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Exkursion des LK Biologie der K12 bei Hr. Bulin

Sand; das klingt für die meisten wohl eher nicht besonders spannend, aber aus ökologischer Sicht sind Sandökosysteme mit ihrer Flora und Fauna sehr interessant.

Der LK Biologie von Hr. Bulin hat sich also auf die Drahtesel geschwungen und zusammen sind wir zum Pegnitzgrund zwischen Mögeldorf und Laufamholz geradelt, um uns mit den Pflanzen und Tieren auf den dortigen Sandböden zu befassen. Der Pegnitzgrund gehört zu einer Region, die „Sandachse Franken“ heißt und die eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren beherbergt, die sonst nur selten anzutreffen sind. Im Folgenden werdet ihr ein paar Bilder und dazugehörige Erklärungen finden.

Pflanzen, die auf Sandböden wachsen haben sich an die dort herrschende Hitze, Trockenheit und Nährsalzarmut des Bodens angepasst. Sie haben zum Beispiel kleinere Blätter, um der Verdunstung von Wasser entgegenzuwirken oder viele weiße Härchen, um das Sonnenlicht zu reflektieren. Sie bilden auch oft große Wurzelsysteme aus, um besser an Wasser und Nährsalze zu gelangen. Wegen diesen weitläufigen Wurzelsystemen stehen diese Pflanzen weit auseinander, weshalb Sandböden oft so spärlich bewachsen erscheinen.

Die Nähe menschlicher Siedlungen bringt oft eine Überdüngung des Bodens mit sich. Dadurch werden viele Pflanzen und damit auch Tiere aus ihrer ökologischen Nische verdängt und somit Ökosysteme auf Sandböden gefährdet.

Stefan Meixner, K13

So macht Biologieunterricht Spaß! Weg von der Tafelkreide - raus in die Natur!
Am Ziel angekommen versammelten sich alle und wir erhielten eine erste Einweisung.
Eine charakteristische Pflanze im Pegnitzgrund ist das blaugrüne Silbergras - ein „Zeigerorganismus“ für Sand.
Hier ist der lückige Wuchs des Silbergrases zu sehen. Nur wenige Moose und Flechten können ihm an diese extremen Standorte folgen.
Das kleine Habichtskraut ist ein Beispiel für Pflanzen mit kleinen behaarten Blättern. Damit verringert die Pflanze ihre Transpiration, also ihren Wasserverlust durch Verdunstung.
Das macht auch die Grasnelke Armeria mit langen, schmalen Blättern, hier zusammen mit dem kleinen Sauerampfer, ebenfalls ein Zeiger für „magere“ Böden.
Arbeitsblätter erleichterten uns die Identifizierung der Pflanzen...
...auch wenn Hr. Bulin dabei schon mal vor uns auf die Knie sinken musste um uns die Sache näher zu bringen.
Ein typisches Bild für Sandbodenvegetation.
Auch hier gab es viel zu entdecken...mit einiger Hilfe von Herrn Bulin.
z. B. einen alten Kaninchenbau - die Kaninchen durch ihr Wühlen im Boden die Sandflächen offen.
Oder das Exoskelett eines toten Walkers, ein Verwandter des Maikäfers, der recht selten in unserer Gegend ist.
Das hier sieht nicht nur unappetitlich aus, es ist auch eine Bedrohung für Ökosysteme mit nährstoffarmen Böden. Der Hundekot ist ein prima Dünger, viele Pflanzen haben sich aber auf den Nährsalzmangel im Boden eingestellt. Sie „mögen“ nicht zu viel davon.