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Schüleraustausch mit dem Collège Jean-Jacques Rousseau 2016/17

Auf den Kreidefelsen von Étretat
Abschiedsabend in Nürnberg
Projekt Weihnachtsbäckerei
Vor der Kathedrale in Rouen
Paris - Am Louvre
Paris im Frühling
Hafenrundfahrt in Le Havre
Notre collège
Au collège
Projekt "Französische Desserts"

Nürnberg im Adventsduft – die Normandie in Frühlingsfarben

Auch in diesem Schuljahr konnten wir unseren traditionsreichen Austausch mit dem Collège Jean-Jacques Rousseau in Darnétal bei Rouen fortsetzen. 20 Achtklässler empfingen Anfang Dezember voller Spannung und Vorfreude ihre Austauschpartner und erlebten mit ihnen interessante und abwechslungsreiche anderthalb Wochen in Nürnberg und Umgebung. Vieles stand unter weihnachtlichem Motto: Die Stadtrallye führte mit speziellen Fragen über den Christkindlesmarkt, die Franzosen durften ihre eigenen Lebkuchen gestalten und das gemeinsame Projekt beschäftigte sich mit der deutschen Tradition der Weihnachtsbäckerei. Die Rezepte galt es ins Französische zu übertragen und am Wochenende wurde gemeinsam gebacken, so dass sich allen Beteiligten zum Abschiedsabend ein beeindruckendes Büffet voller lecker duftender bunter Plätzchen bot, die gern verzehrt wurden.

Im April 2017 stand dann der Gegenbesuch an: Aufgeregt reisten wir nach Frankreich und freuten uns auf das Wiedersehen mit unseren Austauschpartnern. Die folgenden Tagesberichte der Austauschteilnehmer geben Auskunft von unseren sonnigen Tagen in der Normandie, während derer auch unser Koch- und Backprojekt in die zweite Phase ging. Es wurde um französische Vorspeisen und Desserts ergänzt, und am Ende hielten alle ein dickes zweisprachiges Rezeptbuch in Händen, das uns hoffentlich auch noch nach vielen Jahren so manche – nicht nur kulinarische – Erinnerung ins Gedächtnis rufen wird.

OStRin Berit Möckel

 

TAGESBERICHTE zum Aufenthalt in Frankreich

Donnerstag, 30. März 2017: Anreise

Am Donnerstag sind wir um 7 Uhr losgefahren. Wir haben 3 Zwischenstopps eingelegt, und am Ende der Fahrt wurde die Stimmung immer aufgeregter. Nach der Ankunft um ca. 19:45 Uhr fuhren wir nach Hause zu den Gastfamilien, lernten diese kennen, aßen und legten uns nach der anstrengenden Fahrt schlafen.

Freitag, 31. März 2017: Stadtführung und Stadtrallye in Rouen

Am Freitag haben wir uns um 7:50 Uhr vor dem Haupteingang des collège getroffen. Die Franzosen sind in den Unterricht gegangen, während wir, die Deutschen, in unserem Bus in die Innenstadt von Rouen gefahren sind und dort eine 1,5-stündige Führung durch die Stadt sowie durch die berühmte Kathedrale und eine weitere Kirche mit den Erklärungen der geschichtlichen Ereignisse gemacht haben. Anschließen fuhren wir fuhren wieder zurück zum collège, wo wir zusammen mit unseren Austauschpartnern in der Schulkantine Fisch mit Reis und Soße gegessen haben. Am Nachmittag sind wir zusammen mit den Franzosen noch einmal in die Innenstadt von Rouen gefahren, um dort eine Stadtrallye zu machen. Diese dauerte fast zwei Stunden, in denen wir fünf verschiedene Plätze und Kirchen besichtigten. Müde vom vielen Laufen in der Stadt sind wir schließlich zurück zum collège gefahren. Den Rest des Tages haben wir in den jeweiligen Familien verbracht.

(Alexej, Tobias, Igor)

 

Wochenende, 1./2. April 2017: In den Gastfamilien

Das Wochenende konnten wir mit unseren Gastfamilien frei gestalten. Einige gingen in die Stadt, wo wir  uns Läden angesehen und Geschenke für unsere Familien gekauft haben. Außerdem haben wir dort auch viele schöne Fotos gemacht. Nach der Stadt waren wir (Rose und Julia) bei Jeanne und Alena und haben dort Federball im Garten gespielt. Zum Abendessen haben wir Crêpes gegessen, die sehr lecker waren.

Meine (Marius) Gastfamilie hat das Wochenende etwas anders gestaltet. Am Samstag gingen wir in den Zoo. Ich sah verschiedene Tiere und bekam die Namen von den Eltern und meinem Austauschpartner erklärt. Nach dem spannenden Aufenthalt im Zoo gingen wir zu Chloé (eine französische Schülerin), die auch einen „corres“ hatte. Dort waren weitere am Austausch Beteiligte mit ihren Austauschpartnern und wir verbrachten einen lustigen Abend zusammen. Mein Sonntag verlief ruhig. Wir schliefen lange und spielten nach dem Frühstück Dart. Nachdem wir zum Mittag Raclette gegessen hatten, gingen wir Fußball spielen. Wir hatten sehr viel Spaß. Wir, Alena und Julia, sind nach dem Frühstück Lasertag spielen gefahren. Auf dem Weg haben wir eine Pause an einer Aussichtsplattform gemacht und uns Rouen von oben angesehen. Beim Lasertag haben wir erst eine Einführung bekommen und erhielten eine Weste, an der eine Laserpistole befestigt war, mit der wir die anderen beim Spielen abschießen konnten. Wir haben bis zum Abend Lasertag gespielt und uns danach noch unsere Sandwiches für den nächsten Tag vorbereitet.

(Alena, Julia, Marius)

 

Montag, 3. April 2017: Paris

Wir sind um ca. 8 Uhr an der Schule abgefahren. Nach ungefähr 2,5 Stunden sind wir in Paris angekommen und haben uns direkt auf den Weg zum Eiffelturm gemacht. Nach einiger Wartezeit und diversen Sicherheitskontrollen sind wir auf gefühlten 1000 Stufen in die erste Etage gelangt. Jeder hatte die Möglichkeit sich frei zu bewegen und konnte so die Aussicht genießen und Fotos schießen. Man konnte dann selbst entscheiden, ob man in die zweite Etage laufen wollte. Das waren dann wieder sehr viele Stufen. Dieser Aufwand hat sich aber gelohnt, da man dort einen noch viel besseren Blick hatte. Wieder unten angekommen, hatten wir noch kurz Zeit Souvenirs zu kaufen. Als alle fertig waren, liefen wir zur Seine. Dort wurde uns eine Bootsfahrt ermöglicht, die uns zur Kathedrale Notre Dame brachte. Auf der Bootsfahrt konnten wir noch viele weitere Sehenswürdigkeiten von Paris besichtigen. Wir besichtigten dann diese beeindruckende gotische Kirche, die sich auf der Île de la Cité, dem Ursprung von Paris, befindet. So langsam machten wir uns auf den Weg Richtung Place de la Concorde, wo uns unsere Busfahrerin Heike wieder einsammeln wollte. Während des Spaziergangs sind wir am Louvre vorbei gelaufen und haben dort an den Glaspyramiden eine kurze Pause eingelegt, um Fotos zu machen. Am Ende sind wir durch die Tuilerien-Gärten gelaufen und schließlich am Riesenrad angelangt, wo uns Heike pünktlich für die Rückfahrt nach Darnétal wieder eingesammelt hat.

(Emil, Ian, Laurin)

 

Dienstag, 4. April 2017: Le Havre und Étretat – ein Tag am Meer

Nach einer zweistündigen Busfahrt haben wir zusammen mit unseren Austauschpartnern und den Lehrern das Meer erreicht und sind in Le Havre in ein Boot gestiegen. Damit sind wir durch den Hafen gefahren, während uns erklärt wurde, wie dieser aufgebaut ist. Beispielsweise ist es der sechstgrößte Hafen Europas und der größte Frankreichs. Der  größte Hafen der Welt ist übrigens der von Shanghai. Interessant war auch zu erfahren, dass 40% der Ladung eines Schiffes zu dessen Stabilisierung unter Wasser liegen. Auch über die Stadt Le Havre selbst lernten wir einiges.
Im Anschluss ging es weiter nach Étretat, einem kleinen, idyllischen Ort am Meer. Dort hatten wir Zeit am Strand: Wir aßen etwas und warfen Steine ins Meer. An diesem Strand gibt es atemberaubende Steilküsten aus Kreidefelsen. Auf diese sind wir dann auch gewandert und hatten hatten so wunderschöne Ausblicke auf Meer und Dorf. Uns hat die Wanderung besonderen Spaß gemacht, weil wir uns gut unterhalten konnten, das Wetter phantastisch war und die Landschaft traumhaft.  Danach sind wir mit unserer Gruppe wieder zurück in den Ort gelaufen, und nachdem einige zwischenzeitlich verloren gegangene Franzosen wieder ausfindig gemacht waren, gab es eine weitere Überraschung: Um den Appetit zu stillen, sind wir in ein Restaurant gegangen. Dort gab es eine Auswahl an kleinen Snacks und Köstlichkeiten, die man sich zusammen mit einer Tasse Kakao schmecken lassen konnte. Danach begaben wir uns auf die Rückfahrt.

(Lorenz, Oskar, Luca)

 

Mittwoch, 5. April 2017: Arbeit am Projekt „Rezeptbuch“

An diesem Tag versammelten wir uns um 8:55 Uhr in der Bibliothek des Collège Jean-Jacques Rousseau, um unser im Dezember begonnenes Rezeptbuch mit weiteren französischen Rezepten zu befüllen. Wir übertrugen die französischen Vorspeisen- und Dessertrezepte auf die Computer, und ab 11 Uhr hatten wir zum ersten Mal getrennten Unterricht in verschiedenen Klassen. Ich (Michelle) war beispielsweise im Französischunterricht, der sich relativ gut mit dem Deutschunterricht bei uns vergleichen lässt. Mittwochs haben die Franzosen nur bis 12 Uhr Unterricht (an den anderen Tagen immer bis 16.30 Uhr!), weshalb wir nach den interessanten Schulstunden das Schulgelände verließen. Um ca. 14 Uhr ist ein großer Teil der am Austausch Beteiligten zum Lasertag gegangen, was allen großen Spaß bereitet hat. Am späten Nachmittag haben wir die Gerichte, deren Rezepte wir am Vormittag ins Deutsche übersetzt hatten, für den Abschlussabend gekocht bzw. gebacken, was auch eine sehr interessante Erfahrung war.

(Genta, Michelle, Veronica)

 

Donnerstag, 6. April: Projektarbeit, Museumsbesuch und Abschlussabend

Nachdem wir am Donnerstag an der Schule angekommen waren, haben wir uns mit der Fertigstellung unserer Rezepte für das Rezeptbuch beschäftigt. Daraufhin sind wir wiederum in den jeweiligen Unterricht gegangen und haben uns angesehen, wie dieser in Frankreich abläuft. Danach gab es in der Kantine Mittagessen,  wir saßen dort saße miteinander am Tisch, haben gegessen und unsere Pause genossen. Um 14 Uhr trafen wir Deutschen uns am Bus und machten uns auf, um ein Museum zu besuchen. Das “Musée de la Corderie Vallois“ ist eine alte Seilerei, in der bis 1978 Seile und Schnüre hergestellt wurden. 45 Männer und Frauen arbeiteten dort unter teilweise schwersten Bedingungen Tag ein Tag aus an Maschinen wie der Flügelzwirnmaschine, der Litzenmaschine, der Seilschlagmaschine und der Flechtmaschine. Nach diesem Ausflug hatten wir bis zur Abschiedsfeier Zeit, uns zu Hause fertig zu machen. Der Abschiedsabend war ein schöner Abschluss mit den Franzosen, den wir mit Kuchen und Getränken genossen haben. Jeder hat sein Dessert oder sein Gericht mitgebracht und jeder hat von allem essen dürfen. Wir sind satt geworden und sind nach Hause gegangen, um die letzten Abendstunden mit den Gastfamilien zu verbringen.

 

Freitag, 7. April: Heimreise

Es war soweit - es ging wieder nach Nürnberg zurück.  Um 7:30 Uhr kamen wir zur Schule und verabschiedeten uns von den Gasteltern.  Alle waren traurig, weil man sich je vielleicht nicht wiedersieht. Bis 8 Uhr haben wir uns alle verabschiedet, viele mit Tränen in den Augen. Dann sind wir losgefahren und haben uns noch gewunken. Daraufhin sind die Franzosen in den Unterricht gegangen und wir auf die Autobahn gefahren. Nach vier Pausen hieß es : „Noch eine Stunde, dann sind wir zurück in Nürnberg. Sagt bitte euren Eltern Bescheid!“ So ging ein fantastischer Austausch zu Ende.

(Felix, Max, Yvan)