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Eine Reise in die große Sommerhitze der Goutte d’Or am Montmartre!

Zweiundzwanzig Schüler und Schülerinnen machten sich am Sonntag morgen gegen 5.00 Uhr mit Ihren Lehrkräften Frau Möckel und Frau Zehentmeier mit dem Zug nach Paris auf. Viel zu früh, doch schließlich wollten wir die Zeit in Paris auskosten!

Das Programm ließ  bewusst einige Freiräume, um auf  Interessen- und Wetterlage reagieren zu können und die Schüler Orte ihres Interesses entdecken zu lassen

Sonntag: Anreise – Viertel Montmartre mit der Basilika Sacré Coeur – Abenddämmerung auf der großen Treppe vor der Kirche mit Blick auf Paris.

Montag: Opéra Garnier – Paris Story, Geschichte von Paris – Les grands boulevards – Place Vendôme und Hotel Ritz – Palais Royal – Comédie Française – Louvre – Seine-Fahrt mit dem Bâteau-mouche und Spaziergang bis zum Eiffelturm - Eiffelturm

Dienstag: Bastille – neue Oper - das Marais, ehemals jüdisches Viertel - place des Vosges etc. – Musée Carnavalet – Centre Pompidou und Strawinsky-Brunnen – Besuch der Assemblée Nationale, welche Ehre!

Mittwoch: Versailles, Schloss und Picknick im Park

Donnerstag: Hôtel de ville – Notre Dame – Ile de la Cité – Ile St. Louis – Eis bei Berthillot – Institut du monde arabe -  Musée Marmottan-Monet.

Freitag: Heimfahrt

Wir verbrachten eine interessante, tolle Woche und unsere Schüler waren „impeccables“!

P. Zehentmeier (OStRin)

Et voilà quelques impressions des participants ….. / Und im folgenden einige Eindrücke der Schüler und Schülerinnen

Sacré Coeur! Das bekannte Gotteshaus von Paris birgt neben seiner Schönheit und Geschichte auch vielerlei ungeahnte Seiten: Bei Sonnenuntergang eröffnet sich von der Haupttreppe aus ein prachtvoller Panoramablick über die Hauptstadt und man kann beobachten, wie nach und nach die Beleuchtungen angehen. Um diese Zeit wandelt sich dann Sacré Coeur von einer bekannten Kirche zu einem außergewöhnlichen Ort, an dem sich Touristen und Bewohner von Paris treffen, um dem Schauspiel von Straßenkünstlern, Akrobaten, Feuerschluckern und Musikern beizuwohnen. Uns faszinierte besonders ein junger Mann, der unermüdlich seine Ballkünste vorführte. Teilweise an einer Laterne hängend in circa fünf Metern Höhe, gab er ein sehr beliebtes Fotomotiv ab. Weiterhin erregten zwei junge Musiker unserer Aufmerksamkeit, die mit guter Stimme und kleinen Tanzeinlagen gekonnt die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu fesseln wussten. Doch neben all dem gab es leider (!) auch die Wasserverkäufer, denen unser offensichtlicher Flüssigkeitsmangel anscheinend so zusetzte, dass sie uns alle drei Minuten zum Kauf von Wasser oder Bier zu völlig überhöhten Preisen überreden wollten. (Tara, Hannah)

Von Gold zu Schwarz-Rot-Gelb oder Versailles und das Halbfinale! Nach einem typisch französischen Frühstück ging es per RER nach Versailles. Dort angekommen, waren wir sehr beeindruckt von der Größe des Schlosses Ludwigs XIV. Mit dem Audioguide besichtigten wir die vielen Räume. Ganz besonders beeindruckten uns jedoch die Schlafgemächer von König und Königin und der riesige Spiegelsaal. Aber zu Versailles gehört ja bekanntlich auch der Park, wo wir uns anschließend die Bäuche mit französischen Leckereien vollschlugen und dann in Kleingruppen den Park erkundeten. Krebsrot von der Sonne und müde fuhren wir nachmittags ins Zentrum von Paris zurück, fanden aber noch genügend Kraft zum Shoppen. Der letzte Programmpunkt, das Halbfinalspiel  Deutschland gegen Spanien, konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen . Die Riesenleinwand vor dem Eiffelturm war beeindruckend, das Spiel leider weniger …. Und wir mussten feststellen, dass die Deutschen Fans bei weitem in der Minderheit waren. Von allen Seiten dröhnten spanische Jubelrufe und wir mussten uns – enttäuscht - mit der Niederlage zufrieden geben. Auf dem Heimweg wurden uns auf Französisch Taschentücher angeboten und komische Sprüche von Spaniern durften wir uns auch anhören, trotzdem war dieser anstrengende Tag einer der Schönsten! (Eva, Ines, Anna-Caro, Tatjana)

L’Assemblée Nationale! Nur durch die Einladung eines Abgeordneten erhalten Touristen die Möglichkeit einer Besichtigung. In diesem Falle hatte uns Monsieur Rudy Salles, Abgeordneter aus unserer Partnerstadt Nizza eingeladen. Schon als wir völlig entkräftet (vor Hitze und Sonne) ankamen, wurde uns die besondere Bedeutung dieses Besuches bewusst. Angesichts unserer sommerlich legeren Kleidung bedeutete uns der Führer „on a un problème“, und erst nach Kleiderwechsel – glücklicherweise hatten einige gerade Sommerkleider gekauft – wurden wir zugelassen. Monsieur Salles übernahm dann selbst die Führung (Welche Ehre! Sicherlich ein Zeichen in Bezug auf die Städtepartnerschaft Nürnberg-Nizza) durch die prunkvollen ehemaligen Adelspaläste. Der Höhepunkt war der Schreibtisch, an dem Napoleon abdankte. Der Prunk der Gebäude, die traditionellen Empfangsmethoden und das altertümliche Protokoll, bei dem der Vorsitzende der Nationalversammlung täglich wie ein König mit Trommelwirbel und Garde in Uniform zur Sitzung empfangen wird, ließ uns den Unterschiede zu Deutschland sehr stark spüren. Einige Minuten konnten wir sogar einer Debatte beiwohnen und schlossen unseren Rundgang dann mit der Besichtigung einer Abgeordnetenwohnung und dem herrlichen Blick vom Dach der Assemblée über Paris ab. Insgesamt war dies ein ganz außergewöhnlicher Besuch, der  wahrscheinlich für alle Teilnehmer unvergesslich bleiben wird. (???)

Musée d’Orsay! Wir steigen an der RER Station (S-Bahn) Musée d’Orsay aus. Was ist das? Eine Haltestelle wie aus dem Gruselbilderbuch. Alles ist schwarz, es riecht nach Kohle, die Neonlampen flackern, es tropft von der Decke, Notausgang abgesperrt und außer uns weit und breit niemand zu sehen! Wir fahren hinauf, hinauf, hinauf … und froh, den verlassenen Bahnsteig hinter uns gelassen zu haben, interessiert uns dann doch, was genau im Musée d’Orsay zu sehen ist . Und wir sind sehr überrascht von der Menge an berühmten, impressionistischen Werken, von Renoir, Monet, Courbet, Van Gogh und vielen mehr. Welch ein Kontrast zur zur düsteren Haltestelle im Untergrund! ( Ulrike, Ebru, Jasmin)

Paris, ein Puzzle! Noch lange sind nicht alle Puzzleteile von uns entdeckt! Aber einige schon! Beispielsweise  La Défense, Montmartre mit Sacré Coeur, Notre Dame, die Menschen, welche aus der ganzen Welt kommen, unterschiedlichste Kulturen und vieles mehr. Da es in Paris so vieles noch zu entdecken gibt, wird unser Paris-Puzzle bestimmt niemals komplett werden, aber den Anfang haben wir gemacht und der hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. (Marie-Julie)