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Goethe, Schiller und der Regenschirm

Das ist das Angenehme auf Reisen, dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

So begann die Reise Weimar mit einer ganz gewöhnlichen Busfahrt, um halb sechs Uhr morgens. Aufgeputscht durch Kaffe und Backwaren traten die drei Busse ihre Reise vom Egidienplatz nach Weimar an. In der deutschen Kulturhauptstadt angekommen, wurden wir erstmal vom Plattenbau und dem Regen begrüßt. Nach einem zehnminütigen Marsch zum Theaterplatz, wurden wir mit unserem Touristenführer für den heutigen Tag vertraut gemacht. Unser erstes großes Ziel, der Hauptmarkt mit dem Hotel Elephant, auf dem Weg zu diesem erlebten wir im Schnelldurchlauf dir ersten Gebäude, wie zum Beispiel das Schillerhaus. Immer noch Regen! Wir hatten einen Blick auf Bach Denkmal und auf die Anna-Amalia Bibliothek geworfen, als wir plötzlich den Ginko Baum sahen, den Goethe zu seiner Zeit hatte anpflanzen lassen. Es war atemberaubend, dieser exotische Baum unter dem Regenhimmel, antithetisch, Form vollendet. Nicht nur hier fanden wir Kontroverses, auch der Chinesische Schnellimbiss gegenüber dem Goethehaus reizte uns zu einem Schmunzeln, Nachdem wir uns in unserer Mittagspause den Magen mit Ente süß-sauer vollgeschlagen hatten, stand uns nun eine ausführliche Führung im Haus einer der schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Klassik bevor, im Haus von Friedrich von Schiller. Wir mussten leider feststellen, dass nichts im Haus echt war, außer der Schreibtisch und das Bett, was der Führung aber nicht schadete, da alles originalgetreu nachgebildet worden ist. So wurde uns ein schöner Einblick in das Leben von Schiller geschenkt. Nach einer Pause, die wir am Crepestand nutzten, waren wir  gestärkt um nun das Goethehaus zu besichtigen. Im Regen!! Pünktlich, abgesehen von kleinen Verspätungen fing die Führung an. Unterstützt von einem Mikrofon wurden wir nun über das Leben von Goethe aufgeklärt. Beeindruckend waren vor allem die Räume, wobei jeder Raum eine komplett andere Farbe hatte, nach Goethes Farbenlehre. Da hier alles original war durfte, man hier nichts berühren, was unserer Freude über die Führung nicht im Geringsten schmälerte. Auch die Kunstsammlung von Goethe war sehr beeindruckend genauso wie die Münzsammlung, die wir leider nicht begutachten konnten. Die Schreibstube war das Highlight - original erhalten, weswegen man sie auch nicht betreten durften. Wegen des Regens (!!!) konnten wir den Schlosspark nicht besichtigen. Nach einem Tag geballter Weimarer Kulturklassik, viel Regen (!!!!) und verschiedenen kulinarischen Begebenheiten ziehen wir ein Fazit aus jener Fahrt: Der Verschleiß von Regenschirmen liegt bei mindestens zehn Prozent. So war die Fahrt doch ein Abenteuer, das in Erinnerung bleiben wird, und letzten Endes doch mit so etwas Gewöhnlichem wie einer Busfahrt endete.
Max Gellweiler,  Johannes Barfuß, Q 11