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Ethikunterricht – die rechtliche Situation

Art. 47 BayEUG

(1)Ethikunterricht ist für diejenigen Schülerinnen und Schüler Pflichtfach, die
nicht am Religionsunterricht teilnehmen.

(2)Der Ethikunterricht dient der Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu
werteinsichtigem Urteilen und Handeln. Sein Inhalt orientiert sich an den
sittlichen Grundsätzen, wie sie in der Verfassung und im Grundgesetz
niedergelegt sind. Im Übrigen berücksichtigt er die Pluralität der Bekenntnisse
und Weltanschauungen.

§ 45 GSO

(2)Die Abmeldung vom Religionsunterricht muss schriftlich und spätestens
am letzten Unterrichtstag des Schuljahres mit Wirkung ab dem folgenden
Schuljahr erfolgen; eine spätere Abmeldung ist nur aus wichtigem
Grund zulässig. Für den [Ethik]unterricht ist eine Mindestanzahl von fünf
Schülerinnen und Schülern erforderlich.

(4)Treten Schülerinnen oder Schüler während des Schuljahres aus dem
Religionsunterricht aus, so haben sie binnen angemessener Frist eine Prüfung
über den bis zum Zeitpunkt des Austritts im Unterrichtsfach Ethik behandelten
Stoff des Schuljahres abzulegen. Erfolgt der Austritt während der letzten
drei Monate des Schuljahres, so ist die Prüfung spätestens in der ersten
Unterrichtswoche des folgenden Schuljahres abzulegen; ihr Ergebnis gilt als
Jahresfortgangsnote im Fach Ethik.

In
(5) den Jahrgangsstufen 11 und 12 des achtjährigen Gymnasiums
gilt Abs. 4 mit der Maßgabe, dass an die Stelle des Schuljahres
der Ausbildungsabschnitt tritt. Die Prüfung ist innerhalb von sechs
Wochen abzulegen; bei Austritt während der letzten vier Wochen des
Ausbildungsabschnitts 11/2 ist die Prüfung spätestens in der ersten
Unterrichtswoche des folgenden Ausbildungsabschnitts abzulegen.

§ 46 GSO

Für den Ethikunterricht gelten § 45 Abs. 2 Satz 2, Abs. 4 und 5 entsprechend.