leben, das völlig zerrissen wurde. So erstellte sich vor unseren Augen ein  Bild der Demütigungen, aber auch der willensstarken Menschen, die auf Befreiung hofften. Nach einer halben Stunde versammelten wir uns auf den Appellplatz, wo unsere Führung durch das Lager begann. Ironisch, wie das kalte aber sonnige Wetter im Kontrast zu dem Schrecken stand, der hier vollzogen wurde. Die nachgebauten Baracken, in denen bis zu 2000 Menschen schliefen, wirkten trist. Wie konnte eine solche Menge an Individuen in ihnen Platz finden? Kaum vorstellbar.  Der strenge Tagesablauf der Häftlinge wurde uns näher gebracht, wobei die erzwungene Ordnung herausstach, die als eine Art grausame  Tortur funktionierte. Die vorgeführten „Toiletten“ veranschaulichten deutlich die menschenverachteten Umstände. Wir verließen die „Unterkunft“ und liefen weg vom riesigen Denkmal zum anderen Ende des Lagers. Erst jetzt wurde bewusst, welche Ausmaße das Lager hatte, obwohl die restlichen Baracken nur Ruinen waren. Wir gelangten zu der Brücke, die zu den Krematorien führt. Der Graben und der Stacheldrahtzaun sollten die Flucht verhindern, dennoch war es mehreren Personen gelungen, den Weg in die Freiheit zu erkämpfen. Eine bedrückende Stimmung breite sich unter uns aus, denn spätestens jetzt konnten die Grausamkeiten uns direkt vor Augen geführt werden. Das ältere Krematorium betraten wir nicht, dafür die „Baracke X“, bestehend aus der Gaskammer, auch „Brausebad“ genannt. Das Gelände ist der zentrale Gedenkort und Friedhof der KZ-Gedenkstätte Dachau, wobei besonders das Denkmal „Der unbekannte Häftling“ herausstach. Hierbei wird eine abgemagerte Person, gekennzeichnet von den Spuren der Not, mit aufrechter Haltung dargestellt, die Entschlossenheit und Nüchternheit signalisiert, was ihr einen gewissen Charakter einer starken Persönlichkeit verleiht. Mit dem Eindruck der Inschrift auf dem Denkmal „Den Toten zur Ehr, den Lebenden zur Mahnung“ machten wir uns auf die Heimfahrt nach Nürnberg.

Historisch-politische Bildungsfahrt der 10. Jahrgangsstufe nach Berlin

Montag, 28.01.2019

Am Montag, den 28.01.2019, ging es für die komplette 10 Jahrgangsstufe um 7:30 Uhr endlich los nach Berlin. Wir freuten uns während der Busfahrt schon sehr auf unseren bevorstehenden Aufenthalt in unserer Hauptstadt! Um ungefähr 15:30 Uhr kamen wir dann voller Vorfreude in Berlin an. Anschließend begaben wir uns auf eine Stadtrundfahrt, wo wir vielen bekannten Sehenswürdigkeiten Berlins, wie dem zoologischem Garten, begegneten. So gewannen wir Schüler einen ersten Eindruck von der Stadt und danach ging es weiter ins Hotel. Im Meininger-Hotel angekommen, welches unsere Bleibe, für die nächsten 4 Tage war, hatten wir eine Stunde Zeit, um unsere Zimmer zu beziehen und uns ein wenig von der Anreise zu erholen.

 

Danach ging es für alle zu Fuß zum gemeinsamen Abendessen in ein indisches Restaurant. Das Restaurant war sehr schön eingerichtet und wir haben uns dort alle sehr wohl gefühlt, da es drinnen schon nach dem leckeren Essen roch.

Die vielen Verzierungen und landestypischen Einrichtungsgegenstände, gaben einem den Eindruck man sei nicht in Berlin, sondern tatsächlich in Indien. Dann kam auch recht schnell das Essen, welches aus indischem Chicken-Curry, Reis, Kichererbsen-Curry und Naan bestand. Das Essen war sehr lecker und es war genug für alle da, was sehr bemerkenswert ist, da es nicht einfach ist so viele hungrige Jugendliche so schnell zu sättigen!

Nach dem Abendessen hatten wir unseren ersten freien Abend. In Fünfergruppen meldeten wir uns bei einer Lehrkraft ab und durften von da an Berlin auf eigene Faust erkunden. In unserer Gruppe entschieden wir uns zum nahegelegen Alexanderplatz zu laufen, dort konnten wir durch viele Läden stöbern, die es so nicht in Nürnberg gibt. Und wie es von Mädchen nun mal zu erwarten ist, konnten wir uns die Chance dort zu shoppen nicht entgehen lassen! (Achtung Klischee! Die Jungs waren genauso begeistert!)

Manch einer kaufte sich noch schnell Handschuhe, denn einige hatten trotz mehrfacher Hinweise vergessen ihre mitzunehmen Wir sollten recht schnell feststellen, dass diese im Berliner Winter unverzichtbar sind. Gemeinsam liefen wir wieder zurück ins Hotel und erzählten uns dort gegenseitig was wir gekauft hatten. Wir entschlossen uns alle bewusst dazu zu laufen, denn diese Spaziergänge waren doch ein großes Highlight unserer Berlin-Reise, auch wenn es erstmal nicht so klingen mag. Denn man fing an mit Leuten zu reden mit denen man vorher nichts zu tun hatte und tauschte sich über verschiedene Dinge, wie zum Beispiel unsere Erlebnisse in Berlin, aus.

Dies gab einem ein verstärktes Gruppengefühl und man konnte neue Freundschaften knüpfen und all das, während man durch unsere interessante Hauptstadt lief.

Um 23 Uhr war der Abend im Hotel dann für alle beendet. Müde und erschöpft, duschten wir und machten uns bettfertig. Somit stand der Zimmerkontrolle und einem wohlverdienten Schlaf nichts mehr im Wege.

Belen, Veronica und Gentijana (10c)

Dienstag, 29.01.2019

Ein altes, anachronistisches, ja fast schon marodes Haus stand vor uns. Umgeben war dieses von vielen kleinen Gebäuden, welche zusammen einen Ring um dieses Haus bildeten.

Wo wart ihr?

Wir waren bei der Gedenkstätte Höhenschönhausen.

Was ist das?

Bei der Gedenkstätte Höhenschönhausen handelt es sich um ein berühmtes, ehemaliges Untersuchungsgefängnis der Stasi.

Was ist die „Stasi“?

Um dies erklären zu können, muss ich zuerst die damaligen zeitlichen Umstände erklären. Nachdem der 2. Weltkrieg vorbei war, wurde Deutschland in zwei Länder geteilt. Der westliche Teil wurde zur BRD, also zur Bundesrepublik Deutschland und der östliche Teil zur DDR, also zur Deutschen Demokratischen Republik.

Während die BRD eine freie Demokratie war, war die DDR eine Diktatur. Diese basierte auf dem Einparteiensystem. Das heißt, dass diese einzelne Partei, im Fall der DDR die SED bzw. „Sozialistische Einheitspartei Deutschlands“, die gesamte Regierung der DDR gebildet hat.

Da aber viele Menschen diese Art der Regierung kritisch hinterfragten und dagegen protestierten, erschuf die SED das „Ministerium für Staatssicherheit”, abgekürzt als Stasi, welches dafür verantwortlich war, diese Kritiker der Regierung mundtot zu machen.

Und was geschah in diesem Gefängnis?

Genau das wollte unser Jahrgang auch herausfinden. Aus diesem Grund sind wir auch zu diesem Gebäudekomplex hingefahren. Dort angekommen hat uns ein ehemaliger Insasse eine Führung gegeben und erklärt wie sein Leben in diesem Gefängnis aussah. Außerdem hat er uns erklärt, wie die Stasi ihn und die anderen Insassen zu Beginn physisch, in späterer Zeit aber vor allem psychisch gefoltert haben.

Wie denn?

Die Inhaftierten durften sich zum Beispiel entscheiden, ob sie in eine warme Zelle, welche sehr warm war oder in eine kalte Zelle, welche viel zu kalt war, wollten.

Wenn sie sich dann für eine Zelle entschieden hatten, dann mussten sie dort mit einigen anderen Gefangenen in einem abgedunkeltem Raum leben, welcher noch nicht einmal über eine Toilette verfügte.

Und hätte sich jemand auf das Bett hingelegt, welches im Zimmer lag, dann wäre diese Person von den Wächtern geschlagen worden. Außerdem wurden die Inhaftierten auf verschiedenste Weise daran gehindert zu schlafen.

Und was war der Sinn dieser Folter?

Der Sinn dahinter war, dass die Inhaftierten zugeben sollten, dass sie die Tat begangen hatten, welche ihnen von der Stasi vorgeworfen wurde und dass sie dann mit der Stasi kooperierten sollten, indem sie andere Kritiker entlarven.

Und wann wurde das Gefängnis dann wieder geschlossen?

Das Gefängnis wurde nach der deutschen Wiedervereinigung geschlossen, bei der die DDR zu einem Teil der BRD wurde.

Und wer hat dann dieses vereinigte Deutschland regiert?

Das war der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und sein Kabinett.

 

Und wer ist jetzt der/die Bundeskanzler/-in? Und wo genau arbeitet er/sie?

Die derzeitige Bundeskanzlerin ist Angela Merkel und sie arbeitet mit ihrem Kabinett im eigens dafür gebauten Bundeskanzleramt.

Da unsere Klassen wissen wollten, wie dieses aussieht, sind wir nach dem Besuch der Gedenkstätte zusammen dorthin gefahren. Dort angekommen, begrüßte uns eine Frau, welche uns dann das Haus und seine Funktionen erklärte.

Sie erklärte uns z.B., dass die gläserne Fassade des Hauses die Durchsichtigkeit der Regierung und der Kanzlerin symbolisieren soll und dass die Kanzlerin im allerhöchsten Zimmer dieses Gebäude arbeitet, wo sie einen guten Ausblick auf den Bundestag hat.

Nachdem wir fertig mit der Führung waren, verabschiedeten wir uns von der Gruppenführerin, liefen zurück zu unserem Hotel und freuten uns auf den darauffolgenden Tag.

Benjamin und William (10 a)

 

Mittwoch, 30.01.2019

Am Mittwoch stand dann endlich der Besuch des Deutschen Bundestages auf dem Programm. Vorher ging es aber noch bei strahlendem Sonnenschein mit der Kanzler-U-Bahn zum Brandenburger Tor. Nach dem Touristischem stand aber wieder das Politische im Vordergrund und wir trafen uns mit den anderen Gruppen und den Lehrkräften vor dem Reichstag.

Zu allererst mussten wir die Sicherheitskontrolle passieren. Anschließend ging es dann weiter zu unserer ersten Plenarsitzung, bei der mehrere Themen besprochen wurden. Unter anderem wurde darüber diskutiert, wie Studenten das Studium erleichtert werden könnte. Ein Vorschlag war, ihnen beispielsweise mehr Geld und mehr Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Auch andere Themen wurden angesprochen. Es wurde z.B. über Abtreibung gesprochen. Aber auch die Problematik des Tierschutzes bzw. der Umgang mit Tieren waren Diskussionsthema.

Im Anschluss an die erste Sitzung wurden wir zum Mittagessen in die Besucherkantine im Paul-Löbe-Haus eingeladen.

Nach dem Mittagessen wurden wir durch den Tunnel zwischen Paul-Löbe-Haus und Reichstag zur berühmten Reichstagskuppel geführt. Durch eine Verschiebung der Tagesordnung konnten wir die geplante Informationsveranstaltung im Plenarsaal leider nicht besuchen. Stattdessen konnten wir noch einer zweiten Sitzung beiwohnen, bei welcher die momentane politische Lage in Venezuela von mehreren Mitgliedern verschiedener Parteien aus deren jeweiliger Sicht diskutiert wurde.

Ich muss zugeben, dass es recht anstrengend war, den Diskussionen zu folgen. Wenn man sich mit den jeweiligen politischen Themen nicht gut oder gar nicht auskennt, muss man sich sehr stark konzentrieren.

Danach hatten wir die Möglichkeit, den Nürnberger CSU-Abgeordneten und MdB Herrn Sebastian Brehm zu treffen. Herr Brehm erzählte uns von seiner Tätigkeit als MdB und führte uns etwas in seinen Beruf ein.

 

Am Mittwochabend stand dann noch Kultur auf dem Programm. Wir konnten uns bereits im Vorfeld für verschiedene Theater- und Kabarettstücke entscheiden.

Unsere äußerst „überschaubare“ Gruppe entschied sich dabei dann für dass Kabarettstück „Frowin bremst für Deutschland: Der Kanzlerchauffeur“.

Im Großen und Ganzen war es ein gelungener Tag. Zwar ziemlich anstrengend aber auch interessant.

Paul (10 c)

 

Donnerstag, 31.01.2019

Nach dem Aufstehen ging es zum Frühstück. Danach haben wir uns auf den Weg Richtung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gemacht. Doch davor hielten wir am Brandenburger Tor an, um - noch etwas müde aussehend - ein Klassenfoto zu machen. Dann erreichten wir um circa 10 Uhr das Denkmal, welches sich gegenüber vom Tiergarten befindet. Beeindruckend verkörperte dieses Denkmal eine ganz eigene Atmosphäre. Anschließend gab man uns kurz Zeit uns durch dieses Areal zu bewegen, ehe wir den Eingang zum informativen Teil unter dem Platz und der riesigen Anzahl an Betonblöcken auf diesem erreichten. Im Museum, dass wir mittels Audioguides selbst erkunden konnten werden einem die Geschichten und Lebensläufe verschiedener Familien, Personen und Kinder nahegebracht. Dieses ging ans Herz. Viel intensiver und deutlicher wurde auf einmal der Holocaust. Die Architektur war faszinierend und einzigartig.

Am Mittag ging es dann in verschiedene Museen weiter. Ich wählte das Naturkunde- Museum, wobei es auch noch weiter Museen, wie z.B. die Gedenkstätte Berliner Mauer oder das Jüdische Museum, zur Auswahl gab. Mit riesigen Dinosaurierskeletten und einer großen Anzahl an präparierten Tieren, war das Naturkunde-Museum höchst interessant. Die Zeit war leider zu kurz, jedoch hatten wir auch ein straffes Programm. Denn anschließend ging es nach einer kurzen Pause zum Reichstag weiter, wo man die Möglichkeit hatte, eine Bundestagssitzung hautnahe mitzuerleben. Abends ging es dann nochmal in ein Theaterstück namens, „Einpacken, Frau Merkel", welches ziemlich lustig war und einige aktuelle politische Themen angesprochen hat. Zuletzt dann, etwas erschöpft vom Tag, kehrten wir wieder zurück zum Hotel.

 

Freitag, 01.02.2019

Der Ort mit den zwei Gesichtern. Mödlareuth ist ein Dorf, das heute nur noch gesamt 40 Einwohner hat. Doch Mödlareuth ist besonders:

Durch den Ort fließt der kleine Tannbach, der ab dem 16. Jahrhundert als Grenze festgelegt wurde - zu Beginn zwischen der Grafschaft Bayreuth und der Grafschaft Reuß-Schleiz. Im 19 Jahrhundert diente er dann zur Trennung von Bayern und dem späteren Thüringen. Diese Grenze in der Dorfmitte bescherte den Einwohnern im Alltag wenig Einschränkung. Erst 1945, nach dem 2. Weltkrieg, wurde sie zum Problem. Man übernahm die alten Grenzen und der thüringische Teil Mödlareuths gehörte zur sowjetischen, der bayerische Teil zur amerikanischen Besatzungszone. 1953 wurde dann die innerdeutsche Grenze vom Osten her abgeriegelt, womit der Ort im Schutzstreifen lag und nur von DDR-Bürgern mit besonderer Genehmigung erreicht werden konnte.

Und in dieses Dorf zieht es dann die 10. Klassen des Willstätter-Gymnasiums Nürnberg. Sie wollen am Freitag, den 01.02.2019, das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth besuchen zum Schlusspunkt der fünftägigen Berlinfahrt. Gegen 12 Uhr trotten die rund 70 Schüler verschlafen aus dem Bus. Das Dorf ist ganz verschneit, ein kleiner Teich zugefroren und keine Menschenseele zu sehen. Die Gruppe macht sich auf den kurzen Weg zu einem Haus, welches sich als das Museum herausstellt. Nicht das typische Aussehen eines Museums, wie man es aus den Großstädten gewohnt ist, aber es besteht ja hauptsächlich aus dem Außenbereich. Nach kürzerem Warten erscheint ein Lehrer, welcher die Führung übernimmt. Zu Beginn bringt er die Jahrgangsstufe in einen Raum, wo sie sich einen kurzen Film über Mödlareuth anschauen. Dabei wird die oben skizzierte Geschichte des Ortes thematisiert und der Aufbau der Grenze aufgezeigt. Nach ein paar Fragen geht es zum Tannbach, wo ihnen persönliche Einblicke vom Rundgangsleiter gewährt werden. So erfahren die Jugendlichen, dass die Mauer, die den Ort spaltet, in der BRD eine Touristenattraktion für Reisende war. Danach wird den Klassen die Grenzsicherung (zum großen Teil im Originalzustand) gezeigt und man sieht, wie viel Aufwand dafür seitens der DDR betrieben wurde. Einige fanden den Besuch weniger spannend, da die Geschichte des Ortes große Parallelen zu Berlin aufweist, auch deshalb wurde der Ort früher oft als Klein-Berlin bezeichnet. Insgesamt gewährte es aber Vielen einen weiteren Einblick in die Geschichte der Teilung Deutschlands.

Der Ort ist heute immer noch geteilt, trotz Wiedervereinigung, aber zum Glück ohne Mauer und Grenzzaun - zwischen den Bundesländern Thüringen und Bayern, was zu unterschiedlichen Bürgermeistern, Postleitzahlen, Schulferienbeginn usw. führt.