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J'ai dit Oui à Nice - Schüleraustausch mit Nizza 2013

lautet der Titel einer stattlichen Broschüre, einem Geschenk der Stadt Nizza an die Organisatoren und Begleiter des Schüleraustausches Nizza – Nürnberg, in der zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen (französischen) Lebens ein ausdrucksstarkes Bekenntnis ihrer Zuneigung zur traditionsreichen Stadt zwischen den schneebedeckten Gipfeln des Mercantour Nationalparks und dem mare nostrum, eingebettet in das warme, so unglaublich helle Licht des Mittelmeerraums, abgelegt haben. Die Zahl der Begeisterten könnte sich dieses Jahr um 17 Schüler des Willstätter-Gymnasiums erhöht haben, die vom 3. bis 13. Mai Gelegenheit hatten, den Zauber dieser Stadt aufzuspüren.


Doch der Reihe nach: Zunächst waren unsere französischen Partner vom 5. bis 14. April in Nürnberg, wo wir ihrem Wunsch nach einer Begegnung mit der Vergangenheit nachkamen, durch eine französische Führung durch die Altstadt, den umfassenden Besuch des Doku-Zentrums und einer ausführlichen Visite bei Agnes Dürer, die fern der Kuschelpädagogik unserer Tage die erstaunten Jugendlichen mit Sitten und Gebräuchen ihrer Zeit vertraut machte. (Dass sie auch noch französisch sprach, machte die Sache für unsere Freunde nicht weniger anstrengend!) Viel war auch von Geschichte die Rede beim gemeinsamen Ausflug nach München: Unter der sachkundigen Führung von Dr. Fürbringer tauchten zur Überraschung mancher neue Horizonte jenseits von McDonald’s auf. Den Bogen zum modernen Leben spannte die Besichtigung bei Faber-Castell in Stein.


Unser Aufenthalt in Nizza griff diese Themen in gewisser Weise aus französischer Perspektive auf: Die höchst anschauliche Führung durch die Altstadt mit einer ehemaligen Schülerin des Lycée Thierry Maulnier, die ihre Stadt wahrlich ins Herz geschlossen hatte; der Besuch des Observatoriums hoch über den vom Film bekannten Dächern von Nizza, sowie der Parc Phoenix mit seinen exotischen Pflanzen und Tieren setzten die Akzente für Nizza, das ozeanographische Museum in Monaco, umgeben von den Vorbereitungen für den Großen Preis, richtete den Blick vorbei an dem Playmobil-Palast und der Lego-Kathedrale auf die Milliardärsyachten und die davon unberührte Gleichgültigkeit des tiefblauen Meeres.


Bei beiden Aufenthalten stand aber im Vordergrund ein Novum, von dessen Erfolg am Anfang weder mein französischer Kollege, M. de Renty, noch ich recht überzeugt waren: Es sollte ein Kurzfilm produziert werden, bei dem deutsche und französische Schüler auf der Basis selbst erstellter Drehbücher einen Film unter professioneller Anleitung erstellten, der sich mit den alltäglichen Komplikationen bei der deutsch-französischen Begegnung in humorvoller Weise auseinandersetzte und der in Form einer DVD jedem Teilnehmer am Ende eine sicher nicht alltägliche Erinnerung an diesen Austausch liefern sollte. Mit viel Begeisterung, die manch unvorhergesehene Schwierigkeit überwinden half, wurde nach der Erstellung eines Drehbuchs, der Besetzung der Rollen und der Beschaffung von einigen (leckeren) Requisiten an verschiedenen, geschichtsträchtigen Orten, wie den römischen Thermen oder dem Wasserfall von Gairault, an zwei Tagen gearbeitet, ehe die Montage von fachkundiger französischer Hand folgen konnte. Vom Ergebnis - da wurden wir Skeptiker an der Seite der stets optimistisch zupackenden Kollegin Brückmann, eines Besseren belehrt - waren wir sofort begeistert.


Es ist die beste Antwort auf den äußerst warmherzigen Empfang im Rathaus durch den stellvertretenden Bürgermeister und Parlamentsabgeordneten, M. R. Salles, und den Leiter des Schulreferats der Stadt, M. Azinheirinha, denn:
Nous aussi, nous avons dit Oui à Nice!                StD Dr. Haar