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Projekt „Schüler schreiben Märchen“ im Schuljahr 2009/2010– Klasse 5b

Die Reise in das Glück
Es war einmal vor langer Zeit, da regierte der Statthalter Ludwig ein kleines Dörfchen, das voller Freude war. Dieser Mann war befreundet mit einem armen Bauer namens Hans. In einer Nacht träumte Hans etwas Komisches: Er sah einen Engel, und dieser sagte ihm:
,, Schon bald wirst du glücklich sein. Ich erzähle dir ein Geheimnis: Als Himmel und Hölle zusammentrafen, entstand ein Ring, der magische Kräfte hat. Erzähle es niemandem, denn wenn der Ring in falsche Hände gerät, wird die Welt nie wieder so sein, wie sie einmal war. Du findest den Ring, wenn du am Tal des Riesen vorbeikommst, das im Gruselwald liegt; frage ihn nach dem Orakel, es weist dir den Weg. Eine verzauberte Karte zeigt dir den Weg dorthin. Sie liegt auf deinem Nachttisch.“
Als Hans aufwachte, machte er sich sofort auf den Weg. Er packte einen Laib Brot, ein bisschen Wurst, Käse und einen frisch aufgefüllten Krug Wasser ein. Er ließ sich ein Pferd geben, bedankte sich und ritt los. Er ritt und ritt und kam an den schönsten Ländereien vorbei, bis er endlich da war. Der Wald gab seinem Namen „Gruselwald“ alle Ehre, denn er war schauderlich. Der junge Mann stieg vom Pferd ab und lauschte den gruseligsten Geräuschen. ,,Huhuhu, huhu!“ kam es von oben herunter. Dabei fiel ihm ein, dass erzählt wurde, dass niemand zurückgekommen sei, um von den Erlebnissen zu berichten.
Der Bursche nahm das Ross an den Zügeln und schritt fort. Er hatte Angst, doch war er unermüdlich, denn er wollte es unbedingt schaffen. Plötzlich fiel ihm ein gigantischer, alter Baum auf, der eine ungemütliche Aura ausstrahlte. „Die wahrhaft riesige Tür ist wie für einen Riesen geschaffen.“ Auf einmal bebte die Erde und ein Riese stand vor ihm. „Was suchst du hier, du kleiner Winzling? Mein Name ist Olli und das ist mein Revier, du bist zur richtigen Zeit gekommen, denn Olli hat Hunger!!!“ Hans erschrak und bat: „Bitte friss mich nicht, ich habe eine wichtige Aufgabe zu erfüllen, die Zukunft der Welt liegt in meiner Hand!!“ „Was für eine Aufgabe denn? Hat es etwas mit Essen zu tun?“ „ Nein, aber wenn du mir hilfst, dann bekommst du so viel Essen wie du willst!“ „ OK, wie kann ich dir helfen?“  „Zeig mir den Weg zum Orakel!“ Und Olli befolgte den Befehl. Hans zeigte ihm die Karte und Olli fuhr den Weg mit seinem Zeigefinger nach und es passierte etwas Magisches: Die Strecke, die nach gefahren wurde, wurde blutrot. „Hast du dich geschnitten? “ fragte Hans, denn er hatte keine Ahnung, dass sie etwas Besonderes war. „Weißt du denn nicht, dass die Karte verzaubert wurde?“ „Ja, aber von wem denn?“ „Das darf ich dir nicht verraten, aber du wirst es bald heraus finden! Aber jetzt folge dem Weg und sei vorsichtig, es lauern überall Gefahren!“
Hans bedankte sich abermals und ritt auf dem leicht verängstigten Wallach weiter. Als er schon eine Weile unterwegs war, kam er zu einer großen Klippe. Von der sandsteinfarbenen Klippe bröckelten ein paar Steine herunter.
Eine falsche Bewegung und sein Traum vom Glücklichsein würde zerplatzen. Doch da passierte es, das Pferd rutschte ab und beide fielen in den tiefen Abgrund. Hans Herz rutschte in die Hose. Das Pferd wieherte um sein Leben. „ Aaaaaaah!!! Wir werden sterben, aber was mich frustriert, ist, dass meine Seele nicht den Frieden finden wird.“ Doch im letzten Augenblick geschah ein Wunder, das den beiden das Leben rettete: Das Pferd bekam Flügel und fing Hans in letzter Sekunde wieder auf. Jetzt mussten sie aber weiter, denn sie hatten bei dem gefährlichen Erlebnis viel Zeit verloren. Sie folgten der blutroten Spur auf der Karte und gaben Gas. Sie hatten das Orakel endlich erreicht, es bestand völlig aus Stein, aber sie war außergewöhnlich schön. „Endlich haben wir dich erreicht, wir hatten wirklich einen langen, beschwerlichen Weg,“ schnaufte Hans ganz außer Puste.  Das Orakel sprach zu ihm : „Ich werde dir alles sagen, was du wissen willst.“ „Oh bitte, sag mir, wo der verwunschene Ring ist! Ich muss es wissen, sonst war alles umsonst.“ Das Orakel erzählte Hans wo er hingehen musste und dass es nicht leicht sei den Ring zu finden; er müsse auch gar nicht mehr lange laufen, versprach ihm das Orakel. Es beschrieb ihm genau den Weg. Er musste zu einem der größten und dicksten Bäume und ihn fällen, denn in dem Baum befände sich der Zauberring, aber bevor er sich den Ring nehmen könne, müsse er eine schwierige Rechenaufgabe bestehen.
Hans bedankte sich mehrmals und ritt los. Als er nach Stunden endlich an dem großen Baum ankam, war er völlig fertig, aber auch total sprachlos, denn der Baum war genau so, wie das Orakel ihn beschrieben hatte. Hans hatte sich eine Axt mitgenommen und fing an, mit letzter Kraft den Baum zu fällen. In dem Baumstamm lag in einer Mulde ein kleiner Zettel mit einer Rechenaufgabe darauf, die lautete: 10+10*10/10-2.
Er musste sich schon ziemlich anstrengen, um diese Aufgabe zu lösen, aber er war ein cleveres, pfiffiges Kerlchen und meisterte die Aufgabe souverän.
Aus dem kleinen Papierschnippselchen wurde der heißersehnte Ring. Der Stein in der Mitte glänzte im Licht wie ein wunderschöner Sonnenuntergang. „Juhu, jetzt kann ich endlich nach Hause gehen, und ich kann mir alles wünschen was mein Herz begehrt!“   Er wünschte sich nach Hause und lebte glücklich und zufrieden bis an sein Lebensende.

Wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er noch heute.

Lara Neubert (5b ) und Asena Prince (5b)



Freiheit ist nicht immer ungefährlich

Es war einmal eine wunderschöne, reiche, aber auch traurige Prinzessin Leonie. Sie hatte alles, was sie nur haben konnte und wollte. Trotzdem war sie sehr traurig, weil sie immer nur zu ihrem Schutz ,,eingesperrt" war. Das gefiel ihr aber nicht, denn sie wollte die Welt erforschen, wie die Sonne  im Sommer kräftig scheint, wie sich im Herbst die Blätter färben, wie es im Winter schneit und wie die Blumen im Frühling blühen.
Eines Tages fuhren der König und die Königin mit der Kutsche zu einer wichtigen Versammlung. Die Prinzessin nutzte die Gelegenheit, um aus dem Schloss herauszukommen. Als sie draußen war, ging sie in den grünen Wald, von dem sie immer geträumt hatte. Plötzlich bemerkte sie, dass in der Nähe eine Höhle war. Diese machte ihr Angst, aber sie wagte sich trotzdem hinein. Sie wusste nicht, dass dort eine alte, hässliche Hexe wohnte, die Olga hieß. Ängstlich rief sie: ,,Halloho, ist jemand da?" Eine raue Stimme rief: ,, Ja, natürlich komm doch rein!´´ Das Mädchen vertraute der Hexe und ging immer tiefer in die Höhle. Plötzlich fiel ein Käfig auf Leonie und sie war eingesperrt. Die Hexe näherte sich ihr und die Prinzessin erschrak. Als die Hexe Leonie sah, hatte sie schon einen Plan, denn sie wollte schon immer eine Prinzessin sein, um später über das ganze Land zu herrschen... mit dem Plan, würde sie es sicher schaffen.
Zuerst fragte sie Leonie ab: ,,Wie heißt du? Und wo wohnst du überhaupt? ´´ Die Prinzessin antwortete mit Angst und Spott:„ Das sage ich dir nicht!´´ Olga ärgerte sich und sprach:„ Wenn du es mir nicht sagst, dann verwandle ich dich in eine giftige Schlange.“  Sie fing schon an, ihre Finger zu bewegen und wollte einen Zauberspruch aussprechen, doch plötzlich rief die Prinzessin im letzten Moment: ,,Halt! Ich verrate dir alles. Ich wohne im Schloss hinter dem Wald am Bach und ich heiße Leonie.“  Olga sagte verschmitzt: ,,Ja, das geht ja schon viel besser! ´´
Sie verwandelte sich in Leonie und ging gleich los. Als sie im Schloss ankam, riefen alle: ,,Prinzessin Leonie ist wieder da! Wir haben uns Sorgen um sie gemacht!´´ Olga, die wie Leonie aussah, antwortete nur: ,,Ich war doch oben im Turm"und ging in das Zimmer des Kochs. Alle wunderten sich: ,,Leonie, was willst du im Zimmer vom Koch?" Sie antwortete: ,,Ach, ist das dass Zimmer vom Koch? Das wusste ich gar nicht."Dann fragte einer der Diener: ,,Soll ich Sie in Euer Zimmer bringen?´´ ,,Ja" sagte die Hexe und folgte dem Diener. Er brachte Olga ins Zimmer und sie blieb dort, bis der König und die Königin kamen. Sie klopften an und gingen hinein. Die Königin sagte zu ihr: ,,Gleich beginnt wieder ein Treffen mit dem Prinzen Markus. Da musst du mitkommen.",, Nein" sagte die Hexe und schmollte. Der König und die Königin waren entsetzt:,, Aber Schatz, was sagst du denn da? Du bist bis jetzt zu jedem Treffen gekommen, du hast dich irgendwie verändert.",, Ich geh da nicht hin und Ende!" Die Eltern gingen sofort und knallten die Tür zu.
Währenddessen rief Leonie verzweifelt um Hilfe. Plötzlich hörte eine Fee ihre Hilferufe und kam herbei. Weil sie Gedanken lesen konnte, wusste sie sofort, was passiert war. Sie befreite die Prinzessin und sagte:,, Schnell, lauf bevor es zu spät ist! Du musst deinen Eltern beweisen, dass du die Richtige bist.“ Leonie rannte los, kam am Schloss an und suchte nach ihren Eltern. Weil das Treffen mit Prinz Markus gerade vorbei war, waren die Eltern im Saal. Plötzlich öffneten sich zwei Türen und zwei Leonies kamen herein. Die Eltern erschraken, als sie zwei Prinzessinnen sahen. Der König und die Königin wussten nicht, wer die richtige Tochter war und sie sprachen:,, Wer von euch ist die richtige Leonie?" Beide sagten ,,ich" und zeigten auf sich. Der König ahnte, dass es lange dauern würde, bis eine von ihnen zugäbe, dass sie nicht die richtige ist. Weil die Königin wusste, dass ihr Kind ein Muttermal auf der rechten Schulter hatte, ging sie zu einer der beiden Prinzessinnen und zog ihr den Ärmel hoch. Da war kein Muttermal, das wie eine Krone geformt war. Sie wusste gleich, dass es die falsche ist und Olga verwandelte sich in ihre alte Gestalt zurück. Ehe sie einen Zauberspruch aussprechen konnte, griffen sie schon alle Diener, die im Raum waren, an. Sie fesselten Olga und hingen sie später auf. Jeder war froh, dass die Hexe endlich niemandem mehr etwas antun konnte. Leonie und ihre Eltern freuten sich, wieder zusammen zu sein.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Diellza Tafa (5b) und Magdalena Mandrysch (5b)