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Warum in die Ferne schweifen......,

Ankunft Rostock Hbf
WM-Finale
Hydra-Labor am MPG
Grillen am Strand
Gruppenbild am Ostseestrand
Fahrradtour
Vortrag im IGA-Park
Vortragsnotizen
Sonnenuntergang

wenn das Gute liegt so nah! - Studienfahrt des geographischen P-Seminars im Juli 2014

Das P-Seminar des Abiturjahrgangs 2013/15, "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? - Eine Reise in die neuen Bundesländer", hatte das Ziel, "unbekannte" Räume dort in Hinblick auf ihre Entwicklung seit 1990 zu analysieren, und auf dieser Grundlage eine abschließende Studienfahrt zu planen und durchzuführen.

Im Vorfeld beschäftigten sich die elf SchülerInnen des Seminars ganz allgemein mit dem demographischen Wandel in Deutschland. Mit Hilfe von SWOT-Analysen wurden dann im Anschluss verschiedene und von den SchülerInnen selbst gewählte Räume in Ostdeutschland (Stralsund, Halle, Magdeburg, Cottbus, Dresden und Rostock) erarbeitet. Hierzu fertigten die SchülerInnen auf der Grundlage demographischer, wirtschaftlicher und infrastruktureller Aspekte eine Raumanalyse an und informierten über Sehenswürdigkeiten ihres jeweiligen Raumbeispieles.

Diese eigenständige Anfertigung einer Raumanalyse war schließlich der Auftakt für die Studienfahrt. Die SchülerInnen sollten ihr theoretisch erworbenes Wissen nun an einem konkreten Raumbeispiel anwenden können. Folglich begann die Planung der bevorstehenden Studienfahrt.

Zunächst wurde der Raum Rostock, im Nordosten Deutschlands, als Ziel der Reise von den Seminarteilnehmern ausgewählt. Die SchülerInnen übernahmen in Gruppen- oder auch in Einzelarbeit die Verantwortung für relevante Organisationsbestandteile (z.B. Buchung eines Hotels, Buchung für Hin-und Rückfahrt, Reservierungen einiger Aktivitäten vor Ort etc.). Diese Planungsphase, die sich über mehrere Monate erstreckte, erforderte eine gute Organisation durch die SchülerInnen mit ihrer Seminarleiterin, Engagement und eine funktionierende Gruppendynamik, um die Fahrt im zeitlich festgelegten Rahmen zu organisieren und schließlich eine Studienfahrt durchführen zu können.

Wochen vor Fahrtbeginn beschäftigten sich die SchülerInnen noch einmal intensiver mit dem Raum Rostock. Stadtgeographische Aspekte, wirtschafträumliche Prozesse, demographische Veränderungen in dieser Region standen im Vordergrund der Arbeit.  Jeder Seminarteilnehmer erhielt zudem den Auftrag, den MitschülerInnen vor Ort eine Sehenswürdigkeit vorzustellen.

Die Reise startete schließlich in Begleitung von Frau Möllenhoff und Herrn Laske am 13. Juli 2014 am Nürnberger Hauptbahnhof. Nach achtstündiger Fahrt mit der Bahn kam die Gruppe in Rostock an und bezog ein Gästehaus im Stadtteil Lütten-Klein, ein typischer Plattenbau. Abends stand ein Public-Viewing des WM-Endspiels im IGA-Park auf dem Programm, was aufgrund des Erfolges der deutschen Elf ein "weltmeisterliches Gefühl¨ hervorbrachte, das die ganze Woche begleiten sollte.

Am darauf folgenden Tag begann die Gruppe, gestärkt durch ein gutes Frühstück, mit der selbst geplanten Stadtführung. Hier wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Rostocks von je einer/m SchülerIn vorgestellt. Anschließend blieb Zeit für eine individuelle Erkundung der Stadt in Kleingruppen.

Am Dienstag besuchten wir in Begleitung von Frau Möllenhoff und Herrn Laske das Max-Planck-Institut für demographische Forschung. Hier bekamen wir einen interessanten Einblick in die Forschungsarbeit des Instituts. Nach einem gemeinsamen Mittagessen fuhr die Gruppe an den wohl schönsten Ort im Raum, den Strand von Warnemünde, und verbrachte hier auch den Abend.

Der Mittwoch begann mit unserem eigentlichen Projekt, der Raumanalyse Rostocks. Hierzu wurden wir in Gruppen eingeteilt, die den Stadtteil Lütten-Klein hinsichtlich verschiedener demographischer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte untersuchen sollten. Es wurden Befragungen durchgeführt, beispielsweise wurden Personen verschiedener Altersgruppen nach Orten befragt, die für sie in dem Stadtteil eine Rolle spielen. Es wurden Erkenntnisse in Hinblick auf die Zufriedenheit mit der infrastrukturellen Ausstattung des Stadtteiles, aber auch in Hinblick auf die städtebauliche und demographische Veränderung vor Ort gewonnen. Im Anschluss traf sich die Seminargruppe, um die Resultate zusammenzutragen und zu beurteilen. Anschließend ging es auf eine Hafenrundfahrt, um die Stadt und einige Sehenswürdigkeiten von der ´Meeresseite` noch besser kennenzulernen.Nachdem das Schiff in Warnemünde angelegt hatte, wurde in einem Supermarkt Grillequipment gekauft und der Abend fand seinen Ausklang mit Würstchen, einem Lagerfeuer und einem traumhaften Sonnenuntergang am Strand.

Am Donnerstag stand eine Fahrradtour durch die Rostocker Heide auf dem Programm. Trotz eines geplatzten Reifens und anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten (Geographen unterwegs !) erreichte die Gruppe am Nachmittag das Strandbad Graal-Müritz und nach einem erholsamen Aufenthalt am Strand kamen alle am späten Abend erschöpft am Gästehaus wieder an.

Der Freitag begann mit dem Besuch des IGA-Parks und des dort befindlichen Schifffahrtsmuseums. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, wobei viele nochmals die Gelegenheit nutzten, um an den Strand zu fahren. Den Abend verbrachte die Gruppe dann gemeinsam in einem naheliegenden Bowlingcenter. 

Im Samstag ging es dann wieder in Richtung fränkische Heimat. Die Rückreise führte über Berlin, was vor allem die weiblichen Teilnehmer des Seminars begrüßten und zum ´Shoppen` nutzten. Schließlich kamen wir nach einer schönen und ereignisreichen Woche um Mitternacht am Nürnberger Hauptbahnhof an.

Um die Erlebnisse der Studienfahrt festzuhalten und mit den MitschülerInnen am WGN zu teilen, wurde dann für das folgende Schulfest eine Diashow mit den schönsten Bildern dieser Woche von zwei SeminarteilnehmerInnen erarbeitet und gestaltet.

Das allgemeine Fazit dieser einwöchigen Studienfahrt fiel durchweg positiv bei den SeminarteilnehmerInnen und den beiden Lehrkräften aus:¨Es war eine gelungene Fahrt, die einen Ausgleich zwischen pädagogischen und fachlichen Anforderungen und Freizeit schuf.¨ - und den meisten SchülerInnen aus dem Seminar einen bisher unbekannten Raum in Deutschland näher gebracht hat!

(Julia Hörndler, Benedikt Kießling, Anja Möllenhoff; Bilder: Verena Hammon)