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Sous le ciel de Paris...

Gemütliches Beisammensein

Rue du Faubourg St. Honoré oder Haute Couture
Gruppenfoto mit Damen, Klasse 10 und Leistungskurs Französisch mit den Lehrerinnen Frau Schönfeld und Frau Zehentmeier

Guten Morgen im regnerischen Deutschland an diesem 05. April 2006, als sich acht Französisch - Leistungskursler, vierzehn 10.Klässler/innen und das Lehrerduo Zehentmeier/ Schönfeld um 07:00 Uhr am Flughafen Nürnberg versammelten. Ziel: Paris, die Stadt der Liebe, l'amour toujours, das Herz Frankreichs.

Et voilà, bon voyage les élèves! - und ab ging's in sonnenreiche Nachbarland, das so einiges für uns bereithielt.

Allein die ersten Stunden zeigten uns schon, dass sich das Leben in der 3 Mio. Stadt in einigen - entscheidenden Dingen - von unserem gemütlichen deutschen Alltagsdasein unterscheidet. Stichwort: Metrofahren in der Metropole. Goldene Regel: Haltet eure Taschen fest, denn ehe man sich versieht, ist der Geldbeutel weg, wie manch einer von uns bei der Ankunft im Hotel schmerzlich erfahren musste. Es scheint, als hätte sich die gesamte Überfall- und Diebstahlelite in Paris versammelt, denn in den nächsten fünf Tagen wurden weitere 2 Überfälle auf offener Straße beobachtet - Holzauge sei wachsam!

Jubel, Trubel, Heiterkeit, alles dabei, na dann kann's ja losgehen. Allez les enfants, Richtung Notre-Dame de Paris, denn Urlaub war nicht (vorrangig) angesagt, schließlich hatte Frau Zehentmeier mit ihrem ausgeklügelten Kulturprogramm ganz schön was vor mit uns. Angefangen mit einer Führung über die Île de la Cité, brachten uns die nächsten Tage in jede Ecke von Paris - Museen, Quartiers und Monumente warteten nur darauf von uns photographiert zu werden.

Wir gingen in den Louvre, spazierten durch das Rodin-Museum, sahen Napoleons Grab im Invalidendom, liefen durch St. Germain-des-Prés (unter der phänomenalen Gruppenleitung unserer Isabelle - la guide!), erklommen die Tour Eiffel (Vorsicht Stufe!), flanierten über die Champs-Elysées, dinierten im ältesten Café von Paris, dem Procope, was den Abschluss unserer LK-Reise darstellte, und sich wahrhaftig gelohnt hat!

Alles war das jedoch noch lange nicht, Sacré Coeur und die Place du Tertre durften sich unserer Anwesenheit noch erfreuen, der Trocadéro mit seinem faszinierenden Blick auf den Eiffelturm, der uns glatt zum Crèpe-Essen einlud, das Stadtmuseum, die Place des Vosges, das Monet-Museum, der Pont Alexandre III., und und und... Damit aber noch nicht genug, damit nicht alles auf der einen Seite rein und auf der anderen wieder rausgeht und wir selbst auch etwas leisteten, durfte jeder von uns einmal in die Rolle eines Mini-Stadtführers schlüpfen und musste ein durchaus lehrreiches Referat halten (ob deutsch oder französisch bestimmte die Tatsache LK oder Nicht-LK, die LKler sollten es ja können). Bildung pur!

Auch wenn das jetzt den Eindruck vermitteln sollte, wir wären den ganzen Tag auf Achse gewesen, ist das natürlich richtig. Allerdings war das „programme culturel“ Frau Zehentmeiers so gestaltet, dass um den Nachmittag herum die heißersehnte Mittagspause das erste Time Out brachte und wir getrennte Wege gingen.

Das bedeutet, jeder konnte auf eigene Faust in Paris die Stadt unsicher machen (was die einen oder anderen dann auch taten!) und individuell Sightseeing & Co abhandeln.Und das - nicht zu vergessen - bei Traumwetter!

Ach ja, übrigens blieben die erwarteten spektakulären Protestaktionen der Pariser Studenten gegen das CPE Gesetz aus, was mal wieder verdeutlicht, wie sehr die deutschen Medien zu Übertreibungen neigen...Schließlich kamen wir einen Tag nach dem Generalstreik in die Hauptstadt der Revolutionen, völlig verunsichert und eingeschüchtert durch die Berichte, die die Wochen davor prägten.

Als wir dann am Sonntag gen Flughafen fuhren, schuf nicht nur der Wetterbericht aus Deutschland trübe Gesichter, sondern eher die Tatsache an sich, dass die Tage so schnell vorbeigegangen waren. Denn auch wenn man in Deutschland Baguette, Rosé und Camembert bekommt - richtig französisch schmeckt's erst in Frankreich. Und schön war's obendrein, knapp vier Wochen vor dem Abitur. Vor allem für die Französisch-Leistungskursler hätte es wohl kaum eine geeignetere Abiturvorbereitung geben können, die gleichzeitig so erholsam war...

Victoria Schneider, LK13 Französisch